Mittwoch, 4. Juni 2014

Das Tal der Rosen in Stuttgarts Killesbergpark

Das Tal der Rosen befindet sich im Killesbergpark, dem vielleicht beliebtesten Park Stuttgarts. Im Tal der Rosen kann man die Vergangenheit des Killesbergparks - der heutige Park war bis Anfang des letzten Jahrhunderts ein Steinbruch - am besten nachvollziehen.

Das Tal der Rosen ist eine künstliche Talfurche. Sie wird bis heute an einigen Stellen von den senkrechten Wänden des ehemaligen Steinbruchs begrenzt. Der Killesbergpark mit dem Tal der Rosen wurde im Jahr 1939 zur Reichsgartenschau eröffnet.


Eine Informationstafel im Tal der Rosen beschreibt die Geschichte des ehemaligen Steinbruchs. Demnach wurden die Steinbrüche um das Jahr 1790 als Werksteinbrüche für die Feuerbacher Steinbrecher in Betrieb genommen. Der Steinbruch soll jedoch bereits seit dem Jahr 1500 existiert haben. Im Jahr 1850 gab es ca. 100 Steinbrecher. Bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs wurde im heutigen Tal der Rosen der Schilfsandstein abgebaut. Der Schilfsandstein gehört zur Keuper-Formation (der Keuper bildet innerhalb des Südwestdeutschen Schichtstufenlands eine wichtige Stufe; z.B. gehört die Umgrenzung des Stuttgarter Talkessels zur Keuperstufe).

Der Schilfsandstein war ein harter und sehr beliebter Baustoff. Es gibt noch heute nicht wenige Gebäude in Stuttgart, die aus Schilfsandstein erbaut wurden. Ein weiterer, heute noch sichtbarer Steinbruch im Schilfsandstein befindet sich auf dem Gipfel der Stuttgarter Karlshöhe. Beim Abbau des Schilfsandsteins auf dem Killesberg hat man Überreste großer Panzerlurche gefunden. Nach der Stillegung des Steinbruchs diente die Mulde zunächst als Deponie. Erst die Planungen zur Reichsgartenschau 1939 ergaben dann den heute noch bestehenden Zustand.

Wie kommt man hin?
Man fährt mit der Stadtbahn oder dem Linienbus zur Haltestelle Killesberg. Über die sogenannte Grüne Fuge (man hält sich am Besten am östlichen Rand der Grünanlage bei den neuen Wohngebäuden) gelangt man in den Killesberg. Im Killesbergpark hält man sich an den westlichen Rand und kommt hierbei automatisch zum Eingang in das Tal der Rosen (beschildert). Die Weglänge von der Haltestelle Killesberg bis zum Tal der Rosen ist ca. 500 Meter. Das Tal der Rosen ist ca. 450 Meter lang.  

Hier gibt es eine Übersicht über den Stadtbezirk Stuttgart-Nord. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Stadtbezirk Stuttgart-Nord befassen, verlinkt.

Die Aussicht vom Killesbergturm ist im Post vom 24.09.2009 beschrieben.

Die Parkanlage der Stuttgarter Karlshöhe, auf der sich ebenfalls ein ehemaliger Steinbruch im Schilfsandstein befindet, ist im Post vom 16.05.2011 beschrieben.

Die an den Killesbergpark angrenzende Grüne Fuge ist im Post vom 15.07.2012 beschreiben.

Eingangsbereich in das Tal der Rosen auf dem Stuttgarter Killesberg
Die im Killesbergpark gepflanzten Rosen konzentrieren sich auf das passend benannte Tal der Rosen.
Blick vom Tal der Rosen zum Killesbergturm
Pergola im Tal der Rosen auf dem Stuttgarter Killesberg
Steinbruchwand (Schilfsandstein) und Teich im Tal der Rosen auf dem Stuttgarter Killesberg
Direkt oberhalb der harten und stabilen Schilfsandsteinwand beim Tal der Rosen fährt die Killesbergbahn, eine beliebte, 2,1 Kilometer lange Liliputbahn.
Seerosenteich im Tal der Rosen auf dem Stuttgarter Killesberg
Plastik, Teich und Steinbruchwand im Tal der Rosen auf dem Stuttgarter Killesberg

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