Samstag, 19. Oktober 2013

Bannwald "Schachen" bei Plochingen

Der Bannwald "Schachen" im Schurwald nördlich von Plochingen gehört zu den größten Naturwaldreservaten in der Region Stuttgart. Der Bannwald Schachen wurde im Jahr 2004 ausgewiesen. Seine Fläche ist 73 Hektar. 

Der Bannwald befindet sich im obersten Teil des Lützelbachtals im Schurwald. Dieses Tal mündet bei Reichenbach in das Filstal. Der Jahrhundertorkan Lothar hat an Weihnachten 1999 beträchtliche Zerstörungen im Gebiet angerichtet. Das führte schließlich zur Ausweisung des Bannwalds. Nun kann man dort verfolgen, wie die Natur mit dem Schadensereignis fertig wird.

Heute sieht man von den Sturmschäden nichts mehr. Überall trifft man auf einen dicht bewachsenen Wald mit auffallend vielen Jungbäumen. Man sieht dem Wald an, dass dort seit bald 10 Jahren keine forstwirtschaftliche Nutzung mehr stattfindet. Allerdings ist die Verwilderung des Walds noch nicht so weit fortgeschritten, dass man einen Urwald mit viel Totholz vor sich hat.


Man kann den Bannwald auf Wegen umrunden. Teilweise führen die Wege auch ein Stück durch den Bannwald hindurch. An zwei Stellen am Rand des Bannwalds finden sich ausführliche Informationstafeln zum Schutzgebiet. Dort kann man sich den Wegverlauf genau einprägen.

Wie kommt man hin?
Der Bannwald Schachen ist aus verschiedenen Richtungen erreichbar. Man kann von Plochingen über den Stadtteil Stumpenhof zum Bannwald gelangen. Ist man mit dem Auto unterwegs und hat Ortskenntnisse, bieten sich auch verschiedene Parkplätze im Schurwald an. Jedenfalls muss man wegen der Abgelegenheit des Bannwalds Schachen jeweils einige Kilometer Wegstrecke einplanen, bis man überhaupt an den Rand des Schutzgebiets kommt.

Hier sei ein Zugang von Reichenbach an der Fils empfohlen, bei dem man ein schönes Waldtal bis zum Bannwald Schachen entlanggeht. Reichenbach an der Fils liegt an der Filstalbahn. Von Stuttgart in Richtung Ulm ist dies der nächste Bahnhof hinter Plochingen und der letzte Bahnhof innerhalb des VVS-Gebiets. Regionalzüge halten ca. jede Stunde, werktags auch alle halbe Stunde in Reichenbach an der Fils.

Vom Bahnhofsgebäude geht man wenige Meter nach links (Westen) und folgt dann der Bahnhofstraße in Richtung Norden. Sie setzt sich fort in der Hauptstraße und in der Kirchstraße. Schließlich stößt man auf die evangelische Mauritiuskirche. Vor der Kirche biegt man nach links ab und erreicht die Baltmannsweiler Straße. Bald darauf biegt man halblinks in die Lützelbachstraße ab. Nun geht es immer geradeaus. Man kommt in den Wald und folgt dem Lützelbach solange, bis man auf die Informationstafeln des Bannwalds stößt. Die Entfernung vom Bahnhof Reichenbach bis zum Bannwald ist ca. 3 Kilometer.

Im Gebiet unterwegs
Nun muss man sich entscheiden, wie viel man vom Bannwald Schachen sehen will. Schließlich muss man anschließend die 3 Kilometer wieder nach Reichenbach zurückgehen. Man schaue genau auf die Karte auf der Informationstafel. Man kann sich entscheiden, nur eine kleine Stichstrecke zu gehen. Oder man kann den gesamten Bannwald auf dem Forscherpfad umrunden. Der Forscherpfad verläuft teilweise auf bequem gekiesten Forststraßen, teilweise aber auch auf teilweise nassen und lehmigen Pfaden. Die Umrundung des Bannwalds Schachen ist ca. 4,5 Kilometer lang.       

Die Informationstafeln am Rand des Bannwalds Schachen zeigen auch eine Karte des Gebiets mit den Wegen. Man präge sich den Wegverlauf ganz genau ein!
An zwei Stellen am Rand des Bannwalds Schachen finden sich ausführliche Informationstafeln.
Der Forscherpfad führt um den Bannwald herum und auf Teilstrecken auch durch ihn hindurch.
Hier kann man sehen, dass im Bannwald Schachen die forstwirtschaftliche Nutzung schon über 10 Jahre lang ruht.
In Teilen des Bannwalds Schachen wachsen Unmengen junger Buchen.

Totholz ist im Bannwald Schachen bisher eher selten zu sehen.
Umgestürzte Bäume werden im Wegverlauf nicht immer sofort durchgesägt. Manchmal muss man über einen Baumstamm steigen.
Natürlicher Bachlauf mit Brücke im Bannwald Schachen

  

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