Sonntag, 20. Dezember 2015

Die neue Fußgängerbrücke, das Demmler-Denkmal und die neue Amphibienschutzanlage beim Schattengrund in Stuttgarts Glemswald

Beim Schattengrund im Stuttgarter Glemswald wurde im November 2015 eine neue Fußgängerbrücke über die Magstadter Straße fertiggestellt. Noch bis Februar 2016 laufen bei der anschließenden Mahdentalstraße zudem die Arbeiten für die neue Amphibienschutzanlage Schattengrund. 

Das kann Anlass sein, dem Waldgebiet beim Schattengrund mal wieder einen Besuch abzustatten. Bei dieser Gelegenheit kann man auch gleich das nahe Demmler-Denkmal aufsuchen. Dort hat die EnBW im Jahr 2010 eine Infotafel aufgestellt. Hier in diesem Blog sind wir Anfang 2010 schon einmal am Demmler-Denkmal vorbeigewandert (Post vom 24.02.2010, Entlang des historischen Wasserkanals zum Neuen See bei den Parkseen). Damals war die Infotafel noch nicht vorhanden, so dass die Bedeutung des Denkmals noch nicht klar war.

Der Schattengrund befindet sich am Rand des Naturschutzgebiets "Rotwildpark bei Stuttgart". Der nachfolgende Spaziergang verläuft innerhalb des Naturschutzgebiets. Hier gibt es eine Übersicht über die Stuttgarter Naturschutzgebiete, von der aus alle Artikel in diesem Blog zu den Stuttgarter Naturschutzgebieten verlinkt sind.


Wie kommt man hin?
Vom Stuttgarter Schattenring (Wildparkstraße) fährt man auf der Magstadter Straße in Richtung Büsnau. Bei der Einmündung Magstadter Straße / Büsnauer Straße / Mahdentalstraße befindet sich eine Kreisverkehrsanlage. Der Parkplatz Schattengrund wird direkt aus der Kreisverkehrsanlage angefahren.

Die Buslinie 92 Heslach (Vogelrain) - Universität - Leonberg hat eine Haltestelle direkt beim Schattengrund (Haltestelle Schattengrund).

Beim Schattengrund unterwegs
Als erstes könnte man die neue Amphibienschutzanlage Schattengrund besichtigen. Hierzu geht man vom Parkplatz Schattengrund wenige Meter zur Kreisverkehrsanlage, die man allerdings nicht überquert. Man geht nach rechts und ein paar Meter auf dem Waldweg neben dem Forsthaus nach oben. Von hier hat man einen guten Blick auf die Anlage neben der Mahdentalstraße. 

Man geht zurück zum Parkplatz und unternimmt nun einen kleinen Rundkurs durch den Wald beidseits der Magstadter Straße. Vom Parkplatz geht man im Verlauf des Forstwegs nach oben und kommt nach wenigen hundert Metern zum Neuen See, einem der drei Parkseen. Hier könnte man einen Abstecher nach links zum beliebten Ausflussziel Bärenschlössle einbauen.

Ansonsten geht man hier nach rechts und überquert den großen Erddamm, der das Wasser der jungen Glems aufstaut und den Neuen See bildet. Am anderen Ende des Erddamms hält man sich rechts und folgt dem Wasserkanal bis zur Magstadter Straße.

Nun muss man die Magstadter Straße überqueren. Das ist zulässig, aber zuweilen schwierig. Die Magstadter Straße ist zu bestimmten Zeiten sehr stark befahren. Die Autos dürfen hier nur max. 50 km/h fahren, aber nicht jeder Autofahrer hält sich daran. Beim Überqueren der Magstadter Straße ist äußerste Vorsicht geboten. Wenn das Überqueren wegen des starken Verkehrs nicht möglich sein sollte, geht man auf demselben Weg zurück zum Wanderparkplatz und dann weiter wie unten beschrieben. Vielleicht erbarmt sich irgendwann einmal das Regierungspräsidium Stuttgart und baut an dieser Querungsstelle der Magstadter Straße eine Fußgängerschutzinsel.

Hat man die Querung der Magstadter Straße geschafft, hält man sich auf der anderen Straßenseite an den nach rechts führenden Weg. Nach wenigen Metern kommt man zum Demmler-Denkmal. Hier sieht man auch wieder den Wasserkanal, der Wasser aus dem Esslinger Spitalwald zu den Parkseen führt. Man folgt dem Weg weiter und biegt bei erster Gelegenheit scharf nach rechts ab. Über die neue Fußgängerbrücke erreicht man wieder den Parkplatz Schattengrund. 

Der kleine Rundkurs ist ca. 0,9 Kilometer lang.

Wenn die Querung der Magstadter Straße nicht möglich war und man deshalb zum Parkplatz zurückgegangen ist, nimmt man nun den zweiten Teil des Spaziergangs direkt vom Parkplatz aus in Angriff. Man überquert die Magstadter Straße auf der neuen Fußgängerbrücke und biegt auf der anderen Straßenseite bei erster Gelegenheit scharf nach links ab. Man folgt dem Waldweg neben dem Wasserkanal und kommt bald zum Demmler-Denkmal. Auf demselben Weg geht es zurück zum Parkplatz  

Hier gibt es eine Übersicht über den Stadtbezirk Stuttgart-West. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Stadtbezirk Stuttgart-West befassen, verlinkt.

Blick auf die neue Amphibienschutzanlage entlang der Mahdentalstraße beim Schattengrund im Stuttgarter Glemswald. Die Frösche, die im Frühjahr vom Wald (rechts) zu den Teichen im Glemstal (links außerhalb des Bilds) gehen wollen, können die glatte Betonwand der neuen Schutzanlage nicht überwinden. Sie gehen deshalb an der Betonwand entlang und schließlich durch einen von mehreren Tunneln unter der Mahdentalstraße hindurch.
Blick auf den großen Erddamm, der der Wasser der jungen Glems zum Neuen See staut.
Blick auf den Neuen See, einem der drei Stuttgarter Parkseen im Glemswald
Vom Neuen See geht es entlang eines historischen Wasserkanals zur Magstadter Straße.
Das Demmler-Denkmal erinnert an den tragischen Todesfall des 13jährigen Veit Demmler im Jahr 1621.
Inschrift beim Demmler-Denkmal: Das Denkmal befindet sich auf dem Grund und Boden der EnBW, die für die Stuttgarter Parkseen einschließlich des damit verbundenen Wasserregimes zuständig ist. Eine von der EnBW aufgestellte Infotafel erläutert ausführlich das Denkmal.
Der obere Teil des Demmler-Denkmals besteht aus Voluten mit Engelsköpfen und einer abschließenden Spitze.
Elegant überspannt der neue Fußgängersteg aus Stahlbeton die Magstadter Straße beim Schattengrund. Diese neue, im November 2015 eröffnete Fußgängerbrücke ersetzt eine aus Holz erbaute Vorgängerbrücke, die wegen Baufälligkeit seit dem Jahr 2010 gesperrt war.
Blick von der neue Fußgängerbrücke beim Schattengrund auf die hier zu einem kleinen See aufgestaute junge Glems. Ein Graureiher hofft auf Beute.
Blick von der neuen Fußgängerbrücke beim Schattengrund auf die Kreisverkehrsanlage: Dahinter sieht man die zum Aufnahmezeitpunkt gerade trockengelegten Teiche im Mahdental.

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