Donnerstag, 15. November 2012

Durch den Stuttgarter Stadtgarten

Der Stadtgarten in Stuttgart war früher mal die beliebeste Parkanlage der Stadt. Das war zu den Zeiten, als der Schlossgarten noch nicht vollständig für die Öffentlichkeit zugänglich war. Heute fristet der Stadtgarten eher ein Schattendasein.

Eine wichtige Funktion hat er heute als Campus des Innenstadt-Teils der Stuttgarter Universität. Die Wohnbevölkerung der Stadt kann ansonsten nicht besonders viel mit dem Stadtgarten anfangen.

Das hat selbstverständlich seine Gründe. So wurden die den Stadtgarten einst umgrenzenden Prachtbauten des Polytechnikums im Zweiten Weltkrieg zum größeren Teil zerstört. Die heute vorhandenen Bauten mögen es zwar auch in die Architekturführer geschafft haben. Aber so richtig mögen tut man solche Bauten eher nicht.


Der Stadtgarten wurde im Jahr 1870 für eine Bauausstellung mit Gartenschau angelegt. Wegen des Kriegs 1870/71 konnte die Gartenschau allerdings nicht stattfinden. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde der zwischenzeitlich verwilderte Stadtgarten in den Jahren von 1973 bis 1975 im damals bevorzugten Stil neu gestaltet. 

Wie kommt man hin?
Mit den Buslinien 40, 42 und 43 fährt man zur Haltestelle Hegelplatz. Der Stadtgarten liegt auf der Südostseite der Hegelplatzkreuzung. Da der Stadtgarten nicht besonders groß ist, wird man keine Mühe haben, einfach mal alle Wege auszuprobieren und hierbei auch auf die Randbebauung zu achten.

Hier gibt es eine Übersicht über den Stadtbezirk Stuttgart-Mitte. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Stadtbezirk Stuttgart-Mitte befassen, verlinkt.

In der Südostecke des Stadtgartens blickt man hier auf die Schmalseite des einzigen vom früheren Polytechnikum noch erhaltenen Gebäudes. Es war als Erweiterungsbau konzipiert und wurde in den Jahren von 1875 bis 1879 errichtet.
An diesem Weg im Stadtgarten sind sechs antiquisierende Plastiken aufgereiht. Sie waren früher Bestandteil der Fassade des einstigen Polytechnikums. Links im Hintergrund erhebt sich eines der beiden Kollegiengebäude der Universität Stuttgart. Diese beiden je 55 Meter hohen und von weither sichtbaren Gebäude bilden heute so etwas wie das Wahrzeichen der Universität. Sie wurden 1956 - 60 bzw. 1960-63 erbaut. 
Blick vom Stadtgarten in Richtung Westen: im Hintergrund erhebt sich das 1952-53 errichtete Gebäude des Max-Kade-Studentenwohnheims.
Wasserspiele im Stadtgarten mit den beiden Kollegiengebäuden der Universität Stuttgart im Hintergrund: links etwas außerhalb des Bildes verläuft die Kriegsbergstraße. Die Abgrenzung des Stadtgartens zur Kriegsbergstraße ist heute alles andere als befriedigend. Man sollte sich entscheiden, entweder den Stadtgarten sauber bis an die Kriegsbergstraße grenzen zu lassen, oder man verpasst der Kriegsbergstraße eine ansprechende Randbebauung, die dann auch eine annehmbare Begrenzung des Stadtgartens bilden kann.
Blick auf die Bibliothek der Universität Stuttgart (Gebäude rechts im Bild) und auf das Lindenmuseum (in der linken Bildhälfte hinter den Bäumen). Die Bibliothek wurde in den Jahren 1958-61 errichtet. Das Gebäude des Lindenmuseums stammt aus den Jahren 1909 bis 1911 und wurde in den Jahren 1980 bis 85 umfangreich saniert. Vor dem Zweiten Weltkrieg standen auf dem Platz der heutigen Bibliothek die im Jahr 1880 errichteten Gewerbehallen. Daneben stand die im Jahr 1879 errichtete Garnisonskirche, die nach dem Vorbild des Speyrer Doms gebaut worden ist.
       

1 Kommentar:

  1. Wer von Stuttgarter Grünanlagen berichtet, darf nicht den Killerbergpark vergessen. Jetzt im Spätherbst leider etwas unbequem, aber im Sommer immer wieder einen ausgedehnten Spaziergang wert:
    http://mein-stuttgart-blog.de/hoehenpark-killesberg-50-hektar-gruene-lunge-in-stuttgart/

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