Dienstag, 31. August 2010

Fritz-Münch-Staffel und Haigststaffel in Stuttgart-Süd


Hier geht es ganz schön zur Sache. Denn diese Kette von Staffeln (Treppen) steigt an einer der steilsten Stellen des Stuttgarter Talkessels hinauf in die Halbhöhenlage beim Haigst.

Eigentlich hat man es hier mit drei Staffeln zu tun. Die unterste Staffel zwischen der Zellerstraße und dem Pfaffenweg ist namenlos. Die mittlere Staffel zwischen dem Pfaffenweg und der Alten Weinsteige heißt Fritz-Münch-Staffel. Und die oberste Staffel zwischen der Alten Weinsteige und der Straße auf dem Haigst ist die Haigststaffel.

Immer wieder hat man beim Hinaufsteigen eine Sicht auf den Stuttgarter Talkessel. Man geht jedoch fast immer durch locker bebautes Gebiet, so dass die Sicht oft von Häusern verstellt wird.

Montag, 30. August 2010

Zum Grafenberg am Westrand des Schönbuch


Der Schönbuch, eine Landschaft der sogenannten Keuperstufe im südwestdeutschen Schichtstufenland, bricht im Westen und Südwesten mit einer deutlichen Geländekante zu den anschließenden Gäuflächen ab. Das garantiert eine freie und weite Sicht von der Geländekante über die flache Gäulandschaft bis hinüber zur Schwäbischen Alb und zum Schwarzwald.

Geht man an dieser Geländekante entlang, erlebt man den Gegensatz verschiedener Landschaftstypen. Östlich des Wegs ist das geschlossene Laub-/Nadelwaldgebiet des Schönbuch. An den Hängen rechts des Wegs befinden sich Wiesen, Obstbäume und teilweise heute selten gewordene Magerrasen, die inzwischen unter Naturschutz stehen. Unten ist die fruchtbare Gäuebene mit ihren Kornfeldern. Und am Horizont locken die bewaldeten Mittelgebirge.

Hier wird eine kleine Wanderung am westlichen Schönbuchrand zwischen dem Mönchberger Sattel und dem Kayer Sattel vorgeschlagen. Der Ausgangspunkt Mönchberger Sattel ist mit dem Auto vom Herrenberger Ortsteil Mönchberg aus zu erreichen. Mönchberg befindet sich gleich östlich der Anschlussstelle Herrenberg der Autobahn A 81. Auf dem Mönchberger Sattel befinden sich Parkplätze. 

Freitag, 27. August 2010

Widerstand gegen Stuttgart 21

Wir erleben hier in Stuttgart und der Region im Moment außergewöhnliche Zeiten. Da kann auch dieser Blog nicht so weitermachen, als wäre nichts geschehen. Wie gerne würde ich heute hier einen Spaziergang durch den Schönbuch beschreiben oder einen Gang durch die wunderschöne Altstadt von Esslingen.

Aber im Moment geht es um die Zukunft von Stadt, Region und Eisenbahn für die nächsten hundert Jahre. Die Stadt ist in Aufruhr. Die Bürger wehren sich, wie man das in Stuttgart bisher kaum gesehen hat.

Dienstag, 24. August 2010

Auf dem Hauptwanderweg 10 von Freiberg nach Marbach


Der vom Schwäbischen Albverein markierte Hauptwanderweg 10 (Stromberg - Schwäbischer Wald - Weg) führt von Pforzheim-Kupferhammer bis nach Lorch im Remstal und hat eine Länge von 170 Kilometern. Der Weg verläuft auf einem Teil seiner Strecke durch den Norden der Region Stuttgart. Der Weg ist mit einem roten waagerechten Balken auf weißem Grund mit dem Zusatz HW 10 markiert.

Eine Teilstrecke des HW 10, bei der man gut öffentliche Verkehrsmittel für die An- und Abreise benutzen kann, führt von Freiberg-Beihingen nach Marbach am Neckar. Diese Teilstrecke ist 6 Kilometer lang. Sie verläuft teilweise auf asphaltierten Wegen, teilweise auf Feldwegen und Wiesenwegen. Die Wiesenwege können nass sein.

Samstag, 21. August 2010

Der Kriegsbergtunnel der Gäubahn


Der heutige Stadtspaziergang findet im Norden des Stuttgarter Talkessels statt, beim Kriegsbergtunnel der Gäubahn. Bei einem Spaziergang vom Ost- zum Westportal des Kriegsbergtunnels lernt man nicht nur vielfach kaum bekannte Gebiete im Stuttgarter Talkessel kennen. Dies ist auch eine Gelegenheit, sich ein paar Gedanken über die Gäubahn zu machen, eines der Sorgenkinder des Eisenbahnverkehrs in Baden-Württemberg und Zeugnis einer teilweise verfehlten Verkehrspolitik.

Steht man an der Trasse der Gäubahn, muss man mitunter lange warten, bis ein Zug vorbeikommt. Alle zwei Stunden fahren Intercity-Züge zwischen Stuttgart und Zürich. Dann gibt es noch einen Stundentakt mit Regionalexpresszügen, die teilweise bis Singen, teilweise bis Rottweil / Freudenstadt fahren. Zwischen der potenziellen Verkehrsbedeutung der Gäubahn und ihrer augenblicklichen tatsächlichen Verkehrsfunktion liegen Welten.

Dienstag, 17. August 2010

Die Maille - ein Park in Esslingens Altstadt


In einer Stadtinformation von Esslingen heißt es, die Maille sei bis heute der einzige Park in der Altstadt von Esslingen. Das hört sich viel zu dramatisch an. Schließlich ist die Altstadt von Esslingen nicht so groß, dass man dort etwa mehrere Parks benötigen würde. Irgendwo müssen ja die ganzen historischen Gebäude, die Kirchen, die ehemaligen Pfleghöfe, die Fachwerkhäuser, die Gassen, Plätze und Fußgängerzonen und nicht zuletzt die beiden Neckararme auch noch ihren Platz finden. 

Zunächst fällt vielleicht der Name des Parks auf. Was bedeutet Maille? Der Name kommt vom Ballspiel Paille-Maille. Dieses Spiel kam im 17. Jahrhundert nach Deutschland. Für das Ballspiel waren längere gerade verlaufende Ballbahnen erforderlich. Der Maille-Park in Esslingen ist der einzige Park in Deutschland, der einen Teil des Namens des früher beliebten Ballspiels trägt. Indirekt hat sich der Name des Ballspiels jedoch verbreitet in die heutige Zeit hinübergerettet. Denn die vielen Malls (Einkaufszentren, Hauptstraßen) in den Städten der Welt leiten ihre Bezeichnung ebenfalls vom Ballspiel Paille-Maille ab.

Freitag, 13. August 2010

Rund um die Festung Hohenasperg


Der Asperg erhebt sich - aus allen Richtung von weitem sichtbar - über der Gäulandschaft zwischen Ludwigsburg und Bietigheim-Bissingen. Der Asperg ist ein sogenannter Zeugenberg. Denn die Schichtstufe des Schilfsandsteins, die vor Jahrmillionen noch das gesamte Gäu bedeckte, ist auf dem Gipfel des Aspergs erhalten geblieben und hat den Berg bis heute vor der Abtragung bewahrt. 

Außer wegen der Naturgeschichte ist der Asperg jedoch auch wegen der menschlichen Geschichte bekannt. Es wird vermutet, dass auf dem Berg eine mächtige Keltensiedlung gestanden hat. Die jüngere Geschichte ist durch die Festung Hohenasperg gekennzeichnet, die seit dem Jahr 1535 auf dem Berg besteht. Nach einer langen und wechselvollen Geschichte wird die Festung heute noch als Vollzugskrankenhaus genutzt.

Mittwoch, 11. August 2010

Aussicht vom Mönchberg bei S-Untertürkheim


Der Mönchberg bei Stuttgart-Untertürkheim ist ein Vorberg des ungleich bekannteren Württembergs mit der Grabkapelle. Und somit führt der Mönchberg eher ein Schattendasein, was die Zahl der Besucher betrifft. Und doch ist der Mönchberg der eigentliche Hausberg von Untertürkheim, denn er erhebt sich unmittelbar über dem Ortskern. Und der Mönchberg ist auch vom Ortskern aus immer wieder zu sehen. Das kann man vom Württemberg nicht sagen, von vielen Orten aus verdeckt der Mönchberg die Sicht auf den Württemberg.

Auf der Gipfelkuppe des Mönchbergs befindet sich die Mönchberg-Aussichtsplatte, die im Jahr 1961 mit Unterstützung des Verschönerungsvereins der Stadt Stuttgart e.V. errichtet wurde. Wegen der vorgeschobenen Lage hat man vom Mönchberg aus einen instruktiven Blick auf das Obere Stuttgarter Neckartal.

Freitag, 6. August 2010

Durch die Fußgängerzone von Marbach am Neckar


Marbach am Neckar ist international als Geburtsort des großen Dichters Friedrich Schiller bekannt. Marbach verfügt über eine sehenswerte Altstadt, ein kleiner Teil davon ist Fußgängerzone.

Die gesamte Altstadt von Marbach am Neckar steht seit 1983 unter Denkmalschutz. Die Fußgängerzone erstreckt sich über die östliche Marktstraße und den Burgplatz. Empfehlenswert ist, nach einem Gang durch die Fußgängerzone auch noch die anderen Teile der Altstadt zu besichtigen. Marbach ist ein Fachwerkort an der Deutschen Fachwerkstraße.

Marbach erreicht man mit der S-Bahnlinie S4. Vom Bahnhof geht man wenige Meter die Bahnhofstraße bis zur Schillerstraße. Leicht abwärts folgt man der stark befahrenen Schillerstraße bis zum Cottaplatz am Rand der Altstadt. Dort setzt sich die Schillerstraße halblinks als verkehrsberuhigte Straße ansteigend fort. Bald zweigt nach links steiler ansteigend die Torgasse ab. Der Torgasse folgt man bis zum Oberen Torturm am östlichen Ende der Marktstraße und der Altstadt und am Beginn der Fußgängerzone.

Dienstag, 3. August 2010

Auf dem Botnanger Kuckucksweg durch den Sommerwald


Die vier Jahreszeiten im Wald erleben, das wollen wir in diesem Jahr im Verlauf des Botnanger Kuckuckswegs tun. Und hierzu begehen wir in diesem Blog den Botnanger Kuckucksweg, einen Rundweg um den Stuttgarter Stadtbezirk Botnang, in vier Etappen.

Die erste Etappe im Post vom 25.01.2010 führte von der Vaihinger Landstraße bis zur Stadtbahnhaltestelle Beethovenstraße durch den winterlichen Wald. Die zweite Etappe im Post vom 28.04.2010 verlief von der Stadtbahnhaltestelle Beethovenstraße bis zum Gerhard-Winkler-Weg durch den frühlingshaften Wald. Und jetzt ist die sommerliche, die dritte Etappe des Botnanger Kuckuckswegs an der Reihe. Sie schließt an die zweite Etappe an und führt bis zur Sommerhaldenstraße und der Endhaltestelle Botnang der Stadtbahn.

Die dritte Etappe des Botnanger Kuckuckswegs ist ziemlich genau 5 Kilometer lang und verläuft zum größten Teil auf Forstwegen im Wald. Der zu bewältigende Höhenunterschied ist ca. 100 Meter.