Samstag, 21. Oktober 2017

Die Reste der römischen Villa Rustica bei Kernen-Rommelshausen

Südlich von Kernen-Rommelshausen wurden in den Jahren 1971/74 die Reste einer römischen Villa Rustica (wieder)entdeckt.

Die Reste wurden ausgegraben, konserviert und zum Teil restauriert. Sie können heute besichtigt werden. Bei der Ausgrabungsstätte, die man direkt nicht betreten darf, befindet sich eine Infotafel.

Gemäß der Infotafel, die bereits ein wenig verblasst ist, ist das sichtbare Mauerwerk Teil des Hauptgebäudes eines römischen Gutshofs. Das Alter des Gutshofs beträgt ca. 1800 Jahre (2. Jahrhundert n.Chr.). Der Gutshof bestand aus mehreren Gebäude und war von einer 0,9 Meter dicken Umfassungmauer umgeben. Das Hauptgebäude befindet sich im Zentrum der Anlage. Seine Maße betrugen 21 Meter x 13 Meter. Nur der Keller des Hauptgebäudes und der beheizbare Eckrisalit wurden restauriert. 

Weitere Gebäude, deren Position man kennt, sind drei Nebengebäude, die in den Ecken der Umfassungsmauer liegen. Ein fünftes Gebäude befindet sich außerhalb der ummauerten Anlage. Die Umfassungsmauer hatte die Maße 95 Meter x 72 Meter. 

Montag, 16. Oktober 2017

Blick von der Balustrade des Wilhelmspalais in Stuttgart

Bei einer sogenannten Architektur-Preview konnte die Öffentlichkeit vom 16. bis 24. September 2017 das grundlegend umgebaute Wilhelmspalais am Stuttgarter Charlottenplatz besichtigen, bevor in diesem Gebäude die Hauptstelle des Stuttgarter Stadtmuseums eingerichtet wird.

Hierbei war auch die Balustrade des Gebäudes zugänglich, die sich auf einem Vorbau vor dem Mittelteil der zum Charlottenplatz zeigenden Fassade des Gebäudes befindet.

Das Wilhelmspalais wurde von Hofbaumeister Giovanni Salucci unter König Wilhelm I. von Württemberg 1836 - 1840 erbaut. Unter anderem diente es König Wilhelm II. bis zur seiner Abdankung im Jahr 1918 als Wohnsitz. Im Zweiten Weltkrieg brannte das Gebäude aus. In den Jahren 1961 - 1965 wurde die Fassade des Gebäudes annähernd wiederhergestellt. Das Innere wurde vollständig neu gestaltet und beherbergte die Zentrale Stadtbücherei. 

Mit dem Umzug der Stadtbibliothek in das Europaviertel im Jahr 2011 wurde der Weg frei, im Wilhelmspalais die Hauptstelle des Stuttgarter Stadtmuseums einzurichten. Der Planungsbeginn war im Jahr 2010, der Baubeginn im Jahr 2014. Die Fertigstellung des Hochbaus erfolgte im Juni 2017. Erneut wurde im Rahmen der Bauarbeiten das Gebäude vollständig entkernt und neu aufgebaut.

Die Eröffnung des neuen Stadtmuseums Stuttgart ist voraussichtlich im Frühjahr 2018. Ob dann die Balustrade des Wilhelmspalais dauerhaft zugänglich sein wird, ist noch nicht bekannt.

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Stauferstele in Markgröningen

Die Stauferstele in Markgröningen befindet sich am Fuß der Westseite (Turmseite) und am Eingang der Bartholomäuskirche.

Stauferstelen sind Gedenksteine, die vom Komitee der Stauferfreunde aufgestellt werden. Mit Stand September 2017 gibt es in der Region Stuttgart bereits elf Stauferstelen.

Stauferstelen werden an den wichtigsten Stauferstätten Europas aufgestellt. Die erste Stauferstele wurde im Jahr 2000 aufgestellt. Die Stauferstele in Markgröningen besteht seit dem Jahr 2012. Sie ist insgesamt die 15. Stauferstele.

Die Stauferstelen besitzen einen achteckigen Grundriss. Auf vier der acht Seitenflächen der Stele befinden sich Inschriften. Über den vier Inschriften ist jeweils ein Wappen eingemeißelt. Thema der Inschriften ist der Bezug des jeweiligen Ortes zu den Staufern. Den oberen Abschluss der Stele bildet ein die Reichskrone symbolisierendes goldenes Band.

Dies sind die vier Wappen auf der Markgröninger Stauferstele: Wappen des Reichs, Wappen von Markgröningen, Wappen der Grafen von Württemberg, Wappen der Reichssturmfahne.

Die Bezüge von Markgröningen zu den Staufern sind gemäß der Stauferstele wie folgt:

Freitag, 6. Oktober 2017

Remstal-Höhenweg von Schorndorf nach Winterbach

Im heutigen Post in diesem Blog gehen wir einen Abschnitt des Remstal-Höhenwegs von Schorndorf nach Winterbach

Der Remstal-Höhenweg führt mit einer Gesamtlänge von 226 Kilometern und 12 Tagesetappen über die Höhen beidseits des Remstals. Die heutige Wegstrecke ist ein Teil der elften Etappe des Weitwanderwegs.

Der Remstal-Höhenweg verläuft stets in einem gewissen Abstand zum Talboden des Remstals. Somit muss man von den Bahnhöfen der Remstalbahn erst mal eine gewisse Strecke zurücklegen, um auf den Weg zu treffen. Genauso verhält es sich beim Abweg. Die heutige Wanderung setzt sich somit aus drei Teilen zusammen:
  • Zuweg vom Bahnhof Schorndorf zum Remstal-Höhenweg, 2,0 Kilometer
  • Wanderung im Verlauf des Remstal-Höhenwegs, ca. 6,2 Kilometer
  • Abweg vom Remstal-Höhenweg zum Haltepunkt Winterbach, ca. 3,0 Kilometer
  • Summe: 11,2 Kilometer
Man folgt zum größeren Teil Feldwegen und Forstwegen. Einige kurze Abschnitte verlaufen auf Erdpfaden. 

Sonntag, 1. Oktober 2017

Aussicht vom Westturm der Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul in Weil der Stadt

Die Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul ist das dominierende Gebäude von Weil der Stadt. Die Kirche mit ihren drei Türmen überragt die Altstadt von Weil der Stadt beachtlich.

Auf dem Hauptturm, dem Westturm der Kirche, befindet sich eine Aussichtsplattform. Leider ist der Turm nur selten zugänglich. Im Jahr 2017 gab bzw. gibt es vier Tage, an denen man den Westturm der Kirche besteigen konnte bzw noch kann. Darunter war auch der 10.09.2017, der Tag des offenen Denkmals.

Die im Jahr 2017 noch verbleibenden Termine sind der 03.11., 10-22 Uhr und der 09.12. 14-18 Uhr. Es kann angenommen werden, dass auch in den kommenden Jahren an einzelnen Tagen eine Besteigung des Westturms der Kirche St. Peter und Paul in Weil der Stadt möglich sein wird.   

Von der Aussichtsplattform auf dem unteren der beiden Oktogone des Westturms der Katholischen Pfarrkirche St. Peter und Paul in Weil der Stadt hat man einen beeindruckenden Blick vor allem auf die Altstadt von Weil der Stadt mit ihren Türmen, historischen Gebäuden und Plätzen. Darüber hinaus blickt man auf die hügelige Gäulandschaft, die Weil der Stadt umgibt.

Dienstag, 26. September 2017

Historischer Stadtrundgang in Owen, Teil 2 von 2

Dies ist der zweite von zwei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog über den Historischen Stadtrundgang in Owen.

Im vorangegangenen Post gab es einige allgemeine Informationen zu diesem Rundgang. Wir sind im vorangegangenen Post auch schon im Verlauf des Rundgangs durch Owen gegangen und hierbei bis zur Station 10 gekommen. Heute setzen wir den Rundgang fort.

Gleich gegenüber der Station 10 befindet sich die Station 11, das Feuerwehr- und Bürgerschaftshaus mit der Adresse Rathausstraße 3.

Es geht nun die Teckstraße weiter aufwärts. Auf der linken Straßenseite sind die Häuser von Station 12, die älteste Häuserzeile Owens in der Teckstraße 17-19.

Samstag, 23. September 2017

Historischer Stadtrundgang in Owen, Teil 1 von 2

Der Historische Stadtrundgang in Owen umfasst 18 Stationen bei historischen Gebäuden und Mauern.

Owen ist eine Landstadt im Landkreis Esslingen am Fuß der Schwäbischen Alb im Lenninger Tal. Owen ist in der Region Stuttgart vor allem als Tor zur Esslinger Alb bekannt. Bekannte Ausflugsziele wie die Burg Teck, die Burgruine Neuffen, das Lenninger Tal, das Biosphärengebiet Schwäbische Alb und der Kurort Beuren sind von Owen aus zu erreichen.

Owen ist einer der ganz seltenen Orts- und Flurnamen, der bis heute seine mittelalterliche Schreibweise beibehalten hat (Owen = Auen). Man spricht wörtlich nicht "Owen", sondern "Auen".  

Der historische Stadtrundgang Owen wurde vom Alt-Owen Förderkreis e.V. und von der Stadt Owen errichtet. An jeder der 18 Stationen des Historischen Stadtrundgangs Owen befindet sich eine Infotafel. Die Qualität der Infotafeln sowie die Vollständigkeit der Tafeln sind überdurchschnittlich. Die Tafeln beinhalten unter anderem die Nummer der Station (1-18), den Titel der Station, die Örtlichkeit und einen ausführlichen Text.

Montag, 18. September 2017

Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle mit Berliner Platz und Platz der Deutschen Einheit

Das Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle in Stuttgart-Mitte besteht aus der Liederhalle und dem Erweiterungsbau des Kongresszentrums. Das Umfeld des Gebäudeensembles wurde mit der Umgestaltung des benachbarten Berliner Platzes sowie der Neuschaffung des Platzes der Deutschen Einheit aufgewertet.

Die Liederhalle wird zu den bedeutendsten Kulturbauten der Nachkriegszeit in Deutschland gezählt. Die Liederhalle ist zudem einer von elf Bauten im Stadtbezirk Stuttgart-Mitte mit Baujahr 1945-60, die unter Denkmalschutz gestellt worden sind.

Die Liederhalle wurde 1954-56 erbaut, am 29.07.1956 eingeweiht und 1991-93 totalsaniert. Das Gebäude steht an der Stelle des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Alten Konzerthauses. Die Liederhalle umfasst drei Saalbauten, die unterschiedlich groß sind und außen vollkommen unterschiedlich gestaltet sind. Das sind der Beethovensaal (2000 Sitzplätze), der Mozartsaal (750 Plätze) und der Silchersaal (350 Plätze). An zentraler Stelle zwischen den drei Sälen befindet sich ein Foyer, zu dem der Haupteingang mit einer Betonüberdachung führt, sowie Büros, Nebenräume und ein Restaurant.

Trotz des Lobs, das die Liederhalle aus der Fachwelt vielfach erhält, entspricht dieser aus den Fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts stammende Gebäudekomplex und seine Umgebung nicht den Anforderungen und Vorstellungen von Urbanität und Stadtgestaltung, wie sie heute bestehen.

Mittwoch, 13. September 2017

Gartenschauen in der Region Stuttgart


Seit dem Zweiten Weltkrieg fanden bisher zehn Gartenschauen in der Region Stuttgart statt. Eine weitere Gartenschau ist geplant.

Im heutigen Post sind die Gartenschauen in der Region Stuttgart nach dem Zweiten Weltkrieg aufgelistet. Artikel in diesem Blog, die sich mit den Parkflächen dieser Gartenschauen befassen, sind vom heutigen Post aus verlinkt. Der heutige Post ist auch von der rechten Spalte des Blogs direkt verlinkt.

Gartenschauen sind einerseits Ausstellungen zum Gartenbau und zur Landschaftsarchitektur sowie Leistungsschauen zum Garten- und Landschaftsbau, andererseits auch Stadtsanierungsprojekte, die einen dauerhaften Mehrwert für die beteiligten Städte und Gemeinden bilden.

Freitag, 8. September 2017

Aussichtsturm Luftikus bei Rechberghausen

Der Aussichtsturm Luftikus bei Rechberghausen im Landkreis Göppingen ist ein Überbleibsel der sogenannten kleinen Landesgartenschau im Jahr 2009 und eines neues Wahrzeichen der Schurwaldgemeinde.

Die kleine Landesgartenschau in Rechberghausen umfasste eine Fläche von 16 Hektar und fand vom 29. Mai bis 20. September 2009 statt. Es kamen 240.000 Besucher. Rechberghausen ist die bisher kleinste Gemeinde in Baden-Württemberg, in der eine Landesgartenschau stattfand. In Baden-Württemberg finden im zweijährigen Wechsel jeweils eine große und eine kleine Landesgartenschau statt. 

Das auch Aussichtsturm Rechberghausen genannte Bauwerk ist 12,30 Meter hoch. Der Turm befindet sich auf dem Höhenrücken Hungerboll im neuen Landschaftspark am östlichen Ortsrand von Rechberghausen. Der im Grundriss kreisförmige Turm mit einem mittleren Durchmesser von 4,50 Metern ist durch seine konkave Form und eine moderne Holzbauweise charakterisiert.

Sonntag, 3. September 2017

Im Siebenmühlental zwischen Burkhardtsmühle und Kochenmühle

Das Siebenmühlental an der Schnittstelle zwischen dem Schönbuch und der Filderebene ist seit dem Jahr 2010 Naturschutzgebiet sowie eines der beliebesten Naherholungsziele der Region Stuttgart.

Die Spazier- und Wandermöglichkeiten im Siebenmühlental sind vielfältig. Heute spazieren wir durch den südlichen, unteren Teil des Naturschutzgebiets zwischen der Burkhardtsmühle und der Kochenmühle.

Die Burkhardtsmühle befindet sich am südlichen Ende des Siebenmühlentals an der Stelle, wo der durch das Siebenmühlental fließende Reichenbach in die Aich mündet. Es gibt bzw. gab übrigens mehr als sieben Mühlen im Siebenmühlental. Die Burkhardtsmühle ist die elfte Mühle des Tals. Direkt an der Trasse der ehemaligen Siebenmühlentalbahn bei der Burkhardtsmühle befindet sich ein sehr beliebter Biergarten. Der Biergarten hat von März bis November täglich geöffnet.

Die Kochenmühle ist die achte Mühle im Siebenmühlental. Auch bei der Kochenmühle befindet sich ein Biergarten. Der Biergarten ist donnerstags und freitags ab 15 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags ab 10 Uhr geöffnet.

Donnerstag, 31. August 2017

Stuttgarter Markthalle wurde zu den TOP 100 Sehenswürdigkeiten Deutschlands im Jahr 2017 gewählt


Die Stuttgarter Markthalle im Stadtbezirk Stuttgart-Mitte wurde für das Jahr 2017 im Rahmen der jährlich von der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) unter den internationalen Gästen Deutschlands durchgeführten Umfrage unter die 100 beliebtesten Reiseziele Deutschlands (TOP 100 Sehenswürdigkeiten Deutschlands) gewählt.

Die Stuttgarter Markthalle kam auf Platz 98 der Rangliste. An der Umfrage nahmen diesmal 32.000 Deutschland-Reisende aus über 60 Ländern teil. Die Stuttgarter Markthalle ist im Jahr 2017 die einzige Sehenswürdigkeit der Region Stuttgart, die es unter die TOP 100 Deutschlands geschafft hat.

Die Website der DZT führt die Stuttgarter Sehenswürdigkeit nicht ganz korrekt unter dem Begriff "Stuttgarter Markthallen" auf. Es handelt sich hierbei jedoch nur um eine Halle bzw. ein Gebäude.

Das heute noch bestehende Markthallengebäude wurde 1911-14 errichtet. Als eines von ganz wenigen Gebäuden überstand die Markthalle den Zweiten Weltkrieg ohne größere Schäden. Anfang der Siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts war die Markthalle vom Abriss bedroht. Massive Proteste von Bürgern verhinderten den Abriss - zum Glück, wie heute allgemein anerkannt ist. Das bestätigt unter anderem und nicht zuletzt die Wahl der Stuttgarter Markthalle unter die TOP 100-Sehenswürdigkeiten Deutschlands.

Das Umfeld der Markthalle wurde im Jahr 2017 durch das neue Dorotheenquartier maßgeblich aufgewertet. In den kommenden beiden Jahren sollen gemäß einem Gemeinderatsbeschluss auch die direkt am Gebäude noch vorhandenen Stellplätze entfallen, so dass die Markthalle noch besser in den erlebbaren Stadtraum eingebunden werden wird.

Die Stuttgarter Markthalle befindet sich im Stadtbezirk Stuttgart-Mitte. Hier gibt es eine Übersicht über den Stadtbezirk Stuttgart-Mitte. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit diesem Stadtbezirk befassen, verlinkt.

Gebäudeseite der Stuttgarter Markthalle an der Dorotheenstraße: Diese Seite befindet sich gegenüber dem Alten Schloss. Sie wird deshalb auch die Fürstliche Seite genannt.
Wandmalereien an der Seite Dorotheenstraße der Markthalle
Gebäudeseite der Markthalle gegenüber dem früheren Hotel König von England: Diese Seite wird als die Hinterhofseite der Markthalle bezeichnet.
Gebäudeseite der Markthalle am Dorotheenplatz: Diese Seite zeigt in Richtung Rathaus und Marktplatz. Sie wird deshalb auch als die Bürgerliche Seite der Markthalle bezeichnet.
Gebäudeseite der Markthalle an der Münzstraße: Diese Seite ist durch Türme, Arkaden und eine Trutzmauer gekennzeichnet. Man bezeichnet diese Seite deshalb auch als die Stadtseite der Markthalle.
  

Samstag, 26. August 2017

Die Stauferstele und der sanierte Klostersee beim Kloster Denkendorf

Die ehemalige Klosterkirche des Klosters Denkendorf gehört zu den herausgehobenen Baudenkmälern in der Region Stuttgart.

Im heutigen Post in diesem Blog sind der im Jahr 2017 sanierte Klostersee beim Kloster Denkendorf sowie die dort im Jahr 2015 aufgestellte Stauferstele das Thema.

Der Klostersee beim Kloster Denkendorf wurde von April bis Juli 2017 gründlich saniert und für Besucher besser zugänglich gemacht. Das kostete 260.000 Euro. Davon kamen 160.000 Euro Zuschuss vom Land Baden-Württemberg. Der See wurde während der Sanierung  abgelassen. Das organische Material wurde entfernt. Der Rundweg um den See wurde instandgesetzt und mit Stegen und Plattformen ausgestattet.

Eigentlich handelt es sich hier nicht um einen See, sondern um einen Weiher (See = natürliches Gewässer, Weiher = aufgestautes Gewässer). Fast alle Klöster haben früher Weiher in der näheren oder weiteren Umgebung angelegt. Darin wurden Fische gezüchtet. Fische waren als Nahrungsmittel während der Fastenzeiten von Bedeutung.

Montag, 21. August 2017

Aussicht vom Württemberg bei Stuttgart-Untertürkheim

Auf dem Württemberg bei Stuttgart-Untertürkheim befindet sich die Grabkapelle, eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Stuttgarts.

Auch die Aussicht vom Württemberg ist überaus lohnend. Im Gegensatz zur Grabkapelle muss man für die Aussicht zudem keine Eintrittsgebühr bezahlen. Der Gipfel des Württemberg ist frei zugänglich.

Die Aussicht vom Württemberg ist facettenreich. Man überblickt große Teile des Stuttgarter und Fellbacher Weinanbaugebiets. Dann breitet sich das stark industrialisierte Neckartal zwischen Obertürkheim und Bad Cannstatt aus. Schließlich überblickt man einige der Keuperhöhen um Stuttgart, z.B. den Hohen Bopser mit dem Fernsehturm, die Wangener Höhe, den Kappelberg bei Fellbach oder den Burgholzhof nördlich von Bad Cannstatt. Am Horizont erhebt sich bei klarer Sicht die "blaue Mauer" der Schwäbischen Alb.

Die Stuttgarter Innenstadt sowie der Stuttgarter Talkessel sind jedoch durch Höhenzüge verdeckt und kaum sichtbar.

Freitag, 18. August 2017

Die Grabkapelle auf dem Württemberg mit Priesterhaus und Psalmistenhaus

Die Grabkapelle auf dem Württemberg bei Stuttgart-Untertürkheim gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Stuttgarts. Zudem ist die Grabkapelle eines der wichtigsten Zeugnisse des Klassizismus in Württemberg.

Die Bergkuppe heißt seit dem Jahr 1907 Württemberg, auf Geheiß von König Wilhelm II. Vorher hieß sie Rotenberg. Rotenberg heißt heute der der Bergkuppe benachbarte Stadtteil des Stadtbezirks Stuttgart-Untertürkheim. 

Im Jahr 2016 wurde die Sanierung des nahegelegenen Priesterhauses und des Psalmistenhauses abgeschlossen. Seitdem ist die Grabkapelle Teil eines für die Besucher erlebbaren Gebäudeensembles.

Die Grabkapelle auf dem Württemberg wurde 1820-1824 nach einem Entwurf von Giovanni Salucci im Auftrag des württembergischen Königs Wilhelm I. erbaut. Die Grabkapelle wurde als letzte Ruhestätte für die im Jahr 1819 sehr früh verstorbene Königin Katharina erbaut. Später wurden dort auch König Wilhelm I. sowie die ältere Tochter Marie Gräfin Neipperg beigesetzt.

Das Priesterhaus, das wenige Höhenmeter südlich unterhalb des Gipfels des Württemberg liegt, wurde im Jahr 1821 fertiggestellt. Es diente als Wohngebäude für einen griechischen Geistlichen, der die alleinige Aufgabe hatte, für das Seelenheil von Königin Katharina zu beten.

Das gleich nebem dem Priesterhaus stehende Psalmistenhaus wurde ebenfalls 1821 erbaut. Es diente als Wohngebäude für zwei Sänger, die jeden Tag für das Seelenheil von Königin Katharina zu singen hatten.

Sonntag, 13. August 2017

Stuttgarter Rundwanderweg von der Weinsteige zum Waldeck

Heute erwandern wir die zweite Etappe des Stuttgarter Rundwanderwegs. Sie führt mit einer Länge von 4,7 Kilometern von der Stadtbahnhaltestelle Weinsteige bis zur Stadtbahnhaltestelle Waldeck und verläuft hierbei in den Stadtbezirken Süd und Degerloch.

Der Stuttgarter Rundwanderweg (auch: Rössleweg) verläuft mit einer Gesamtlänge von 54 Kilometern und 12 Etappen rund um die inneren Stuttgarter Stadtbezirke bzw. auf Teilabschnitten auch entlang der Stuttgarter Stadtgrenze.

Die heutige Wanderung hat einen aktuellen Anlass. Denn am 23. Juni 2017 wurde der Fritz-von-Keller-Gedenkstein, der sich im Verlauf der zweiten Etappe des Stuttgarter Rundwanderwegs befindet, nach einer gründlichen Sanierung ein zweites Mal eingeweiht. Fritz von Keller war ein langjähriger Vorsitzender des Verschönerungsvereins Stuttgart e.V., der zusammen mit dem Schwäbischen Albverein den Stuttgarter Rundwanderweg eingerichtet hat.

Dienstag, 8. August 2017

Der neue Veielbrunnenpark - ein Quartierspark im Neubaugebiet NeckarPark in Stuttgart

Am 07. Juli 2017 wurde der neue Veielbrunnenpark im Neubaugebiet NeckarPark im Stuttgarter Stadtbezirk Bad Cannstatt eröffnet.

Der Park, der auch Quartierspark Grüne Mitte genannt wird, befindet sich mit Stand Sommer 2017 inmitten einer Brachfläche. Denn mit dem Bau der Gebäude, die den Veielbrunnenpark dereinst auf allen Seiten begrenzen sollen, wird erst in den kommenden Monaten und Jahren nach und nach begonnen.

Ein Besuch des neuen, ca. 10.000 m² großen Veielbrunnenparks ist somit vielleicht gerade jetzt im Jahr 2017 ein besonderes Erlebnis. Denn wo sonst kann man schon einen Park erleben, der eigentlich um Jahre zu früh gebaut wurde und der jetzt einfach mal so in der Gegend herumliegt. Die frühe Fertigstellung dieses Parks kann jedoch für die zukünftigen Nachbarn auch von Vorteil sein. Denn wenn in einigen Jahren die angrenzenden Gebäude bezogen werden, haben die Bäume des Parks schon eine gewisse Höhe erreicht.

Der Park beherbergt auf drei Spielplätzen auch Spielgeräte, Slackline- und Tischtenniseinrichtungen. Ein Teil der Wiesen dient als Spielfeld und wird regelmäßig gemäht. Ca. 8.000 m² Parkfläche sind unversiegelt. Der neue Veielbrunnenpark kostete ca. 2,23 Mio. Euro. Davon kamen 1,25 Mio. Euro aus dem Landessanierungsprogramm.

Donnerstag, 3. August 2017

Haus Lamparter in Vaihingen/Enz ist Denkmal des Monats Juli 2017

Die Denkmalstiftung Baden-Württemberg hat das Haus Lamparter in Vaihingen/Enz zum Denkmal des Monats Juli 2017 ernannt.

Gemäß einer Tafel am Gebäude hat das Haus bereits im Jahr 2000 den Denkmalschutzpreis der Württemberger Hypo des Schwäbischen Heimatbundes, des Landesvereins Badische Heimat und der Denkmalstiftung Baden-Württemberg erhalten.

Das Gebäude hat die Adresse Mühlstraße 21 in Vaihingen/Enz. Es wird nach den langjährigen Vorbesitzern Lamparter-Haus genannt. Eine weitere Infotafel an der Hauswand erklärt, dass das Gebäude im Jahr 1617 erbaut worden ist. 1997-2000 wurde das Gebäude durch die Familie Hitschler umfassend renoviert. Die Infotafel zeigt auch eine lateinische Inschrift mit deutscher Übersetzung.

Montag, 31. Juli 2017

Altstadtrundgang in Vaihingen/Enz, Teil 3 von 3

Dies ist der dritte von drei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zum Altstadtrungang in Vaihingen/Enz.

Im ersten Post der kleinen Reihe gab es einige allgemeine Informationen zum Rundgang. Im vorangegangenen Post sind wir im Verlauf des Altstadtrundgangs spazierengegangen und hierbei bis zur Station 8, der Grabenstraße gekommen. Im heutigen Post setzen wir den Rundgang fort.

Man folgt der Grabenstraße bis zur Kreuzung Grabenstraße/Heilbronner Straße. Dort biegt man nach links in die Heilbronner Straße ein. Gleich darauf biegt man nach rechts in die Straße "Kirchplatz" ein. Man geht an der Stadtkirche vorbei und stößt gleich darauf auf das Gebäude der ehemaligen Lateinschule, der Station 9 des Rundgangs.

Freitag, 28. Juli 2017

Altstadtrundgang in Vaihingen/Enz, Teil 2 von 3

Dies ist der zweite von drei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zum Altstadtrundgang in Vaihingen/Enz.

Im ersten Post der kleinen Reihe gab es einige allgemeine Informationen zu diesem Weg. Im heutigen und im folgenden Post in diesem Blog spazieren wir auf diesem Rundgang durch Vaihingen/Enz.

Der Marktplatz mit dem Brunnen ist die Station 1 des Altstadtrundgangs. Im Nordwesten wird der Marktplatz vom Rathaus begrenzt, der Station 2 des Rundgangs.

Den Marktplatz verlässt man an der Südwestseite über den Weg "An der Stadtmauer". Man kommt in die Bädergasse. Die dortige Stadtmauer ist die Station 3 des Rundgangs. Nun folgt man der Bädergasse nach links in Richtung Südosten. Bei der Kreuzung mit der Auricher Straße ist die Station 4 des Rundgangs, der Standort des ehemaligen Auricher Tors.

Dienstag, 25. Juli 2017

Altstadtrundgang in Vaihingen/Enz, Teil 1 von 3

Der Altstadtrundgang Vaihingen führt mit einer Länge von 2,5 Kilometern durch die Altstadt von Vaihingen/Enz und kommt hierbei an 14 Stationen vorbei.

Vaihingen an der Enz (Vaihingen/Enz) ist mit ca. 29.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt des Landkreises Ludwigsburg. Vaihingen/Enz besitzt eine relativ gut erhaltene Altstadt, die vom Schloss Kaltenstein, dem Wahrzeichen der Stadt überragt wird. Vaihingen/Enz liegt an der Deutschen Fachwerkstraße.

Der Altstadtrundgang Vaihingen ist das Thema im heutigen und in den beiden folgenden Posts in diesem Blog. Im heutigen Post gibt es einige allgemeine Informationen zum Altstadtrundgang. In den folgenden beiden Posts spazieren wir dann im Verlauf des Altstadtrundgangs durch die Stadt. In einem weiteren Post sehen wir uns dann noch das Haus Lamparter in Vaihingen/Enz an, das die Denkmalstiftung Baden-Württemberg zum Denkmal des Monats Juli 2017 ernannt hat.

Start- und Endpunkt des Altstadtrundgangs ist der Marktplatz in der Altstadt von Vaihingen/Enz. Der Altstadtrundgang sucht einschließlich des Marktplatzes 14 Stationen auf. An den Gebäuden befinden sich Infotafeln. Im Frühjahr 2017 war möglicherweise nicht an allen der 14 Stationen eine Infotafel vorhanden. Zudem gab es an einigen weiteren Gebäuden ältere Infotafeln, die nicht Bestandteil des Altstadtrundgangs sind. Eine Wegweisung ist im Verlauf des Altstadtrundgangs nicht vorhanden.

Es ist deshalb nicht möglich, den Altstadtrundgang Vaihingen ohne die von der Stadt Vaihingen/Enz herausgegebene Broschüre zu gehen. Ersatzweise kann man sich aber auch an die Infos halten, die im heutigen und in den beiden folgenden Posts hier in diesem Blog gegeben werden.

Donnerstag, 20. Juli 2017

Ludwigsburger 300 Minuten-Weg von der Bärenwiese bis zum Schorndorfer Torhaus

Heute spazieren wir mal wieder durch Ludwigsburg und wählen hierfür einen Abschnitt des sogenannten 300 Minuten-Wegs aus. Der Abschnitt führt von der Kreuzung Schlossstraße/Wilhelmstraße/Schorndorfer Straße (Unterführung B27) über den Salonwald bis zum Schorndorfer Torhaus.

Der Ludwigsburger 300 Minuten-Weg wurde vom Schwäbischen Albverein zum 300jährigen Jubiläum der Stadt Ludwigsburg im Jahr 2009 angelegt. Der Weg verfügt über ein eigenes Wegzeichen, das im Wegverlauf entweder auf Folie aufgedruckt und an Masten befestigt ist oder auf ein Blechtäfelchen gedruckt und an Bäume genagelt ist. Die Wegrichtung wird mit schwarzen Pfeilen gezeigt, die auf das Wegzeichen gedruckt sind.

Wie kommt man hin?
Vom Bahnhof Ludwigburg folgt man der Myliusstraße bis zu ihrem Ende und geht im Verlauf der Arsenalstraße weiter. Am Ende der Arsenalstraße biegt man nach rechts in die Wilhelmstraße ab. Man folgt ihr bis zur großen Kreuzung Schlossstraße/Wilhelmstraße/Schorndorfer Straße (Unterführung B27). Die Entfernung vom Bahnhof bis hierher ist ca. 900 Meter.

Vom Schorndorfer Torhaus am Ende der heutigen Etappe des 300 Minuten-Wegs folgt man der Schorndorfer Straße Richtung Westen und kommt bald zur bereits bekannten Kreuzung Schlossstraße/Wilhelmstraße/Schorndorfer Straße (Unterführung B27). Die Entfernung vom Schorndorfer Torhaus bis zum Bahnhof ist ca. 1.530 Meter.

Samstag, 15. Juli 2017

Zum neuen Bürger- und Medienzentrum am Landtag von Baden-Württemberg

Am 24. Juni 2017 wurde das neue Bürger- und Medienzentrum am Landtag von Baden-Württemberg im Oberen Schlossgarten im Stadtbezirk Stuttgart-Mitte mit einem Bürgerfest eröffnet.

Damit haben umfangreiche und langandauernde Bauarbeiten im und um das Landtagsgebäude ihren Abschluss gefunden. Im neuen Bürger- und Medienzentrum werden ab sofort die mehr als 40.000 jährlichen Besucherinnen und Besucher des Landtags von Baden-Württemberg betreut. Dort finden auch Sitzungen, Konferenzen, Vorträge und Seminare statt.

Als unangemeldeter Besucher kann man das Bürger- und Medienzentrum nicht betreten. Es lohnt sich jedoch, den Oberen Schlossgarten, der rund um das Landtagsgebäude zum Teil eine neue Gestalt erhalten hat, bei einem kleinen Spaziergang mal wieder zu besuchen.

Montag, 10. Juli 2017

Böblingen - eine von fünf Kreisstädten der Region Stuttgart

Böblingen ist der Sitz der Verwaltung des Landkreises Böblingen, einem von fünf Landkreisen, die zusammen mit der Landeshauptstadt Stuttgart die Region Stuttgart bilden.

Böblingen befindet sich südwestlich von Stuttgart am Westrand des Glemswalds, am Nordrand des Schönbuchs und am Ostrand des Gäus. Die Stadt befindet sich in den Großlandschaften Schwäbisches Keuper-Lias-Land sowie Neckar- und Tauber-Gäuplatten und in den Naturräumen Schönbuch und Glemswald sowie Obere Gäue. Die Höhenlage des Zentrums der Stadt beträgt 464 m ü NN.

Im heutigen Post in diesem Blog soll die Stadt Böblingen kurz vorgestellt werden. Alle Artikel in diesem Blog, die sich mit Böblingen befassen, sind vom heutigen Artikel verlinkt. Der heutige Artikel ist auch von der rechten Spalte des Blogs direkt verlinkt.

Steckbrief
Name: Böblingen
Einwohner: ca. 49.000
Fläche:  39.04 km²

Mittwoch, 5. Juli 2017

Thementafel "Bergmammutbaum" im Stuttgarter Wald

Bergmammutbäume (Sequoiadendron giganteum) gibt es an verschiedenen Stellen in der Region Stuttgart und in Württemberg, so auch im Waldgebiet nordöstlich von Schloss Solitude zwischen der Bergheimer Steige und dem Lindenbach (zum Stadtbezirk Stuttgart-West gehörend). Dort hat die Stuttgarter Forstverwaltung eine Thementafel zum Bergmammutbaum aufgestellt.

Bergmammutbäume sind an den Westhängen der kalifornischen Sierra Nevada heimisch. Im Jahr 1864 veranlasste der württembergische König Wilhelm I. den Erwerb von Samen des Bergmammutbaums. Einige Tausend Bergmammutbäume wurden in der Folge in ganz Württemberg gepflanzt. Viele dieser Bäume haben inzwischen beachtliche Höhen erreicht, obwohl das Klima in Württemberg doch etwas anders ist als das Klima in der kaliformischen Sierra Nevada mit ihren im Winterhalbjahr nebelfeuchten Westhängen und trockenwarmen Sommern.

Freitag, 30. Juni 2017

Mit der Killesbergbahn durch den Höhenpark Killesberg in Stuttgart-Nord

Heute wollen wir den Killesbergpark in Stuttgart-Nord von der Killesbergbahn aus betrachten.

Der Höhenpark Killesberg ist die beliebteste Parkanlage Stuttgarts und gilt als eine der schönsten Grünanlagen Süddeutschlands. Die Killesbergbahn ist gemäß den Angaben auf der eigenen Website eine der schönsten Parkbahnen Europas.

Charakteristisch für die Killesbergbahn ist, dass sie auf ihrem Rundkurs eine längere Steigungsstrecke und in der Folge dann auch eine längere Gefällestrecke aufweist - typisch für Stuttgart, wo es kaum einen ebenen Flecken gibt, nicht einmal in einem Höhenpark.

Sonntag, 25. Juni 2017

Neues Feuchtbiotop am Unteren Hohbergsträßle im Sindelfinger Wald

Im Sindelfinger Wald im Tal des Sommerhofenbachs wurde beim Hohbergsträßle als Ausgleichsmaßnahme ein Feuchtbiotop angelegt.

Es sind mehrere Tümpel entstanden. Bei einem Besuch im Juni 2017 hörte man dort sogar die Frösche quaken. Das tief im Wald gelegene Biotop strahlt ansonsten eine große Ruhe aus, höchstens hin und wieder gestört durch die bei Westwind vom Stuttgarter Flughafen startenden und im Bereich des Sindelfinger Walds einen großen Bogen in Richtung Nordwest bis Nordost machenden Flugzeuge. 

Das Feuchtbiotop wurde im Jahr 2014 als Ausgleichsmaßnahme für einen bei der Sindelfinger Deponie Dachsklinge neu errichteten Häckselplatz angelegt. Die Stelle für das neue Feuchtbiotop ist nicht zufällig gewählt.

Dienstag, 20. Juni 2017

Gebäude "Alter Zoll" in Geislingen an der Steige ist Denkmal des Monats Mai 2017

Die Denkmalstiftung Baden-Württemberg hat das Gebäude "Alter Zoll" in Geislingen an der Steige zum Denkmal des Monats Mai 2017 ernannt.

Gemäß einer Infotafel am Gebäude ist der Alte Zoll die Urzelle der Stadt Geislingen an der Steige. Der Alte Zoll wurde um 1495 an Stelle eines früheren von den Grafen von Helfenstein errichteten Zollgebäudes erbaut. Das siebenstöckige Gebäude stellt ein besonders eindrucksvolles Zeugnis mittelalterlicher Holzbaukunst der alamannischen Bauweise dar. Es war früher Wohnhaus der Zollbeamten und Fruchtkasten für die Zehnten (= Steuern) und Gülten (= Pachtzinsen).

Gemäß der Denkmalstiftung Baden-Württemberg ist der Alte Zoll seit Jahren baufällig. Das Gebäude gehört zu den renovierungsbedürftigsten Fachwerkbauten in Geislingen. Die Denkmalstiftung würdigt die Pläne der Stadt Geislingen, das Gebäude aufwändig zu sanieren und es dann als öffentliches Bürgerhaus zu nutzen.

Donnerstag, 15. Juni 2017

Thementafel "Feuchtgebiet Daimlerplatz" im Stuttgarter Wald

Das Stuttgarter Forstamt hat in den ausgedehnten Stuttgarter Wäldern zahlreiche Orientierungstafeln und darüber hinaus auch einige Thementafeln aufgestellt. 

Heute besuchen wir die Thementafel "Feuchtgebiet Daimlerplatz" im Waldgebiet, das zum Stadtbezirk Stuttgart-West gehört.

Das Feuchtgebiet Daimlerplatz ist vom Menschen gemacht worden. Dieser Sonderstandort befindet sich in den ausgedehnten Waldungen nordöstlich von Schloss Solitude auf dem sogenannten Sandkopf, einer Verebnungsfläche.

Gemäß den Angaben auf der Thementafel begann die menschliche Einflussnahme in diesem Gebiet um ca. 1850, als dort der anstehende Kieselsandstein in kleinen Sandgruben gewonnen worden ist. Ein Bombenabwurf im Zweiten Weltkrieg zerstörte mehr als ein Hektar Wald und führte zu einer Versumpfung des Geländes.

Samstag, 10. Juni 2017

Rundwanderweg Steillagentour bei Bietigheim, Teil 3 von 3

Dies ist der dritte von drei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog über den Rundwanderweg Steillagentour aus dem Wanderwegenetz im 3B-Land im Landkreis Ludwigsburg.

Im ersten Post der kleinen Reihe gab es einige allgemeine Informationen zum Weg. Im vorangegangenen Post haben wir mit der Wanderung begonnen und sind bis zur ehemaligen Flussschlinge der Enz beim Hirschberg gekommen. Im heutigen Post setzen wir die Wanderung fort.

Der Rundwanderweg Steillagentour verläuft nun weiter in der ehemaligen Flussschlinge der Enz. Es geht über einen Scheitelpunkt und danach wieder etwas abwärts. Westlich des Hirschbergs, im Bereich des Brachberger Tals, verlässt der Rundwanderweg die ehemalige Enzschleife nach links. 

Mittwoch, 7. Juni 2017

Rundwanderweg Steillagentour bei Bietigheim, Teil 2 von 3

Dies ist der zweite von drei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog über den Rundwanderweg Steillagentour aus dem Wanderwegenetz im 3B-Land im Landkreis Ludwigsburg.

Im vorangegangenen Post gab es einige allgemeine Informationen zur Steillagentour. Im heutigen und im folgenden Post in diesem Blog wandern wir im Verlauf der Steillagentour. Man kann den Rundweg in beiden Richtungen erwandern. Wir wandern entgegen dem Uhrzeigersinn.

Der Startpunkt der Steillagentour ist beim Unteren Tor am Rand der Altstadt von Bietigheim. Man folgt von dort der Ziegelstraße in Richtung Norden und überquert die stark befahrene Karl-Mai-Allee mit Hilfe einer Lichtsignalanlage. Dahinter folgt man nach links versetzt der Bergstraße, die langsam aufwärts- und aus der Bebauung von Bietigheim hinausführt.

Sonntag, 4. Juni 2017

Rundwanderweg Steillagentour bei Bietigheim, Teil 1 von 3

Der Rundwanderweg Steillagentour bei Bietigheim ist ein Bestandteil des neuen Wanderwegenetzes im 3B-Land im Landkreis Ludwigsburg.

Die Wanderwege im 3B-Land sind hervorragend beschilderte Rundwanderwege in den Landschaften um die Flüsse Neckar und Enz in den Gemeinden Bietigheim-Bissingen, Besigheim und Bönnigheim. Die Rundwanderwege sind in Anlehnung an die Kriterien der Qualitätswege Wanderbares Deutschland beschildert.

Der Rundwanderweg Steillagentour ist das Thema im heutigen und in den beiden folgenden Posts in diesem Blog. Heute gibt es einige allgemeine Infos zum Weg. In den beiden folgenden Posts wandern wir dann im Verlauf des Rundwanderwegs Steillagentour.

Seinen Namen hat der Rundwanderweg von den steilen Terrassenweinbergen, durch die der Weg zum Teil führt. Steile Anstiege und schmale Wege gibt es im Bereich der Weinberge jedoch nicht. Der Weg führt auch ein Stück durch den Wald. Dort gibt es einen steilen Anstieg im Verlauf eines Pfads. Der Rundweg führt durch die Altstadt von Bietigheim und durch die Weinberg-, Feld- und Waldlandschaften nördlich davon.

Dienstag, 30. Mai 2017

Spaziergang entlang des Neckars zum Esslinger Tierpark Nymphaea

Stuttgart hat die Wilhelma, den weitbekannten zoologisch-botanischen Garten. Weniger bekannt ist, dass auch Esslingen einen Tierpark hat, genannt Nymphaea.

Wir wollen im heutigen Post in diesem Blog einen Spaziergang zum Tierpark Nymphaea machen mit Startpunkt Bahnhof Esslingen. 

Der Tierpark Nymphaea wird ehrenamtlich vom Aquarien- und Terrarienverein Nymphaea betrieben. Auf der drei Hektar großen Fläche des Tierparks befinden sich ca. 600 Tiere (ohne die Kleintiere wie Fische und Insekten). Der Tierpark ist ganzjährig geöffnet, wobei von Oktober bis März jeweils am Montag Ruhetag ist. Die Adresse des Tierparks ist: Nymphaeaweg 12, 73730 Esslingen. Es wird eine geringe Eintrittsgebühr verlangt. Im Jahr 2017 betrug der Eintritt für Erwachsene 3,50 Euro im Sommerhalbjahr und 2,50 Euro im Winterhalbjahr.

Man kann den Tierpark Nymphaea auch mit dem Auto erreichen (Anschlussstelle Esslingen Zell der B 10). Der nächstgelegene S-Bahnhaltepunkt ist Oberesslingen. Der nachfolgend beschriebene Weg vom Bahnhof Esslingen ist etwas länger.

Der Tierpark Nymphaea befindet sich auf der Neckarinsel zwischen der flussaufwärts gelegenen Dieter-Roser-Brücke und dem flussabwärts gelegenen Flusskraftwerk Oberesslingen.

Donnerstag, 25. Mai 2017

Der Ludwigsburger GPS-Referenzpunkt (Geodätischer Referenzpunkt) auf dem Marktplatz

Der Ludwigsburger GPS-Referenzpunkt befindet sich auf dem Marktplatz und damit mitten in der Barockstadt und Kreisstadt. Die beiden den Platz begrenzenden Kirchen, der Marktbrunnen sowie die weite Platzfläche mit der barocken Randbebauung ziehen - zu Recht - die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Der GPS-Referenzpunkt bleibt vor diesem Hintergrund weitgehend unbeachtet.

Die staatlichen und kommunalen Vermessungsämter und -behörden haben in den vergangenen Jahren jeweils einen oder mehrere GPS-Referenzpunkte in ihrem Gebiet ausgemessen und dort eine Tafel oder einen Stein aufgestellt. Jedermann und -frau, der oder die ein Gerät mit sogenannten GPS-Koordinaten zur Standortbestimmung hat, kann das Gerät beim GPS-Referenzpunkt (GPS = Global Positioning System) eichen. Hierzu muss man die GPS-Positionsdaten des eigenen Geräts mit den am GPS-Referenzpunkt angegebenen und genau ausgemessenen Daten vergleichen.

Der Ludwigsburger GPS-Referenzpunkt wurde im März 2015 eingeweiht. Auf der Bronzeplatte steht jedoch die Jahreszahl 2014.

Samstag, 20. Mai 2017

Stauferstele in Waiblingen

Die Stauferstele in Waiblingen befindet sich am Fuß des Hochwachtturms an der höchsten Stelle der Waiblinger Altstadt. Der untere Teil des Hochwachtturms stammt aus Staufischer Zeit.

Stauferstelen sind Gedenksteine, die vom Komitee der Stauferfreunde aufgestellt werden. Mit Stand Mai 2017 gibt es in der Region Stuttgart bereits elf Stauferstelen.

Stauferstelen werden an den wichtigsten Stauferstätten Europas aufgestellt. Die erste Stauferstele wurde im Jahr 2000 aufgestellt. Die Stauferstele in Waiblingen besteht seit dem Jahr 2007. Sie ist insgesamt die vierte Stauferstele.

Die Stauferstelen besitzen einen achteckigen Grundriss. Auf vier der acht Seitenflächen der Stele befinden sich Inschriften. Über den vier Inschriften ist jeweils ein Wappen eingemeißelt. Thema der Inschriften ist der Bezug des jeweiligen Ortes zu den Staufern. Den oberen Abschluss der Stele bildet ein die Reichskrone symbolisierendes goldenes Band.

Montag, 15. Mai 2017

Esslingen am Neckar - eine von fünf Kreisstädten der Region Stuttgart

Esslingen am Neckar ist der Sitz der Verwaltung des Landkreises Esslingen, einem von fünf Landkreisen, die zusammen mit der Landeshauptstadt Stuttgart die Region Stuttgart bilden.

Esslingen am Neckar befindet sich im Neckartal zwischen Stuttgart und Plochingen. Die Gemarkung der ehemals freien Reichsstadt (ca. 1298-1802) erstreckt sich vom Neckartal hinauf auf die Fildern sowie zum Schurwald. Die Stadt befindet sich in der Großlandschaft Schwäbisches Keuper-Lias-Land und in den Naturräumen Filder, Stuttgarter Bucht sowie Schurwald und Welzheimer Wald. Die Höhenlage des Zentrums der Stadt beträgt 241 m ü NN.

Im heutigen Post in diesem Blog soll die Stadt Esslingen am Neckar kurz vorgestellt werden. Alle Artikel in diesem Blog, die sich mit Esslingen am Neckar befassen, sind vom heutigen Artikel verlinkt. Der heutige Artikel ist auch von der rechten Spalte des Blogs direkt verlinkt.

Steckbrief
Name: Esslingen am Neckar
Einwohner: ca. 91.000
Fläche: 46,42 km²

Mittwoch, 10. Mai 2017

Die Stiftskirche Faurndau - ein romanisches Kleinod

Die Stiftskirche Faurndau im heutigen Göppinger Stadtteil Faurndau ist eine der wenigen sowie die bedeutendste romanische Kirche der Region Stuttgart.

Die Stiftskirche Faurndau wurde ca. 1200/1220 in der Zeit der Spätromanik als dreischiffige Säulenbasilika erbaut. Der Turm der Kirche wurde ca. 1341 errichtet. Die Turmhaube ist spätgotisch. Sie wurde Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut.

An der Kirche fällt der reiche Schmuck der Außenwände durch Rundbogenfriese, Lisenen und figürliches Schmuckwerk auf. Das Innere der Kirche wird durch eine flachgedeckte, querschifflose Säulenbasilika geprägt. Die Säulen im Kircheninneren tragen Würfelkapitelle bzw. sogar Kelchknospenkapitelle. Im Jahr 1957 wurde die kostbare Freskoausmalung aus der Zeit um 1250 bis 1300 freigelegt.

Die Kirche ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Freitag, 5. Mai 2017

Göppinger Jakobsweg von Göppingen nach Faurndau

Der im heutigen Post in diesem Blog beschriebene Abschnitt des Göppinger Jakobswegs vom Bahnhof Göppingen bis zur Stiftskirche in Göppingen-Faurndau ist ca. 3,7 Kilometer lang.

Der Göppinger Jakobsweg verläuft von Schwäbisch Gmünd-Bargau bis Wendlingen-Bodelshofen quer durch den Landkreis Göppingen und ist in das Netz der Europäischen Jakobswege eingebunden.

Sehenwertes entlang des heute beschriebenen Abschnitts des Jakobswegs sind der Stadtumbau West in der Umgebung des Göppinger Bahnhofs, der moderne Fußgängersteg beim Göppinger Bahnhof, der Schickardt-Brunnen beim Christophsbad, die Flussrenaturierungsmaßnahme Göppinger Filsterrassen, die Katholische Pfarrkirche Zur Heiligen Familie in Göppingen-Faurndau und - als Höhepunkt - die Stiftskirche in Faurndau, eine der ganz wenigen romanischen Kirchenbauten in der Region Stuttgart. Die Stiftskirche in Faurndau ist das Thema im folgenden Post in diesem Blog.

Sonntag, 30. April 2017

Thementafel "Die ehemalige Burg Plattenhardt" in Filderstadt-Plattenhardt

Anfang des Jahres 2017 hat die Stadt Filderstadt an der Stelle der ehemaligen Burg Plattenhardt eine neue Thementafel aufgestellt.

Von der ehemaligen Burg ist kaum mehr etwas zu sehen. Mit viel Fantasie kann man noch Teile des Wall- und Grabensystems der Burg erkennen. Die ehemalige Burg war fast quadratisch und umfasste ca. 25 Ar. Es gibt gleichwohl einige interessante Sachverhalte im Zusammenhang mit der ehemaligen Burg.

So ist die ehemalige Burg Plattenhardt weder durch Überbauung noch durch Überpflügung in ihrem Erscheinungsbild beeinträchtigt. Im Jahr 2009 lehnte der Gemeinderat von Filderstadt eine Bebauung des Geländes ab. Das Gelände befindet sich mitten im bebauten Gebiet von Filderstadt-Plattenhardt. Mit einer Bebauung hätte man sicher viel Geld verdienen können. Umso bemerkenswerter ist der Verzicht auf eine Bebauung. Verzichtet wurde auch auf eine archäologische Ausgrabung der Burg. Denn eine solche Ausgrabung hätte zwangsläufig auch eine Zerstörung der Burgstelle bedeutet.

Dienstag, 25. April 2017

Spaziergang durch das Stadtentwicklungsprojekt Killesberghöhe in Stuttgart-Nord

Das Stadtenwicklungsprojekt Killesberghöhe in Stuttgart-Nord wurde im März 2013 fertiggestellt.

Inmitten des Gebiets hat man fünf Infostelen aufgestellt. Sie enthalten Informationen über die einzelnen Gebäude der Killesberghöhe und die Architekten, die dahinterstehen. Die Infos sind auch in einer Broschüre zusammengefasst, die im bzw. vor dem Infobüro der Killesberghöhe ausliegt.

Die Killesberghöhe eignet sich somit für einen kleinen Spaziergang, den man wegen des angrenzenden Killesbergs und anderer Grünanlagen beliebig erweitern kann.

Das Stadtentwicklungsprojekt Killesberghöhe kostete 170 Mio. Euro. Im Gebiet wurden 112 Eigentumswohnungen, Handels- und Büroflächen und eine Tiefgarage mit 438 Stellplätzen geschaffen. Die unterirdische Stadtbahnhaltestelle Killesberg besitzt einen direkten Zugang in das Gebiet.

Donnerstag, 20. April 2017

Waiblingen - eine von fünf Kreisstädten in der Region Stuttgart

Waiblingen ist der Sitz der Verwaltung des Rems-Murr-Kreises, einem von fünf Landkreisen, die zusammen mit der Landeshauptstadt Stuttgart die Region Stuttgart bilden.

Waiblingen befindet sich im unteren Remstal, ca. elf Kilometer ostnordöstlich von Stuttgart in den Großlandschaften Neckar- und Tauber-Gäuplatten sowie Schwäbisches Keuper-Lias-Land und in den Naturräumen Neckarbecken sowie Schurwald und Welzheimer Wald. Die Höhenlage des Zentrums der Stadt beträgt 230 m ü NN.

Waiblingen war Königsgut, bevor es ca. um 1200 zu Württemberg kam. Waiblingen verfügt heute noch über eine bemerkenswerte Altstadt. Zu Waiblingen gehören auch zwei Exklaven auf den Höhen des Schwäbisch-Fränkischen Walds östlich der Stadt.

Im heutigen Post in diesem Blog soll die Stadt Waiblingen kurz vorgestellt werden. Alle Artikel in diesem Blog, die sich mit Waiblingen befassen, sind vom heutigen Artikel verlinkt. Der heutige Artikel ist auch von der rechten Spalte des Blogs direkt verlinkt.

Steckbrief
Name: Waiblingen
Einwohner: ca. 54.000
Fläche: 42,76 km²

Samstag, 15. April 2017

Der Marktplatz in Weil der Stadt

Weil der Stadt, eine ehemalige Freie Reichtsstadt, liegt in der Gäulandschaft im Nordwesten des heutigen Landkreises Böblingen.

Das Zentrum des historischen Stadtkerns ist der Marktplatz. Dieser Platz ist insofern bemerkenswert, als auf ihm gleich zwei schöne, historische Brunnen stehen. Zwischen den beiden Brunnen befindet sich zudem das Keplerdenkmal, das an den berühmtesten Sohn der Stadt erinnert.

Der Marktplatz ist von zahlreichen historischen Gebäuden umgeben und gibt ein schönes Gesamtbild ab. Die Gebäude sind fast alle verputzt. Fachwerk ist somit keines zu sehen.

Eher negativ schlägt zu Buche, dass ein Teil des Marktplatzes auch als Parkplatz dient. Ebenfalls auffallend im historischen Ortskern von Weil der Stadt ist, dass sich dort nicht besonders viele Menschen aufhalten. Das wird bei einem Vergleich mit der weiter westlich gelegenen Stadt Calw deutlich. Die Einwohnerzahl von Weil der Stadt beträgt ca. 19.000. Calw hat ca. 23.000 Einwohner. Obwohl also bei der Einwohnerzahl kein allzu großer Unterschied besteht, ist die Innenstadt von Calw sehr belebt mit einer großen Fußgängerzone und vielen Läden und Geschäften.

Nun befindet sich südlich der Altstadt von Weil der Stadt ein neues Einkaufszentrum. Es gibt jedoch auch am Rand der Altstadt von Calw ein großes Einkaufszentrum. In Calw scheint das Einkaufszentrum im Rahmen einer win-win-Situation der direkt angrenzenden Altstadt viele zusätzliche Besucher zuzuführen. In Weil der Stadt hat man den Eindruck, dass das Einkaufszentrum Besucher aus der Altstadt abzieht.

Montag, 10. April 2017

Stauferstele in Esslingen am Neckar

Die Stauferstele in Esslingen am Neckar befindet sich in der Abt-Fulrad-Straße vor Gebäude Nr. 3.

Stauferstelen sind Gedenksteine, die vom Komitee der Stauferfreunde aufgestellt werden. Mit Stand April 2017 gibt es in der Region Stuttgart bereits elf Stauferstelen.

Stauferstelen werden an den wichtigsten Stauferstätten Europas aufgestellt. Die erste Stauferstele wurde im Jahr 2000 aufgestellt. Die Stauferstele in Esslingen am Neckar besteht seit dem Jahr 2016. Sie ist insgesamt die 32. Stauferstele. 

Die Stauferstelen besitzen einen achteckigen Grundriss. Auf vier der acht Seitenflächen der Stele befinden sich Inschriften. Über den vier Inschriften ist jeweils ein Wappen eingemeißelt. Thema der Inschriften ist der Bezug des jeweiligen Ortes zu den Staufern. Den oberen Abschluss der Stele bildet ein die Reichskrone symbolisierendes goldenes Band.

Mittwoch, 5. April 2017

Göppingen - eine von fünf Kreisstädten in der Region Stuttgart

Göppingen ist der Sitz der Verwaltung des Landkreises Göppingen, einem von fünf Landkreisen, die zusammen mit der Landeshauptstadt Stuttgart die Region Stuttgart bilden.

Göppingen befindet sich im Filstal, ca. 34 Kilometer östsüdöstlich von Stuttgart in der Großlandschaft Schwäbisches Keuper-Lias-Land und in den Naturräumen Mittleres Albvorland und Östliches Albvorland. Die Höhenlage des Zentrums der Stadt beträgt 323 m ü NN.

Die heutige Innenstadt von Göppingen mit ihrem Schachbrettgrundriss ist eine klassizistische Gründung und damit eine Besonderheit in der Region Stuttgart. Darüber hinaus gibt es nur wenige noch ältere Ecken in der Stadt, z.B. beim Schlossplatz. Zu Göppingen gehört auch der Kegelberg Hohenstaufen, der Sitz des mittelalterlichen Herrschergeschlechts der Staufer.

Im heutigen Post in diesem Blog soll die Stadt Göppingen kurz vorgestellt werden. Alle Artikel in diesem Blog, die sich mit Göppingen befassen, sind vom heutigen Artikel verlinkt. Der heutige Artikel ist auch von der rechten Spalte des Blogs direkt verlinkt.