Dienstag, 21. April 2015

Jakobswege in der Region Stuttgart

Die im Mittelalter weit verbreitete Pilgerschaft zum Grab des Heiligen Jakob im nordspanischen Santiago de Compostela hat in den vergangenen Jahren in fast ganz Europa in moderner Form eine Wiederbelebung erfahren. In Anlehnung an die historisch belegten Routen der Jakobs-Pilger wurden Wanderwege beschildert, auf denen auch der moderne Mensch beliebig viele Kilometer in Richtung Santiago de Compostela wandern und damit vom Alltag ein wenig Abstand gewinnen kann.

Das Netz der modernen Jakobswege in Baden-Württemberg ist überdurchschnittlich dicht. Es ist so dicht und teilweise auch unübersichtlich, dass Jakobspilger aus den Nachbarstaaten darüber manchmal ein wenig verwirrt sind. Auch durch die Region Stuttgart ziehen sich Jakobswege.

Im heutigen Artikel in diesem Blog sollen die Jakobswege in der Region Stuttgart aufgelistet werden. Nach und nach sollen hier zudem Links zu den Artikeln in diesem Blog eingefügt werden, die einzelne Abschnitte der Jakobswege zum Inhalt haben. Dieser Artikel wird zudem in der rechten Spalte des Blogs verlinkt.


Durch die Region Stuttgart führen drei Jakobswege.

1. Jakobsweg von Rothenburg ob der Tauber nach Rottenburg am Neckar
Dieser Jakobsweg gehört zu den vier Hauptrouten der Jakobswege durch Baden-Württemberg. In Rothenburg ob der Tauber schließt dieser Jakobsweg an den Fränkisch-Schwäbischen Jakobsweg an. Die Fortsetzung bildet der Jakobsweg von Rottenburg am Neckar nach Thann (Elsaß). 

Dieser Jakobsweg erreicht die Region Stuttgart nordöstlich von Murrhardt (4. Etappe). Zwischen Altenried und Pliezhausen-Dörnach verlässt der Jakobsweg die Region Stuttgart in Richtung Tübingen (8. Etappe). 

Dieser Jakobsweg teilt sich innerhalb der Region Stuttgart in zwei Wegvarianten auf. Die Aufteilung erfolgt in Weinstadt-Endersbach. Die Zusammenführung der beiden Varianten ist nördlich von Neckartailfingen. Die Hauptroute führt über Esslingen, die Nebenroute über Plochingen. 

2. Göppinger Jakobsweg
Der Göppinger Jakobsweg ist eine Nebenroute der Jakobswege. Der Weg startet in Schwäbisch Gmünd-Bargau und schließt an einen Jakobsweg an, der vom Schwäbisch-Fränkischen Jakobsweg abzweigt. Der Göppinger Jakobsweg erreicht die Region Stuttgart zwischen Rechberg und Hohenstaufen (1. Etappe). In Wendlingen-Bodelshofen (3. Etappe) mündet der Göppinger Jakobsweg in die Nebenroute des Jakobswegs von Rothenburg nach Rottenburg.

3. Fränkisch-Schwäbischer Jakobsweg
Dieser Jakobsweg gehört zu den vier Hauptrouten der Jakobswege durch Baden-Württemberg. Der Weg verläuft von Würzburg über Rothenburg ob der Tauber nach Ulm.

Der Fränkisch-Schwäbische Jakobsweg verläuft nur auf einem kurzen Stück am Rand der Region Stuttgart, beim Böhmenkirch im Landkreis Göppingen.  

Bisherige Artikel in diesem Blog zu den Jakobswegen in der Region Stuttgart:
Jakobsweg von Weinstadt-Endersbach nach Esslingen im Post vom 11.09.2010
Auf dem Jakobsweg von Plochingen nach Wernau im Post vom 16.12.2009
Jakobsweg von Wernau nach Kirchheim unter Teck-Ötlingen im Post vom 07.04.2011
Jakobsweg von Kirchheim unter Teck-Ötlingen nach Frickenhausen im Post vom 23.08.2011
Jakobsweg von Frickenhausen nach Neckartailfingen im Post vom 30.08.2014

Göppinger Jakobsweg von Hohenstaufen nach Göppingen im Post vom 17.10.2015


Wander- und Freizeitkarten des Landesamts für Geoinformation und Landentwicklung, die Teilstrecken der Jakobswege enthalten und die in diesem Blog bereits besprochen worden sind:
 
Freizeitkarte 1:50.000 F518 Schwäbisch-Fränkischer Wald, ISBN 978-3-86398-394-9, 4. Auflage 2016 im Post vom 28.01.2017     
Die Jakobswege in der Region Stuttgart sind einheitlich mit dem Wegzeichen "Gelbes Strahlenbündel auf blauem Grund" gekennzeichnet. Im Gegensatz zu allen anderen Wanderwegmarkierungen geht die Wegrichtung beim Jakobswegzeichen nicht aus irgendeinem Richtungspfeil hervor. Vielmehr zeigt das Zeichen selbst die Wegrichtung an. Der Fokus des Strahlenbündels zeigt in die Wegrichtung. Hier im Bild ist die Wegrichtung somit nach links. Im Gegensatz zu den meisten anderen Wanderwegen sind Jakobswege nur in einer Richtung - der Richtung Santiago de Compostela - markiert und beschildert.
Eine Beschilderung mit der Angabe der nächsten Ziele und der Entfernungen ist bei den Jakobswegen nur ganz vereinzelt und nur in großen Abständen vorhanden.
 

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