Sonntag, 11. Oktober 2015

Streuobsterlebnisweg Gültstein im Streuobsterlebnis Herrenberg

Herrenberg mit seiner Gemeindefläche hat Anteil am größten Streuobstwiesengebiet Europas. Im Jahr 2015 wurden bei Herrenberg sechs Streuobsterlebniswege eröffnet. Das Projekt wurde durch die Stadt Herrenberg und Plenum Heckengäu finanziert. Beteiligt waren zahlreiche Privatpersonen und Institutionen. 

Einer der sechs Streuobsterlebniswege verläuft von Herrenberg-Gültstein bis zum Bäderzentrum Herrenberg bzw. zum Waldfriedhof Herrenberg. Der Streuobsterlebnisweg Gültstein hat das Motto "Streuobstland in Kinderhand". Der Weg bietet unter anderem kindgerecht aufbereitete Informationen zum Thema Streuobstanbau. Auch für Erwachsene ist der Weg jedoch sehr interessant. 

Leider kann man mit der Kommunikation in Bezug auf die Markierung und Beschilderung des Wegs nicht zufrieden sein. In der Internetseite und auf den Karten vor Ort wird der Eindruck erweckt, dass der Weg beim Bahnhof Gültstein bzw. beim Bäderzentrum Herrenberg bzw. beim Waldfriedhof Herrenberg beginnt. Das ist nicht der Fall. Man wird an diesen Startpunkten keinerlei Infos oder Beschilderungen zum Weg finden. Der Weg beginnt erst bei der ersten Infotafel irgendwo mitten in der Landschaft. Die Erlebniswege im Rahmen des Streuobsterlebnis Herrenberg reihen sich damit nahtlos in eine Vielzahl ähnlicher Projekte ein, die alle dadurch charakterisiert sind, dass sie zwar gut gemeint, aber in der Praxis grottenschlecht umgesetzt sind. Fast tragisch mutet es da an, wenn später die Verantwortlichen über ausbleibende Besucher klagen.


Wie kommt man hin?
Startpunkt der hier beschriebenen Wegvariante ist der Haltepunkt Gültstein an der Ammertalbahn. Die Ammertalbahn fährt von Herrenberg nach Tübingen. Herrenberg ist mit der S1 und Regionalzügen ab Stuttgart erreichbar. Wenn man von Herrenberg nach Gültstein fährt, befindet man sich noch innerhalb des VVS-Gebiets.

Am Haltepunkt Gültstein geht man dem Bahnsteig entlang bis zum Bahnsteigende auf der Seite Tübingen des Haltepunkts. Dort quert man das Gleis der Bahn mit Hilfe eines Bahnübergangs, der nur für Fußgänger da ist. Dahinter folgt man einem Fußweg innerhalb des bebauten Gebiets, der in die Rigipsstraße mündet. Man folgt dieser Straße weiter geradeaus. Am Ende der Rigipsstraße biegt man nach links in die Heerstraße ab, die auf freies Feld führt. Bei der Einmündung der Heerstraße in die Schlossstraße trifft man auf die erste Infotafel des Streuobsterlebniswegs Gültstein. Die Karten erlauben es, sich den weiteren Wegverlauf einzuprägen. Die Entfernung vom Haltepunkt Gültstein bis zur ersten Infotafel ist ca. 600 Meter.

Die letzte Infotafel des Streuobsterlebniswegs Gültstein befindet sich am Ortsrand von Herrenberg beim Ziegelfeldweg. Hier wendet man sich nach links und folgt zunächt einem Fußweg und später der Beethovenstraße bis zur B 28 (Tübinger Straße). Man unterquert die Bundesstraße in einer Fußgängerunterführung. Dahinter kommt man zum Bäderzentrum Herrenberg. Man folgt der Marienstraße, die sich nach rechts wendet und später wieder auf die B 28 stößt. Man folgt der B 28 nach links bis zur zentralen Straßenkreuzung Herrenbergs am Rand der Altstadt. Die Fußgängerunterführung führt auf die andere Straßenseite. Hier folgt man der Bahnhofstraße bis zum Bahnhof Herrenberg. Die Entfernung von der letzten Infotafel bis zum Bahnhof Herrenberg ist ca. 2,3 Kilometer.    

Im Verlauf des Streuobsterlebniswegs Gültstein unterwegs
Der Weg ist mit Holzpfosten beschildert. Auf einer Brücke überquert der Weg die B 28 und kommt in die Nähe der Autobahn A 81, ohne sie allerdings zu über- oder unterqueren.Es geht ausschließlich über asphaltierte Wege.

Die Weglänge des eigentlichen, beschilderten Streuobstwiesenerlebniswegs Gültstein ist ca. 2,5 Kilometer.      


streuobsterlebnis.mitmachstadt-herrenberg.de

Siehe auch:
Fachwerkpfad in Herrenberg im Post vom 28.04.2013 in diesem Blog

Infotafel mit Karten am Beginn/Ende des Streuobsterlebniswegs Gültstein
Der Streuobsterlebnisweg Gültstein ist mit diesen Holzpfosten beschildert.
Im Verlauf des Streuobsterlebniswegs Gültstein befinden sich zahlreiche Informationstafeln.
Streuobstwiese mit jungen Bäumen in der Nähe eines Gewerbegebiets bei Herrenberg-Gültstein
Im Streuobstwiesengebiet Herrenberg mit Infotafeln für Kinder
Von den Streuobstwiesen bei Gültstein geht der Blick bis zur Schwäbischen Alb.
Sogenanntes Hutnerhäusle im Streuobstwiesengebiet Herrenberg: Hier war ein Wärter stationiert, der das Stehlen von Obst unterbinden sollte.
Blick vom Streuobstwiesengebiet Herrenberg zur Stiftskirche von Herrenberg

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