Mittwoch, 24. Februar 2016

Remstal Gartenschau 2019 bringt Weltklasse-Wanderwegenetz in die Region Stuttgart


Die im Jahr 2019 geplante Landesgartenschau im Remstal wird eine besondere Gartenschau werden. Diese Gartenschau wird sich nicht über ein Gebiet innerhalb einer einzigen Gemeinde erstrecken. Vielmehr werden 16 Kommunen auf einer Flusslänge von 80 Kilometern mit jeweils eigenen Flächen an der Gartenschau beteiligt sein. Die Remstal Gartenschau 2019 wird auch die erste "erwanderbare" Gartenschau Deutschlands werden.

Im Rahmen der Remstal Gartenschau 2019 soll ein 1.200 Kilometer langes interkommunales Wanderwegenetz entstehen. Das heute bereits vorhandene Grundwegenetz soll optimiert werden. Die Gartenschauflächen 2019 sollen an das Grundwegenetz angebunden werden. Die Machbarkeit eines zusammenhängenden Gartenschauwanderwegs soll geprüft werden. Es sollen neue thematische Rund- und Streckenwege gemäß den Kriterien des Deutschen Wanderverbands eingerichtet werden. Die Beschilderung der Wanderwege soll nach dem einheitlichen Beschilderungskonzept, das für die Schwäbische Alb entwickelt worden ist, ausgeführt werden. Mit der Detailplanung einer Konzeption für das interkommunale Wanderwegenetz wurde die AubE Tourismusberatung beauftragt. Die Auftakt-Informationsveranstaltung war am 01.02.2016.


Damit kommt jetzt das Markierungs- und Beschilderungskonzept für Wanderwege, das bisher nur in den Top-Tourismusdestinationen Schwarzwald, Schwäbische Alb, Allgäu, Österreich, Schweiz usw. zu sehen war, auch in die Region Stuttgart. Dies ist ein wichtiger Schritt hin zu einer einheitlichen Markierung und Beschilderung aller Wanderwege in Baden-Württemberg - ein Qualitätsstandard, den es bei den Radwegen und selbstverständlich beim Kfz-Verkehr schon längst gibt.

Die neue Wanderwegekonzeption Schwäbische Alb wurde im Jahr 2011 vorgestellt und im Jahr 2013 in der Pilotregion Donau-Heuberg umgesetzt. Bereits im Jahr 2012 wurde der Gustav-Ströhmfeld-Weg zwischen Metzingen und Neuffen (zum Teil in der Region Stuttgart) mit der neuen Wanderwegebeschilderung ausgerüstet. Seither beteiligen sich immer mehr Landkreise, Gemeinden, Großschutzgebiete und Fremdenverkehrsverbände im Bereich Schwäbische Alb an der Umsetzung der neuen Wanderwegekonzeption. So wurde die neue Wanderwegebeschilderung im Jahr 2015 im gesamten Landkreis Sigmaringen und in vielen Gemeinden des Zollernalbkreises eingeführt. Im Jahr 2016 wird der Alb-Donau-Kreis seine Wanderwege neu konzipieren. Auch weitere Gemeinden des Zollernalbkreises werden im Jahr 2016 an der Reihe sein. Im Jahr 2016 soll auch der Weitwanderweg Albsteig, der von Donauwörth bis Tuttlingen führt, neu beschildert werden. Das betrifft zu einem kleinen Teil auch die Region Stuttgart. Hierzu müssen über 500 Stahlpfosten im Streckenverlauf gesetzt werden. Das ist ein unglaubliches Angebot für den Wandertourismus und ein Katapultieren des baden-württembergischen Wandertourismus an die Weltspitze.

Die neue Wanderwegekonzeption Schwäbische Alb sieht freistehende Wegweiser in gelber Farbe für das Grundwegenetz einschließlich der Weitwanderwege vor. Die örtlichen Rundwanderwege werden mit kleineren, grünen Wegweisern bezeichnet. Für jede Wegrichtung gibt es mindestens ein Wegweiserblatt.

Die Wegweiser zeigen im Zielfeld die nächsten Ziele mit den Entfernungen und touristischen Piktogrammen (z.B. Haltestelle, Aussichtspunkt). In der Pfeilspitze der Wegweiser ist das Wegzeichen angegeben, dem bis zum nächsten Wegweiserstandort zu folgen ist. Im Schilderrücken der Wegweiser sind das bzw. die Wegzeichen, der Wegname und der Name der Betreiber und Zuwendungsgeber der Wanderwegbeschilderung angegeben (z.B. Schwäbischer Albverein, Remstal-Gartenschau usw.). Unten am Wegweisermast befindet sich das Standortfeld. Es zeigt den Namen und die Höhe des Standorts, die UTM-Daten sowie ggf. das Wappen und den Namen der Standortgemeinde.

Der Vollständigkeit halber fügen wir noch an, dass es auch im Landkreis Ludwigsburg Aktivitäten zur Einrichtung der neuen Wanderwegekonzeption gibt. Zudem gibt es im Schwäbisch-Fränkischen Wald zwei Pilotgemeinden (Alfdorf und Welzheim), die die neue Wanderwegekonzeption bereits eingerichtet haben. 

Website der Remstal Gartenschau 2019:
www.remstal2019.de

Website der AubE Tourismusberatung:
www.aube-umweltakademie.de  
      
Wegweiserstandort im Rahmen der neuen Wanderwegekonzeption Schwäbische Alb mit gelben Wegweisern für das Grundwegenetz einschließlich der Weitwanderwege und grünen Wegweisern für die örtlichen Rundwanderwege
Im Zielfeld der Wanderwegweiser werden die nächsten Ziele mit den Entfernungen angezeigt. Neben den Zielnamen finden sich zum Teil touristische Piktogramme (z.B. Aussichtspunkt, Haltestelle).
In der Pfeilspitze der Wegweiser wird das Wegzeichen angegeben, dem bis zum nächsten Wegweiserstandort zu folgen ist.
Im Schilderrücken der Wegweiser werden das Wegzeichen, der Wegname sowie das Logo und der Name des Wegbetreibers angegeben.
Unten am Mast eines jeden Wegweiserstandorts befindet sich das Standortfeld. Es zeigt den Namen und die Höhe des Standorts, die UTM-Daten sowie den Namen und das Wappen der Standortgemeinde bzw. das Logo und den Namen eines Großschutzgebiets, das die Wanderwegekonzeption bezuschusst hat.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen