Samstag, 26. September 2009

Bodenlehrpfad Beuren


Beuren ist ein überaus schön gelegener Ort im Landkreis Esslingen am Fuße der Mauer der Schwäbischen Alb. Für Besucher ist hier einiges geboten. Dazu gehören ein Thermalbad, ein wichtiges Freilichtmuseum mit Häusern aus vergangenen Jahrhunderten, der Albtrauf mit der Burgruine Neuffen und zahlreiche markierte Rund-, Spazier- und Wanderwege. Auch im Ortskern lässt es sich jetzt wieder angenehm spazieren, nachdem vor wenigen Jahren ein Entlastungs-Straßentunnel in Betrieb genommen wurde.

Eine Besonderheit in der Umgebung von Beuren ist der Bodenlehrpfad. Bei diesem Lehrpfad geht es nicht um Bäume oder Vögel, wie das sonst meist bei Lehrpfaden der Fall ist, sondern um den Boden unter unseren Füßen und genauer gesagt um den ersten Tiefenmeter des Bodens.

Riesenrad auf dem Cannstatter Wasen



Den hier vorgestellten Aussichtspunkt kann man nur während 5 Wochen eines Jahres erleben. Denn das Riesenrad auf dem Cannstatter Wasen wird nur für die 2 Wochen des Volksfests im September / Oktober und für die 3 Wochen des Frühlingsfests im April / Mai auf- und wieder abgebaut. Noch haben wir in Stuttgart nicht die Verhältnisse wie sie zum Beispiel auf dem Prater in Wien herrschen. Dort ist das Riesenrad das ganze Jahr über in Betrieb.

Wenn man also eine außergewöhnliche Aussichtsperspektive erleben will, muss man einen schönen Tag während des Volksfests oder des Frühlingsfests aussuchen. Hat man in einer der vielen offenen Kabinen Platz genommen, fährt man ca. fünf Mal im Kreis und erreicht somit auch den höchsten Punkt fünf Mal. Das ist ausreichend, um in verschiedene Richtungen zu sehen und vielleicht auch zu fotographieren. Hat man jedoch schon vor der Riesenradfahrt eine bevorzugte Blickrichtung, sollte man sich in der Kabine auf die entsprechende Seite setzen. Aber es spricht ja auch nichts dagegen, ein zweites Mal mit dem Riesenrad zu fahren. 


Hier gibt es eine Übersicht über den Stadtbezirk Stuttgart-Bad Cannstatt. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Stadtbezirk Stuttgart-Bad Cannstatt befassen, verlinkt.

Donnerstag, 24. September 2009

Aussicht vom Stuttgarter Killesbergturm

Der Killesbergturm ist nur etwas für Schwindelfreie. Der Auf- und Abstieg findet vollkommen im Freien statt und bei starkem Wind oder großem Besucherandrang kann der Turm ein wenig schwanken. Der Killesbergturm wurde im Jahr 2001 eröffnet, ein Vorgängerbau wurde in den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts abgerissen.

Der architektonisch bemerkenswerte Turm setzt einen weiteren Glanzpunkt in den Höhenpark Killesberg, die schönste und beliebteste Parkanlage Stuttgarts. Der Turm ist ständig geöffnet, für die Besteigung wirft man eine kleine Gebühr in eine Box.

Der Killesbergturm befindet sich nahezu in der Mitte des Höhenparks Killesbergs. Der Weg von den verschiedenen Parkeingängen aus ist somit in etwa gleich lang. Reist man mit öffentlichen Verkehrsmittel an, fährt man mit der Stadtbahnlinie U7 bis zur Endhaltestelle Killesberg. Solange der Haupteingang des Killesbergs wegen der Umbauarbeiten für die Nachnutzung des ehemaligen Messegeländes noch geschlossen ist, muss man durch einen Nebeneingang den Park betreten. Der nächste Eingang von der U-Haltestelle Killesberg ist der Parkeingang Stresemannstraße. Man verlässt hierzu die U-Haltestelle auf der in Richtung Innenstadt gelegenen Seite und folgt der Beschilderung.

Montag, 21. September 2009

Auf dem Neckaruferweg von der Untertürkheimer Brücke bis zur König-Karls-Brücke

Der Neckaruferweg führt zwischen S-Untertürkheim und S-Bad Cannstatt auf der östlichen, der orographisch rechten Neckarseite entlang. Besonders viel Natur sollte man auf diesem Weg nicht erwarten. Der Neckar ist mehr Kanal als Fluss, auf der gegenüberliegenden Neckarseite brandet ununterbrochen der Verkehr der B10 und auf einem großen Teil des Wegs säumen Industriebauten den Fluss.

Es ist trotzdem interessant, den Wegabschnitt zu gehen. Man lernt beim Gehen verschiedene Zusammenhänge der Stadtlandschaft kennen, zudem ist der Weg überraschend kurzweilig.
Den Ausgangspunkt Untertürkheim Bahnhof erreicht man mit der S-Bahnlinie S1, mit den Stadtbahnlinien U4 und U13 und mit den Buslinien 60 und 61.


Samstag, 19. September 2009

Kleiner Weinbaulehrpfad Fellbach



Aktualisierung vom 11.06.2016: Seit dem Jahr 2014 gibt es in Fellbach einen neuen Weinlehrpfad, siehe den Post vom 11.06.2016 in diesem Blog. Den im Post vom 19.09.09 beschriebenen Weinbaulehrpfad gibt es nicht mehr.  

In diesem Post geht es um den kürzeren von zwei Weinbaulehrpfaden in Fellbach, den sogenannten Kleinen Weinbaulehrpfad. Dieser Pfad ist ca. 2 Kilometer lang und bewältigt einen Höhenunterschied von 80 Metern. Der Pfad wurde im Jahr 1991 neu angelegt, nachdem der Vorgängerpfad aus dem Jahr 1976 durch die Rebflurbereinigung nicht mehr gangbar war.

Ausgangspunkt für beide Weinbaulehrpfade ist die Fellbacher Kelter am südlichen Ortsrand von Fellbach am Fuß des Kappelbergs bei der Kreuzung Kelter-/ Kappelbergstraße. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann man mit der Stadtbahnlinie U1 bis zur Endhaltestelle Fellbach Lutherkirche anreisen. Von dort geht man im Verlauf der Cannstatter Straße, der Vorderen Straße und der Kappelbergstraße bis zur Kelter. Etwas näher an der Kelter befindet sich die Haltestelle Kappelbergstraße der Buslinie 60. Bei der Kelter befinden sich auch Parkplätze.

Man sollte sich den Wegverlauf auf der großen und bunten Tafel bei der Kelter genau einprägen. Denn leider ist die Beschilderung des Pfads vor Ort nicht zufriedenstellend. Es gibt auch einen Prospekt über den Pfad mit dem Wegverlauf, der bei der Stadt Fellbach erhältlich ist.

Donnerstag, 17. September 2009

Heilbronner Straße in Stuttgart vom Pragfriedhof zum Hauptbahnhof


Stuttgart rühmt sich, für die Fußgänger in vielen Bereichen vorbildliche Verhältnisse zu bieten. Eine der größten Fußgängerzonen Deutschlands, eine ganze Reihe von miteinander verbundenen Parkanlagen und einer der größten Waldanteile unter den Großstädten Deutschlands sollen den fußgängerfreundlichen Anspruch untermauern.

Es gibt jedoch auch eine Kehrseite - und entlang eines Teils dieser Kehrseite führt dieser Stadtspaziergang im Verlauf der Heilbronner Straße vom Pragfriedhof bis zum Hauptbahnhof. Wer einen angenehmen erholsamen Spaziergang unternehmen will, sollte hier nicht weiterlesen und vielleicht zu einem anderen Weg weiterblättern. Ansonsten sollte man hart im Nehmen sein, wenn man dem Weg folgen will.

Ein Blick auf den Stadtplan zeigt die ganze Misere. Betrachtet man zum Beispiel das Nordbahnhofviertel, stellt man bei genauerem Studium fest, dass es von diesem Stadtteil kaum eine Fußgängerverbindung in die Stuttgarter Innenstadt gibt. Zwei Varianten stehen zur Wahl: man kann entweder durch eine lange und laute Unterführung unter dem Bahngelände durchgehen und anschließend durch den Schlossgarten in Richtung Innenstadt weitergehen. Diese Variante verbietet sich nachts und sie ist tagesüber wegen des Straßenlärms in der Unterführung ebenfalls kaum zumutbar. Als zweite Variante steht der Weg entlang der Heilbronner Straße zur Wahl. Und auch dieser Weg hat es in sich. Man geht hier durch ein Fußgänger-Nichtland. Somit bleibt z.B. den Bewohnern des Nordbahnhofviertels kaum etwas anderes übrig als mit dem Pkw oder der Bahn zu fahren, wenn sie in die Innenstadt wollen.

Mittwoch, 16. September 2009

Möhringer Hexenweg von Haltestelle Riedsee bis Haltestelle Vaihinger Straße



Der Stuttgarter Stadtbezirk Möhringen befindet sich auf der Hochfläche der Filder im Süden der Kernstadt. Im Jahr 2001 wurden zwei Rundwege um den Stadtbezirk markiert, der Große und der Kleine Möhringer Hexenweg. Beide Wege kreuzen immer wieder die vier auf Möhringen zuführenden Strecken der Stadtbahn Stuttgart. Es ist somit möglich, auch kleine Teilstücke des Weges zu gehen und mit der Stadtbahn wieder zum Ausgangspunkt zurückzufahren.

In diesem Post geht es um den Teilabschnitt im Verlauf des Kleinen Möhringer Hexenwegs zwischen den Stadtbahnhaltestellen Riedsee und Vaihinger Straße. Dieser Wegabschnitt ist 2,6 Kilometer lang. Der Abschnitt verläuft durchgehend eben ohne Steigungen und zum größten Teil auf asphaltierten, zu einem kleinen Teil auf gepflasterten Wegen.

Donnerstag, 10. September 2009

Auf dem Lehrpfad durch die Streuobstwiese Kressart



Streuobstwiesen mit Hochstämmen sind eine Kultur, die immer mehr im Verschwinden begriffen ist. Diese Biotope sind Lebensraum zahlreicher Tiere und Pflanzen. Die heute noch verbliebenen Streuobstwiesen sind vielfach geschützt und man bemüht sich, wenigstens auf diesen Restflächen die frühere Bewirtschaftungsform weiterzuführen.

Eine der schönsten Streuobstwiesen der Gemarkung Stuttgart ist die Streuobstwiese Kressart. Sie befindet sich im Stadtbezirk Stuttgart-Möhringen und dort im Stadtteil Sonnenberg. Sie ist sowohl von Sonnenberg aus (also von oben her) als auch von Heslach aus (also von unten her) zu erreichen.


Samstag, 5. September 2009

Aussicht von der Uhlandshöhe in Stuttgart-Ost



Die Uhlandshöhe befindet sich zwischen der Stuttgarter Innenstadt und dem Stadtbezirk Stuttgart-Ost. Der Wagenburgtunnel, ein Straßentunnel, führt unter dem Hügel hindurch.

Der Gipfel der Uhlandshöhe ist relativ langgestreckt. Neben Privatgelände (unter anderem Gärtnerei) befindet sich dort auch eine Parkanlage im Eigentum des Verschönerungsvereins Stuttgart. Diese Parkanlage wurde bereits in den Jahren von 1861 bis 1896 erstellt. Wegen des Bewuchses ist die Sicht von der Uhlandshöhe auf die umliegende Stadt etwas eingeschränkt. Um Blicke in alle Richtungen zu genießen muss man mehrere Aussichtspunkte aufsuchen. Auch eine öffentliche Sternwarte steht auf dem Gipfel sowie eine Minigolfanlage.

Freitag, 4. September 2009

Durch die Römerstraße in Stuttgart



Die Römerstraße ist eine typische Straße Stuttgarts. Sie verläuft nur selten eben. In ihrem Verlauf befinden sich Abschnitte mit Treppen. Man hat teilweise eine schöne Sicht auf den Stuttgarter Talkessel. Und sie verläuft auch durch gründerzeitliche Viertel mit schönen (Jugendstil)fassaden.

Die Römerstraße ist jedoch nicht nur typisch. Sie ist teilweise sogar extrem. Die Straße beginnt, was die wenigsten wissen, bereits in Stuttgart-Degerloch und führt zunächst steil teilweise als Weg und teilweise als Treppe nach Stuttgart-Süd hinab. Dort quert sie das Nesenbachtal und endet (bzw. beginnt was die Hausnummern betrifft) unmittelbar am Hangfuß der Karlshöhe.

Wenn man die Römerstraße in voller Länge entlanggehen will, beginnt man am Besten in Stuttgart-Degerloch. Dies hat den Vorteil, dass es nur bergab geht. Zudem blickt man stets in Richtung Talkessel und hat somit eine bessere Aussicht als wenn man bergan ginge. Die Römerstraße beginnt bei der Straßeneinmündung Neue Weinsteige / Auf dem Haigst. Dorthin gelangt man mit den Stadtbahnlinien U5, U6 und U8 (Haltestelle Weinsteige). Auch mit der Zahnradbahn kann man vom Marienplatz oder von Degerloch her bis zur Haltestelle Haigst fahren.

Dienstag, 1. September 2009

Rund ums Schwarzwildgehege im Stuttgarter Rot- und Schwarzwildpark



Im Jahr 1965 wurde im Naturschutzgebiet "Rotwildpark bei Stuttgart" in Stuttgart`s Glemswald nördlich der Wildparkstraße ein 4 Hektar großes Schwarzwildgehege eingerichtet. Damit sollte an die früheren Funktionen des Glemswalds als Jagdgebiet der württembergischen Herzöge und Könige erinnert werden.

Der heute noch bestehende Charakter des Waldes mit seinen vielen uralten Eichen und Buchen stammt ebenfalls aus dieser Zeit. Der Wald glich damals mehr einer Waldwiese mit Solitärbäumen als einem richtigen Wald.

Die Forstverwaltung hat einen 1 Kilometer langen Rundweg um das Schwarzwildgehege ausgeschildert. Ausgangspunkt ist ein Parkplatz an der Wildparkstraße zwischen den Anschlussstellen Stuttgart-Botnang und Solitude. Auf beiden Seiten der autobahnähnlich ausgebauten Straße befindet sich jeweils ein Parkplatz. Für den Rundwanderweg ist der Parkplatz an der Richtungsfahrbahn Solitude am Besten geeignet.