Montag, 3. Januar 2011

Rund um Probstsee und Riedsee in Stuttgart-Möhringen


Im Stuttgarter Stadtbezirk Möhringen gibt es zwei Seen, den Probstsee und den Riedsee. Beide Seen sind vom Menschen geschaffen worden. Die Seen sind jedoch schon viele Jahrzehnte alt. Damit sehen sie fast schon natürlich aus. Dazu trägt auch bei, dass beide Seen auf Gruben im Boden zurückgehen, die jetzt mit Wasser gefüllt sind. Es gibt also keinen Staudamm oder Staumauer an diesen Seen. Der Wasserspiegel ist keinen Schwankungen unterworfen. Uferrandstreifen, die als Folge schwankenden Wasserspiegels entstehen, sind nicht vorhanden.

Der Probstsee ist der größere der beiden Seen. Dieser See ist auch als Naturdenkmal ausgewiesen. Eine Tafel beim See gibt über die Entstehung Auskunft. Der See entstand im Jahr 1934, als die Ziegelei Probst stillgelegt wurde und das Grundwasser nicht mehr abgepumpt wurde. Eine Tafel beim Riedsee klärt über dessen Entstehung auf. Der Riedsee entstand Ende des 19. Jahrhunderts, als er zur winterlichen Eisgewinnung der Brauerei Widmaier (später Brauerei Wulle) angelegt worden ist. Der Riedsee wird von einem Bach, dem Aischbach, durchflossen. 

Man kann beide Seen zu Fuß umrunden. Dies ist auch im Winter problemlos möglich. Beim Probstsee kann man auf der Hälfte des Weges nicht am Ufer entlanggehen, sondern muss etwas weiter in die Landschaft ausholen.

Ausgangspunkt für den Probstsee ist die Stadtbahnhaltestelle Vaihinger Straße (U3, U5, U6). Von der Haltestelle steigt man an die Oberfläche und geht auf die Nordseite der etwas stärker befahrenen Vaihinger Straße. Dort folgt man der Reiherstraße wenige Meter und biegt dann gleich nach links auf einen Fußweg ab, der in der Nähe des Ostufers des Probstsees entlangführt. Später folgt man dem Nordufer ebenfalls auf einem Fußweg parallel zur Straße Weilstetter Weg. Am Ende des Nordufers muss man den See verlassen, denn am West- und Südufer kann man nicht entlanggehen. Vom Nordufer aus folgt man einem Feldweg nach Westen, links sind Kleingartenanlagen. Gleich hinter den Kleingartenanlagen biegt man nach links auf den Feldweg ab und erreicht die Vaihinger Straße. Die Vaihinger Straße überquert man mit Hilfe der Fußgänger-Lichtsignalanlage und folgt der Straße nach links zurück bis zur Haltestelle Vaihinger Straße. Die Länge des kleinen Rundwegs ist 1,3 Kilometer.

Winterliche Idylle am Probstsee-Nordufer
Blick vom Nord- auf das Südufer des Probstsees. Am West- und Südufer des Sees war bis vor wenigen Jahren Industriegelände (Neoplan). Zur Zeit sind als Nachnutzung Wohnungen im Bau (Wohnpark Probstsee). Allerdings ist der Bauträger im Jahr 2010 Pleite gegangen. Somit rosten die Stahlbetonskelette der Wohnbauten jetzt erst einmal vor sich hin.
Ausgangspunkt für den Riedsee ist die Stadtbahnhaltestelle Riedsee (U5, U6, U12). Man verlässt die Haltestelle auf der stadteinwärtigen Seite und überquert die Rembrandtstraße zur Ostseite hin. Auf der anderen Straßenseite wendet man sich wenige Meter nach links und biegt dann nach rechts in die Elfenstraße ab. Hier befindet man sich bereits am Südufer des Riedsees.  Man geht um den Gasthof Riedsee herum und dann am Ost- und am Nordufer des Riedsees entlang. Schließlich stößt man wieder auf die Rembrandtstraße, der man am Westufer des Sees entlang zurück bis zur Stadtbahnhaltestelle folgt. Der kleine Rundweg ab/ bis Haltestelle ist 700 Meter lang.


Der Riedsee im Winter, die Eisfläche sollte man jedoch nicht betreten.
Die Enten am Riedsee müssen im Winter etwas enger zusammenrücken.



     

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