Sonntag, 4. Mai 2014

Aussicht von der Burgruine Staufeneck bei Süßen

Die Burgruine Staufeneck befindet sich auf einem Eckpunkt des Rehgebirges nördlich von Süßen am Rand des Filstals. Der ehemalige Bergfried der Burgruine Staufeneck ist heute ein Aussichtsturm. Bei klarer Sicht hat man von der Burgruine Staufeneck einen schönen Blick über das Filstal nördlich der Schwäbischen Alb sowie über einen großen Ausschnitt des Albtraufs vom Kalten Feld im Nordosten bis zur Burg Teck im Südwesten.

Die Burg Staufeneck wurde um 1240 von Friedrich von Staufen erbaut. Friedrich war ein Burgmann auf der benachbarten Burg Hohenstaufen, dem Ursprung des bedeutenden Staufergeschlechts. Somit war die Burg Staufeneck so etwas wie der Wohnort eines bedeutenden Ministers oder Spitzenbeamten der Staufer.


Die Burg Staufeneck blieb relativ lange bestehen. Erst im Jahr 1826 wurde der Palas teilweise abgebrochen. Im Jahr 1828 stürzten wesentliche Teile des sogenannten Neuen Schlosses ein.

Der ehemalige Bergfried von Staufeneck ist vollständig erhalten und wurde zum Aussichtsturm ausgebaut. An diesem Turm wie auch an einigen anderen stehengebliebenen Mauern kann man wunderschöne Buckelquader aus der Stauferzeit sehen. Der Bergfried gilt als ein Musterbeispiel staufisch-romanischer Baukunst. In der Vorburg befindet sich heute ein landwirtschaftlicher Betrieb. Zudem befindet sich auf dem Burggelände ein bekanntes Restaurant und Hotel.

Der Zugang zum Turm erfolgt über eine Drehtür, die den Durchgang nur nach dem Einwurf einer Euro-Münze freigibt. Will man den Turm verlassen, muss man vor der Drehtür auf den grünen Knopf drücken. Hat man keine Euro-Münze parat oder will man den Turm nicht besteigen, kann man die Aussicht, die jedoch gegenüber der Aussicht vom Turm eingeschränkt ist, auch von einer Aussichtsplattform bei der Burgruine genießen.

Wie kommt man hin?
Man kann mit dem Auto bis vor das Anwesen bei der Burgruine Staufeneck fahren. Nördlich der Gebäude befindet sich ein Wanderparkplatz. Die Zufahrt erfolgt nicht vom nächstgelegenen Süßen aus, sondern ab Salach. In Salach biegt man von der Hauptstraße auf die Staufenecker Straße ab, die aus dem Ort hinaus und hinauf zur Burgruine Staufeneck führt.

Der nächstgelegene Bahnhof ist Süßen im Verlauf der Bahnlinie Stuttgart-Ulm. In Süßen halten die Regionalexpress-Züge Stuttgart-Ulm, nicht jedoch die IRE-Züge. Durch die Fußgängerunterführung geht man auf die Nordseite des Bahnhofs und folgt dort dem Wanderweg zur Burgruine Staufeneck. Die Entfernung vom Bahnhof Süßen bis zur Burgruine ist ca. 2,3 Kilometer.  

Hier gibt es eine Übersicht über die Aussichtstürme in der Region Stuttgart.

Der Planausschnitt zeigt den Bahnhof von Süßen (roter Kreis) und den Wanderweg vom Bahnhof Süßen hinauf zur Burgruine Staufeneck.
Blick von einem Ort östlich von Salach an der Straße Salach-Staufeneck hinauf zur Burgruine Staufeneck
Turm der Burgruine Staufeneck: An der Mauer im Vordergrund finden sich Steine in der Form der für die Stauferzeit typischen Buckelquader.
Blick vom Turm der Burgruine Staufeneck in Richtung Süden: im Hintergrund in der Bildmitte tieft sich das Filstal in die Tafel der Schwäbischen Alb ein. Der markante Eckpunkt im Albtrauf links des Filstals heißt Hohenstein. Im Vordergrund unten im Filstal sieht man einen Teil des Ortes Süßen.
Blick vom Turm der Burgruine Staufeneck in Richtung Osten: Man blickt hier in das Tal der Donzdorfer Lauter. Rechts im Mittelgrund ist der Ort Donzdorf. Links der Bildmitte bildet der Messelberg einen markanten Punkt im Albtrauf.
Blick vom Turm der Burgruine Staufeneck in Richtung Nordosten: Im Vordergrund erstreckt sich das Rehgebirge, ein Vorgebirge der Schwäbischen Alb. Links im Hintergrund erhebt sich der Stuifen, einer der Dreikaiserberge. Rechts im Hintergrund erhebt sich der Berg "Kaltes Feld" auf der Schwäbischen Alb.
Blick vom Turm der Burgruine Staufeneck in Richtung Nordnordwesten: Im Hintergrund links der Bildmitte erhebt sich der Hohenstaufen.
Blick vom Turm der Burgruine Staufeneck in Richtung Westen: Man blickt hier das Filstal abwärts. Der erste hier sichtbare Ort ist Salach. Dahinter erstreckt sich Eislingen/Fils und dahinter Göppingen. Die bewaldeten Höhen im Hintergrund rechts des Filstals gehören zum Schurwald. 
Blick vom Turm der Burgruine Staufeneck auf die ehemalige Vorburg

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen