Donnerstag, 12. Dezember 2013

Entlang der Stadtbefestigung von Weil der Stadt

Weil der Stadt ist bekannt als Geburtsort des Astronomen Johannes Kepler. Zwischen ca. 1275 und 1803 war Weil der Stadt eine Freie Reichsstadt inmitten des württembergischen Territoriums. Aus dieser Zeit haben sich beachtliche Teile der Stadtmauer erhalten, vor allem um die Renninger Vorstadt herum.

Es lohnt sich, die Altstadt von Weil der Stadt entlang der ehemaligen Stadtmauer zu umrunden. Außer den Mauerteilen, die teilweise (nicht öffentlich) sogar begehbar sind, haben sich vier Türme und ein Stadttor erhalten.


Wie kommt man hin?
Man fährt mit der S-Bahnlinie S6 bis zum Endpunkt Weil der Stadt. Man verlässt den S-Bahnhof über die Fußgängerunterführung und geht zum südlichen Ausgang. Nun folgt man der Bahnhofstraße bis zu ihrem Ende. Dort biegt man scharf nach links in die Paul-Reusch-Straße ein und folgt dieser Straße auf der Südseite. Bald stößt man auf die ersten Mauerreste der Stadtbefestigung entlang der Renninger Vorstadt.

Entlang der Stadtbefestigung von Weil der Stadt unterwegs
Der erste Turm der Stadtbefestigung ist der Storchenturm. Dann folgt an der Ecke der Rote Turm. Man überquert nun die Würm und folgt der Malmsheimer Straße nach Süden. Bei der folgenden Würmbrücke befand sich das heute nicht mehr sichtbare Spitaltor. An der nächsten Ecke der Stadtmauer befindet sich der Seilerturm. Hier geht man erneut nach rechts über die Würm und folgt der Stadtmauer. Nun folgt der Rabenturm. An der Stadtmauer befindet sich der Lukas-Moser-Brunnen

Nun folgt man der Hermann-Schnaufer-Straße und biegt später nach rechts in die Grabenstraße ab. Hier stößt man auf das Judentor, das einzige erhalten gebliebene Stadttor. Man geht durch das Tor hindurch und dahinter gleich nach links (Norden). Bald sieht man links das Antoniustor, das erst 1926 erbaut worden ist. Man folgt der Zwingergasse, die einen Rechtsbogen bis zur Pforzheimer Straße macht. Hier biegt man nach links ab, kommt an der Stelle des ehemaligen Obertors vorbei und findet zur Paul-Reusch-Straße zurück. 

Die Länge des Rundwegs um die Stadtbefestigung von Weil der Stadt ab/bis Bahnhof beträgt ca. 3,0 Kilometer.    
  

Auf diesem Planausschnitt sieht man die Innenstadt von Weil der Stadt. Mit der roten Linie ist der Verlauf der heute noch sichtbaren Stadtmauer gezeichnet. Die Stadtmauer um die Renninger Vorstadt (rechts im Bild) ist fast vollständig noch vorhanden.
Blick auf einen gut erhaltenen Teil der Stadtmauer von Weil der Stadt im Bereich der Renninger Vorstadt. Im Vordergrund erhebt sich der Storchenturm. Der Turm wurde im 15. Jahrhundert erbaut und war zunächst Wachtturm, später Armenwohnung.
Der Rote Turm befindet sich an der Nordostecke der Renninger Vorstadt. Dieser im 15. Jahrhundert erbaute Turm wurde auch Diebsturm genannt. Im Erdgeschoss befindet sich ein Verlies (Gefängnis).
Blick über das Flüsschen Würm auf den Seilerturm: Auch dieser Turm wurde im 15. Jahrhundert erbaut. In Richtung der Stadt ist das Mauerwerk des Turms offen. Die Konstruktion bezeichnet man als Schalenturm.
Gut erhaltener Teil der Stadtmauer auf der Südseite der Renninger Vorstadt.
Der Lukas-Moser-Brunnen an der südlichen Stadtmauer von Weil der Stadt  
Der Rabenturm befindet sich im Verlauf des südlichen Teils der Stadtmauer von Weil der Stadt. Das oberste Stockwerk brannte im Jahr 1893 ab.
Tor für Fußgänger in der Stadtmauer von Weil der Stadt: Im Hintergrund erhebt sich die Katholische Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul.
Das Judentor ist das einzige Stadttor in Weil der Stadt, das bis heute erhalten blieb. Das Tor wurde 1534 erstmals genannt.
Das Antoniustor in Weil der Stadt wurde erst im Jahr 1926 aus Fragmenten des alten Stuttgarter Hauptbahnhofs errichtet.

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