Sonntag, 27. September 2015

Durch die Altstadt von Besigheim, Teil 1

Besigheim liegt im Landkreis Ludwigsburg an der Mündung der Enz in den Neckar. Gemäß Eigenwerbung ist Besigheim der schönste Weinort Deutschlands. Die Stadt beruft sich hierbei auf eine Sendung des MDR aus dem Jahr 2010, in der die Zuschauer Besigheim zum schönsten Weinort gekürt haben.

Außer dem Weinbau ist Besigheim auch wegen seiner historischen Altstadt bekannt. Beeindruckend ist die Stadtsilhouette der auf einem Bergsporn zwischen Enz und Neckar gelegenen Altstadt, die über zahlreiche Fachwerkhäuser und Reste der ehemaligen Stadtbefestigung verfügt. 

Wir wollen in diesem Blog in drei aufeinanderfolgenden Posts durch die Altstadt von Besigheim gehen. Hierbei halten wir uns mit kleineren Abweichungen an den offiziellen Historischen Stadtrundgang. Eine Broschüre zum Historischen Stadtrundgang ist unter anderem bei der Stadtinformation am Marktplatz zu erhalten. Alle Sehenswürdigkeiten verfügen vor Ort über eine Informationstafel.


Wie kommt man hin?
Der Bahnhof von Besigheim liegt an der Bahnlinie Stuttgart-Heilbronn. Mindestens einmal pro Stunde, oft aber mehrmals, halten Regionalzüge im Bahnhof Besigheim.

Auf dem Bahnhofsvorplatz geht man wenige Meter nach rechts und folgt dann der Bahnhofstraße nach links. Immer geradeausgehend erreicht man die Enzbrücke. Die Entfernung vom Bahnhof bis zur Enzbrücke ist ca. 400 Meter. 

In der Altstadt von Besigheim unterwegs
Auf der Altstadtseite der Enzbrücke folgt man der Hauptstraße nach links aufwärts und kommt zum Standort des ehemaligen Aipertors. Man folgt weiter der Hauptstraße und erreicht am nördlichen Rand der Altstadt den markanten Waldhornturm. Auf der gegenüberliegenden Seite der Hauptstraße befindet sich die Stadthalle Alte Kelter. Nun steigt man nördlich des Gebäudes hinab zur Vorstadt und trifft gleich auf den Pulverturm.

Man folgt nun der Straße Vorstadt nach links (enzaufwärts). Fast gegenüber dem Pulverturm kommt man an einem Wengerterhaus vorbei. Auf der linken Straßenseite befindet sich im weiteren Verlauf ein Backhaus. Bei nächster Gelegenheit biegt man nach rechts ab und kommt an der Badstube vorbei. Nach dem Umbau 2005 ist die Badstube wieder öffentlich zugänglich. Ich fand sie allerdings geschlossen vor. Über Öffnungszeiten ist nichts bekannt. Man kommt zum Fußweg entlang der Enz an der äußeren Stadtmauer. Enzaufwärtsgehend unterquert man die schon bekannte Enzbrücke und steigt dahinter zur Brücke hinauf.

Hier geht es im folgenden Post in diesem Blog weiter.

Besigheim ist ein Fachwerkort an der Deutschen Fachwerkstraße. Hier gibt es eine Übersicht über die Deutsche Fachwerkstraße in der Region Stuttgart. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Fachwerkorten befassen, verlinkt.        

Blick von der Enzbrücke auf einen Teil der Altstadt von Besigheim: Rechts der Bildmitte dominiert das Rathaus die Ansicht.
An knapp 30 Sehenswürdigkeiten in der Altstadt von Besigheim befinden sich Informationstafeln, die mit drei Sprachen aufwarten.
An dieser Stelle in der Hauptstraße von Besigheim stand das Aipertor mit dem Aiperturm der Stadtbefestigung, kenntlich gemacht durch die großen Platten im Gehweg. Tor und Turm wurden im Jahr 1871 zur Verbesserung der Stadtdurchfahrt abgebrochen.   
Der Waldhornturm war ein Teil der ehemaligen Unteren Burg. Er wurde 1220 von Markgraf Hermann von Baden erbaut. Der ursprüngliche Zugang befand sich im 3. Stock. Die Außenmauer ist aus Buckelquadern aufgebaut, typisch für die Stauferzeit.
Die Stadthalle Alte Kelter war ein Wirtschaftsgebäude der Unteren Burg in Besigheim. Sie wurde 1591 erbaut. Im Jahr 1976 endete die Nutzung als Kelter. Im Jahr 1989 wurde die jetzige Stadthalle eingeweiht.
Der Pulverturm war der nordwestliche Eckturm der ehemaligen inneren, um 1220 errichteten Stadtmauer. Im Turm wurde angeblich Pulver gelagert.
Dies ist ein typisches Besigheimer Weingärterhaus. Es befindet sich in der sogenannten Vorstadt, dem Gebiet zwischen der inneren und der äußeren Stadtmauer. Erbaut wurde das Gebäude im 16./17. Jahrhundert.
Eines von drei Backhäusern in der Altstadt von Besigheim. Dieses Backhaus wurde 1820 erbaut. Es ist heute noch in Betrieb.
An der äußeren Stadtmauer bei der Enz in Besigheim
Im Gebäude im Hintergrund befindet sich die Badstube. Sie wurde im frühen 15. Jahrhundert erbaut und war bis 1654 in Betrieb. Sie dem Jahr 2005 ist die Badstube wieder öffentlich zugänglich.

1 Kommentar:

  1. Besigheim ist wirklich sehr schön! Im Mai habe ich mich dort mit ein paar Freunden getroffen. Obwohl es nur der eine Abend war, hat es sich fast wie ein Kurzurlaub angefühlt. Es ist auf jeden Fall ein Ort, den ich gerne wieder besuchen möchte.
    (Mein Bericht mit Fotos ist hier: http://librarianwithsecrets.blogspot.de/2015/05/almost-mini-holiday.html)

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