Dienstag, 31. Juli 2012

Aussicht vom Hügel "Grüner Heiner" bei S-Weilimdorf


Der Hügel "Grüner Heiner" im Norden des Stuttgarter Stadtbezirks Weilimdorf ist kein natürlicher Berg. Der Grüne Heiner wurde in den Jahren 1967 - 1974 aufgeschüttet - mit dem Erdaushub von den damals zahlreichen Tunnelbaustellen von S-Bahn und Stadtbahn und von anderen Baustellen. 85 Meter ragt der Hügel nun über seine Umgebung hinaus.

Seit einigen Jahren dient der Grüne Heiner auch der Energiegewinnung. Auf seinem Gipfel dreht sich seitdem ein Windrad, das bis heute einzige Windrad auf der Gemarkung Stuttgart. Vor wenigen Wochen hat man auf dem Gipfelplateau des Grünen Heiner eine metallene Aussichtsplattform gebaut. Allerdings ist die Aussicht vom fast baumlosen Gipfel des Grünen Heiner auch ohne diese Plattform gut zu genießen. Die neue Aussichtsplattform könnte ein Anlass sein, dem Grünen Heiner mal wieder einen Besuch abzustatten.


Wie kommt man hin?
Mit dem Auto kann man bis zum Fuß des Hügels fahren. Von der B 295 biegt man westlich von Weilimdorf nach Nordosten auf die Flachter Straße ab und gleich darauf nach links auf die Hemminger Straße. Sie führt durch das Gewerbegebiet von Weilimdorf hindurch. Rechts der Straße sieht man bald den Grünen Heiner. Man fährt an diesem Hügel vorbei und biegt unmittelbar am Ende des Hügels nach rechts auf einen Fahrweg ab. Am Ende des für den öffentlichen Verkehr zugelassenen Bereichs befindet sich ein Parkplatz mit Informationstafel. Ein asphaltierter Weg führt zum Gipfel hinauf.

Mit der S-Bahnlinie S6 fährt man bis zum Haltepunkt Weilimdorf. Von dort muss man durch das Industriegebiet von Weilimdorf gehen. Der schönste, aber nicht der direkteste Weg ist wie folgt: auf der Nordseite des Bahnkörpers folgt man auf einem asphaltierten Fußweg dem Bahnkörper in Richtung Osten und überquert hierbei die Hemminger Straße auf einer Brücke. Nach 600 Metern biegt man nach links in die Lotterbergstraße ab. Man folgt hier dem teilweise renaturierten Lindenbach. Nach 800 Meter mündet dieser Straßenzug mit Bachlauf wieder in die Hemminger Straße. Ihr folgt man nach halbrechts bis zum Fuß des Hügels. Hier beginnt ein geschotterter Weg, der durch Wald am Hügel aufwärts führt und weiter oben in den asphaltierten Weg mündet. Die Entfernung vom S-Bahnhof bis zum Gipfel des Grünen Heiner ist auf dieser Wegvariante ca. 2,5 Kilometer. Den Rückweg kann man entweder wie den Hinweg gestalten. Oder man hat auf dem Hinweg das Wegenetz in der Umgebung ein wenig kennengelernt und kann somit eine von mehreren Varianten für den Rückweg nutzen.       

Siehe auch:
Die Grüne Spange Korntal-Münchingen, Teil 1 bis 3 in den Posts vom 14.02.13, 17.02.2013 und 19.02.2013. 
Blick aus Richtung Südosten vom Rand des Industriegebiets von S-Weilimdorf auf den Hügel "Grüner Heiner" mit dem Windrad
Im Frühsommer 2012 wurde auf dem Gipfelplateau des Grüner Heiner diese Aussichtsplattform errichtet.
Blick vom Grüner Heiner in Richtung Osten auf den Ort Korntal
Blick vom Grüner Heiner in Richtung Nordnordwesten: im Vordergrund verläuft die Autobahn A 81, am Horizont erstrecken sich die Höhenzüge des Stromberg, rechts im Bild im Mittelgrund liegt der Ort Schwieberdingen. 
Blick vom Grüner Heiner in Richtung Südwesten: rechts im Bild erhebt sich der Engelberg bei Leonberg mit seinem Aussichtsturm, die Autobahn A 81 unterquert den Engelberg in einem 2,5 Kilometer langen Tunnel.
Blick vom Grüner Heiner in Richtung Osten: im Mittelgrund liegt S-Zuffenhausen mit seinem Industriegebiet, am Horizont erstrecken sich die Höhen der Schwäbisch-Fränkischen Waldberge.
Blick vom Grüner Heiner in Richtung Süden auf die Keuperstufe des Südwestdeutschen Schichtstufenlands. Die Keuperstufe formt u.a. auch den Stuttgarter Talkessel. Am Fuß der Bergstufe liegt Gerlingen. Am oberen Stufenrand links im Bild sieht man ein Hochhaus der Hauptverwaltung der Firma Bosch.   
Blick vom Grüner Heiner in Richtung Süden auf das Industriegebiet von S-Weilimdorf
Blick vom Grüner Heiner in Richtung Südosten: im Vordergrund ist S-Weilimdorf mit seinem Industriegebiet und den Wohngebieten, hinter dem ersten Hügelzug liegt S-Feuerbach, von dem man nur die höchstgelegenen Häuser sieht. Dann folgt ein weiterer Höhenzug, der den nördlichen Rand des Stuttgarter Talkessels darstellt. Der Stuttgarter Talkessel ist verborgen, man sieht aber dahinter Teile des südlichen Kesselrands mit dem Fernmeldeturm (Bildmitte) und dem Fernsehturm (rechts im Bild).
 

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