Freitag, 21. März 2014

Historischer Rundweg in Filderstadt-Bernhausen, Teil 2

Dies ist der zweite Post in diesem Blog zum Historischen Rundweg in Filderstadt-Bernhausen. Im vorangegangenen Post gab es einige allgemeine Informationen zum Historischen Rundweg von Filderstadt. In diesem Post sind wir bei unserem Spaziergang durch den Stadtteil Bernhausen bis in die Hintere Gasse gekommen. Von dort geht es im heutigen Post weiter. 

An der Kreuzung Hintere Gasse/Burgstraße kommt man zur Station 7, dem Gebäude Hintere Gasse Nr. 71. Man biegt nun nach links in die Burgstraße ab. Hier stößt man gleich auf die Station 8, den Standort der ehemaligen Burg. Bald darauf kommt eine kleine Grünanlage. Dort ist Station 9, die ehemalige Wette. Bald darauf kommt man zur Kreuzung Burgstraße / Obere Bachstraße. Dort ist Station 10 Bachstraße.


Geradeaus weitergehend kommt man zur Rosenstraße. Dort befindet sich auf der rechten Seite die Station 11, das alte Rathaus. Nun folgt man der Rosenstraße in Richtung Osten. Bei der Hausnummer 22 ist die Station 12, das Geburtshaus von Johann-Gotthard-Müller. Am Ende der Rosenstraße befindet sich auf der linken Seite die Station 13, das Schlössle. Nun biegt man nach rechts ab und kommt nach wenigen Metern zur stark befahrenen Aicher Straße (B312). Hier befindet sich auf der rechten Seite die Station 13a, das ehemalige Gasthaus zum Bären.

An der nächsten großen Kreuzung biegt man nach links ab und erreicht den Bahnhof, den Startpunkt des kleinen Spaziergangs. Aber es fehlt jetzt noch eine Station, die Station 17 Klinkermühle. Sie befindet sich zwischen den Stadtteilen Bernhausen und Sielmingen am Fleinsbach. Dorthin zu gehen ist nicht unbedingt ein Vergnügen, weil es zu den stark befahrenen Straßen keine Alternative gibt. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, folgt vom Bahnhof der Karlstraße nach Osten und biegt an deren Ende nach rechts in die Nürtinger Straße ab. Vor dem Ortsanfang von Sielmingen befindet sich auf der rechten Seite die Klinkermühle.

Der im vorangegangenen und im heutigen Post in diesem Blog beschriebene Spaziergang ist ab/bis Bahnhof Bernhausen ohne den Abstecher zur Klingermühle ca. 1,9 Kilometer lang. Der Abstecher zur Klinkermühle ab/bis Bahnhof Bernhausen ist 2,4 Kilometer lang. 

Station 7 Hintere Gasse Nr. 71: Das Gebäude - ein Putzbau mit Krüppelwalmdach - wurde im Jahr 1817 als Wohn-Stall-Haus erbaut.
Station 7 Hintere Gasse Nr. 71: Am Türsturz zur Backstube befindet sich eine Inschrift, die die extrem hohen Getreidepreise infolge der Hungersnot 1816/17 dokumentiert.
Station 8 Auf der Burg: An dieser Stelle befand sich die Stammburg der 1089 erstmals erwähnten Herren von Bernhausen. Die Burg wurde 1449 zerstört.
Station 9 Ehemalige Wette: Mit Wette bezeichnete man im Schwäbischen einen Dorfteich. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg befand sich an dieser Stelle die Dorfwette. Sie war ca. 400 m² groß und diente vor allem als Feuerlöschteich, Pferde- und Schafschwemme. Das Gelände ist heute noch ein Feuchtgebiet und eingezäunt.  
Station 10 Bachstraße: Hier verlief der Dorfbach, der Katzenbach. In den Dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde der Bach verdohlt.
Station 11 Rathaus: Dies war wohl das erste Rathaus der Gemeinde Bernhausen. Jahresringuntersuchungen der Holzbalken deuten auf ein Baujahr 1616 hin. 1981/82 wurde das Fachwerk freigelegt.
Station 12 Geburtshaus von Johann Gotthard Müller: Das Haus wurde um 1740 erbaut. Am 4. Mai 1747 wurde hier der Kupferstecher und Professor an der Hohen Karlsschule Johann Gotthard Müller geboren.
Station 13 Schlössle: Der Name hat nichts mit einer Residenz zu tun, sondern verweist einfach auf das stattliche Gebäude. Die Freitreppe und das Renaissanceportal stammen aus dem Jahr 1588.
Station 13a Gasthaus zum Bären: Hier war einst die wichtigste Gastwirtschaft von Bernhausen. Sie lag direkt an der "Albstraße" Stuttgart-Urach-Ulm. Mit dem Bau der Eisenbahn Stuttgart-Ulm verlor die Straße ihre Bedeutung. 1955 wurde die Wirtschaft aufgegeben.
Station 17 Klinkermühle: Diese Mühle am Fleinsbach besteht seit dem Mittelalter. Bis 1912 funktionierte sie mit Wasserkraft, seitdem elektrisch.

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