Es gibt jedoch auch noch andere Pilgerwege. Dazu gehört der Martinusweg (Via Sancti Martini). Dieser Weg erinnert an den Heiligen Martin und verbindet dessen Geburtsort Szombathely in Ungarn mit seiner Grabstätte in Tours in Frankreich. Der Martinusweg wurde inzwischen in die Liste der Kulturwege des Europarats aufgenommen.
Der Weg ist noch nicht vollständig markiert. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart hat für ihr Gebiet die Aufgabe übernommen, den Martinusweg zu markieren. Im Entstehen ist ein über 400 Kilometer langer Weg von Tannheim bei Biberach bis nach Schwaigern bei Heilbronn. Wie alle Pilgerwege ist der Martinusweg nur in einer Richtung, konkret in Richtung Tours bzw. Schwaigern markiert. Am 1. Mai 2011 wurde der durch den Landkreis Ludwigsburg führende Wegabschnitt feierlich eröffnet. Und das nehmen wir zum Anlass, als Schnuppertour einen kleinen Abschnitt dieses Weges zu gehen, den Abschnitt von Kornwestheim nach Ludwigsburg.
| Das Zeichen des Martinuswegs ist ein schmales gelbes Kreuz auf dunkelrotem Grund. |
Startpunkt der kleinen Probewanderung ist der Bahnhof Kornwestheim (S-Bahnlinien S4 und S5). Man verlässt den Bahnhof in Richtung Osten. Zunächst muss man noch wenige hundert Meter gehen, bis man den von Stuttgart-Mühlhausen her kommenden Martinusweg erreicht. Man folgt vom Bahnhofsvorplatz der Johannesstraße nach Osten. Nach ca. 250 Metern biegt man nach links in die Weimarstraße ab und befindet sich ab sofort auf dem Martinusweg. Bei der nächsten Kreuzung biegt man nach rechts in die Karlstraße ab und müsste spätestens bei dieser Kreuzung zum ersten Mal das Zeichen des Martinuswegs sehen. Die Karlstraße führt zur Stuttgarter Straße, die man mit Hilfe einer Fußgänger-Lichtsignalanlage überquert. Dahinter geht man in den Stadtgarten von Kornwestheim hinein.
| Wasserspiele im Stadtgarten von Kornwestheim |
| Im Ortskern von Kornwestheim befinden sich einige Fachwerkhäuser. |
| In der Martinskirche in Kornwestheim hatte der Pfarrer und Ingenieur Philipp-Matthäus Hahn von 1770 bis 1781 eine Pfarrstelle inne. |
| Historische Grubbank (Bank zum vorübergehenden Absetzen von Lasten) im Verlauf des Ossweiler Wegs |
| Die Königinallee in Ludwigsburg führt am Rand des Salonwalds entlang. |
| Die Königsallee wurde als erste der zahlreichen Alleen der Alleenstadt Ludwigsburg angelegt. |
| Von der Schorndorfer Straße blickt man auf das Ludwigsburger Schloss und einen Teil der Schlossgärten (Blühendes Barock). |
Die Gesamtlänge der Wanderung vom Bahnhof Kornwestheim bis zum Bahnhof Ludwigsburg ist 6,4 Kilometer. Größere Steigungen gibt es nicht. Der gesamte Wegverlauf ist asphaltiert.
Die Internetseite der Diözese Rottenburg-Stuttgart zu den Martinuswegen ist
www.martinuswege.de
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