Samstag, 4. Januar 2014

Auf dem Bärensträßle zum Bärenschlössle im Stuttgarter Glemswald

Der Stuttgarter Glemswald mit den Bärenseen und dem Bärenschlössle gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen in Stuttgart. Dort wiederum ist das schnurgerade verlaufende Bärensträßle der beliebteste Zugangsweg.

Für ruhesuchende Spaziergänger dürfte das Bärensträßle somit nicht unbedingt das geeignete Ziel sein. An den Wochenenden und Feiertagen sowie bei einigermaßen ordentlichem Wetter an jedem Tag der Woche strömen die Spaziergänger in Massen vom Großparkplatz an der Wildparkstraße über das Bärensträßle zum Bärensee. Oft sucht man sogar vergeblich nach einem Parkplatz am Beginn des Bärensträßles und muss dann auf einen der Parkplätze ausweichen, die sich in Richtung Schloss Solitude befinden. 


Der Bärensee im Glemswald wurde im Jahr 1618 von Herzog Johann Friedrich angelegt. Bis 1998 dienten der Bärensee und die angrenzenden Seen auch der Trinkwasserversorgung von Stuttgart. Die erste Version des Bärenschlössles wurde im Jahr 1768 unter Herzog Carl Eugen erbaut. Sein heutiges Aussehen erhielt das Bärenschlössle im Jahr 1997, nachdem es im Zweiten Weltkrieg und später durch einen Brand teilweise zerstört worden ist. Im Jahr 1815 legte König Friedrich I. den Rotwildpark an. Der Park befand sich im Gebiet zwischen dem Bärenschlössle und der heutigen Wildparkstraße. Das in großen Mengen gehaltene Wild sorgte für zahlreiche Verbisse an den Bäumen und erschwerte den Jungwuchs an Bäumen, so dass sich mit der Zeit ein parkartiges Aussehen der Wälder ergab. Diese parkartige Waldform mit vielen sehr alten Eichen und Buchen (Hutewald) kann man heute noch teilweise sehen. 

Das Bärensträßle befindet sich innerhalb des großen Naturschutzgebiets "Rotwildpark bei Stuttgart".   

Wie kommt man hin?
Der Hauptstartpunkt für den Spaziergang zum Bärenschlössle ist der Großparkplatz unmittelbar südlich der Anschlussstelle Solitude der Wildparkstraße. Ist dieser Parkplatz belegt, lasse man sich nicht verleiten, entlang der Zufahrtstraße oder an der Anschlussstelle zu parken. Dort läuft man Gefahr, einen Strafzettel zu bekommen. Man fahre dann von der Anschlusstelle Solitude der Wildparkstraße in Richtung Schloss Solitude. Bereits nach wenigen hundert Metern findet sich links (westlich) der Straße ein Ersatzparkplatz. Ist auch dieser Parkplatz belegt, befindet sich dort, wo die Bergheimer Steige nach rechts abzweigt, ein weiterer Parkplatz. Mit der Buslinie 92 kann man bis zur Haltestelle "Forsthaus II" fahren. Sie befindet sich unmittelbar nördlich der Anschlussstelle Solitude der Wildparkstraße.

Auf dem Bärensträßle unterwegs
Das Bärensträßle verläuft vom Parkplatz bei der Anschlussstelle Solitude schnurgerade in Richtung Süden. 180 Meter ab dem Parkplatz lohnt sich ein kurzer Abstecher nach rechts (Westen) zu einer Wiesenlichtung mit einem Jagdgebäude aus königlicher Zeit (hin und zurück ca. 340 Meter). 220 Meter ab dem Parkplatz befindet sich auf der linken Seite (Osten) eine weitere Wiesenlichtung. 540 Meter ab dem Parkplatz ist erneut links des Bärensträßchens eine Wiesenlichtung. 

1,2 Kilometer ab dem Parkplatz kommt man an der ehemaligen Wildmeisterei vorbei. 1,4 Kilometer ab dem Parkplatz ist auf der rechten Seite eine weitere Wiesenlichtung mit schönen alten Solitärbäumen. 1,8 Kilometer ab dem Parkplatz erreicht man schließlich das bewirtschaftete Bärenschlössle. Der Rückweg ist wie der Hinweg.  

Hier gibt es eine Übersicht über die Stuttgarter Naturschutzgebiete. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit den Stuttgarter Naturschutzgebieten befassen, verlinkt.

Hier gibt es eine Übersicht über den Stadtbezirk Stuttgart-West. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Stadtbezirk Stuttgart-West befassen, verlinkt. 

Auf diesem Planausschnitt ist das Bärensträßle in voller Länge zu sehen. Die Himmelsrichtung Norden ist ausnahmsweise unten im Plan. Das Bärensträßle verläuft in der Bildmitte von unten nach oben. Der Beginn des Bärensträßles ist unten im Bild bei der Anschlussstelle an die Wildparkstraße ("Standort").  Das Ende des Bärensträßles ist oben im Bild beim Bärenschlössle und beim Bärensee. Gut sichtbar sind im Bild auch die zahlreichen Waldwiesen (hellgrün).
Schnurgerade verläuft das Bärensträßle durch den Glemswald.
Auffallend viele alte Buchen und Eichen befinden sich im Glemswald rund um das Bärenschlössle.
Waldlichtung im Glemswald mit alten Eichen und Birken
Am Bärensträßle wurde vor wenigen Monaten ein historischer gusseiserner Brunnen aufgestellt.
Jagdhäuschen aus königlicher Zeit im Glemswald
Gebäude der ehemaligen Wildmeisterei am Bärensträßle im Glemswald
Bärenschlössle mit Bär: Sommers wie winters eines der beliebtesten Ausflugsziele in Stuttgart
Blick vom Bärenschlössle über den Bärensee


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