Sonntag, 2. August 2015

Zu den Göppinger Filsterrassen

Die Fils fließt durch Göppingen, ohne dass der Fluss und die Stadt irgendetwas miteinander zu tun hätten. Das will man nach und nach ändern. Im Rahmen einer ersten Maßnahme der Flussrenaturierung und der Zugänglichmachung wurden nun in Göppingen die Filsterrassen angelegt.

Das vom Verband Region Stuttgart im Rahmen des Vorhabens Landschaftspark Region Stuttgart (Untervorhaben Landschaftspark Fils) kofinanzierte Projekt wurde im Mai 2014 eröffnet. Auf einer Länge von 200 Metern ist das orographisch linke Ufer der Fils auf Höhe der ehemaligen Sprudelfabrik und in der Nähe des Klinikums Christophsbad wieder zugänglich. Das gegenüberliegende Ufer ist mit Industrieanlagen besetzt. Dieses Ufer ist nicht zugänglich, weshalb sich dort die Flora und Fauna am Filsufer ungestört entwickeln kann. 


Das neu zugängliche Ufer der Fils erhielt sechs hölzerne Sonnendecks in Nierenform, einen asphaltierten Geh- und Radweg, Sitzbänke, einen Kiespfad, eine Baumallee und eine terrassierte Uferböschung. Früher war dort eine Betonmauer. Sieben Jahre waren für die Planungen und den Grunderwerb zur Flussaufweitung erforderlich. Die Filsterrassen kosteten 900.000 Euro. Davon wurde die Hälfte über Zuschüsse vom Verband Region Stuttgart und vom Land finanziert. Geplant ist eine Fortsetzung der Renaturierung der Fils flussaufwärts in Richtung Göppinger Innenstadt.     
   
Wie kommt man hin?
Die Fils fließt unmittelbar südlich des Bahnhofs von Göppingen. Die Filsterrassen befinden vom Bahnhof aus gesehen flussabwärts (Richtung Westen).

Beim Bahnhof überquert man die gesamten Bahnanlagen und die angrenzende Fils mit Hilfe der großen Fußgängerbrücke. Gleich nach dem Überqueren der Fils steigt man auf Treppen zum orographisch linken Filsufer ab. Diesem Ufer folgt man nun flussabwärts, zunächst im Verlauf einer Hauptstraße, dann auf einem Weg und im Verlauf einer Nebenstraße. Ca. 900 Meter ab dem Bahnhof kommt man zu den Filsterrassen.   


Mehr zu Göppingen in diesem Blog:
Der neu gestaltete Schlossplatz in Göppingen im Post vom 28.11.2014
Durch die Fußgängerzone von Göppingen im Post vom 29.05.2010

Die Göppinger Filsterrassen sind ein Projekt im Rahmen des vom Verband Region Stuttgart kofinanzierten Vorhabens Landschaftspark Region Stuttgart mit dem Vorhabenteil Landschaftspark Fils. 
Blick flussabwärts auf die am orographisch linken Flussufer gelegenen Filsterrassen
Ein asphaltierter Geh- und Radweg sowie ein gekiester Pfad führen im oberen Bereich der Filsterrassen entlang.
Am Ufer der Fils finden sich die sogenannten Sonnendecks, das sind Plattformen aus Holz.
Blick auf die Sonnendecks, die Terrassen und die Treppenstufen im Bereich der Filsterrassen in Göppingen
Dieses Bild zeigt nicht die Filsterrassen in Göppingen, sondern die Eisbachwelle am Rand des Englischen Gartens in München. Es gab vor kurzem einen Vorschlag, in der Fils bei den Filsterrassen ebenfalls eine solche Welle zu errichten, auf der dann gesurft werden kann. Der Vorschlag wurde von den offiziellen Stellen als nicht praktikabel empfunden. Denn die Fils führt zuweilen wesentlich weniger Wasser als der Eisbach in München. Und nur ca. 100 Meter filsabwärts von den Filsterrassen befindet sich ein Wehr, das eine Gefahr für die Surfer darstellen könnte. Die Eisbachwelle in München hat sich jedenfalls zu einer Top-Attraktion gemausert. Bei gutem Wetter beobachten hunderte Zuschauer die spektakulären Aktionen der Surfer.

Kommentare:

  1. Da ich seit einiger Zeit öfter nach Göppingen komme, ist dieser Post für mich besonders interessant. Vielen Dank!

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  2. Als "alter Göppinger" muss ich mir das bei nächster Gelegenheit anschauen.

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