Montag, 18. April 2016

Naturschutzgebiet Eichenhain bei Stuttgart-Sillenbuch

Der Eichenhain ist eines von sieben Naturschutzgebieten in Stuttgart. Gemäß dem Text auf den Informationstafeln am Rand des Gebiets ist der Eichenhain die größte und schönste Heidefläche in Stuttgart.

Der Eichenhain wurde zum ersten Mal im Jahr 1958 mit einer Fläche von 33,7 Hektar als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Im Jahr 1994 wurde die Verordnung erneuert. Die Fläche stieg leicht auf 34,2 Hektar.

Der Eichenhain war früher ein Weidewald (auch Hudewald genannt). Daher kommt der lichte, parkartige Baumbestand und die hauptsächliche Baumart Eiche. Am Boden erstrecken sich Magerrasenflächen. Rund um das Gebiet verläuft eine unter König Wilhelm I. gepflanzte Hainbuchenhecke.

Das Naturschutzgebiet Eichenhain ist keine Wildnis. Um den schutzwürdigen Zustand des Gebiets zu erhalten, ist eine regelmäßige Pflege notwendig. Das Gebiet wird einmal jährlich von einer Schafherde beweidet. Die als erste Stufe einer Sukzession in Richtung Wald aufkommenden Schlehendickichte müssen immer wieder gestutzt werden. Abgegangene Eichen müssen durch Neupflanzungen ersetzt werden.


Das Gebiet befindet sich unmittelbar am Ortsrand von S-Sillenbuch und ist ein sehr beliebtes Ziel für Spaziergänger, für Jogger und für Hundehalter. Das Wegenetz darf man nicht verlassen.

Wie kommt man hin?
Mit der Stadtbahnlinie U7 fährt man nach Sillenbuch bis zur Haltestelle "Sillenbuch". Man verlässt die U-Haltestelle auf der Seite Fernsehturm. An der Oberfläche wendet man sich gleich nach links in die Kleinhohenheimer Straße und folgt ihr bis zum Ende bei der Walter-Flex-Straße. Dort führt ein Fußweg geradeaus weiter. Am Ende der Bebauung stößt man auf das Naturschutzgebiet Eichenhain. Die Entfernung von der U-Haltestelle Sillenbuch bis zum Eichenhain ist ca. 550 Meter.

Im Gebiet unterwegs
An allen Eingängen in das Naturschutzgebiet befinden sich Informationstafeln. Sie zeigen auch ein Luftbild des Gebiets mit dem zugelassenen Wegenetz. Im Wesentlichen gibt es zwei Wege. Am Ostrand bzw. oberen Rand des Gebiets führt ein breiter, gut ausgebauter Fußweg entlang. Weiter westlich und etwas tiefer gelegen gibt es einen Pfad, der Hangkantenweg genannt wird. Den steilen Hang unterhalb des Hangkantenwegs darf man nicht betreten. Die beiden Wege erlauben es, einen oder zwei Rundgänge im Gebiet zu unternehmen. Der Hangkantenweg ist bei Nässig matschig. Die Nord-Süd-Ausdehnung des Naturschutzgebiets beträgt ca. 1,5 Kilometer

Hier gibt es eine Übersicht über die Stuttgarter Naturschutzgebiete. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Naturschutzgebieten in Stuttgart beschäftigen, verlinkt.       


An den Eingängen zum Naturschutzgebiet Eichenhain befinden sich Informationstafeln.
Knorrige Eichen sind das Markenzeichen des Naturschutzgebiets Eichenhain.
Totholz wird im Eichenhain wenn möglich stehengelassen.
Blick vom Naturschutzgebiet Eichenhain in Richtung Westen über das Tal des Kleinhohenheimer Bachs hinweg auf Stuttgart-Schönberg.
Idylle im Naturschutzgebiet Eichenhain bei Stuttgart-Sillenbuch: Die Magerrasenflächen werden regelmäßig von Schafen beweidet.
Der Hangkantenweg - ein Pfad - führt durch das Naturschutzgebiet Eichenhain.

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