Donnerstag, 31. August 2017

Stuttgarter Markthalle wurde zu den TOP 100 Sehenswürdigkeiten Deutschlands im Jahr 2017 gewählt


Die Stuttgarter Markthalle im Stadtbezirk Stuttgart-Mitte wurde für das Jahr 2017 im Rahmen der jährlich von der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) unter den internationalen Gästen Deutschlands durchgeführten Umfrage unter die 100 beliebtesten Reiseziele Deutschlands (TOP 100 Sehenswürdigkeiten Deutschlands) gewählt.

Die Stuttgarter Markthalle kam auf Platz 98 der Rangliste. An der Umfrage nahmen diesmal 32.000 Deutschland-Reisende aus über 60 Ländern teil. Die Stuttgarter Markthalle ist im Jahr 2017 die einzige Sehenswürdigkeit der Region Stuttgart, die es unter die TOP 100 Deutschlands geschafft hat.

Die Website der DZT führt die Stuttgarter Sehenswürdigkeit nicht ganz korrekt unter dem Begriff "Stuttgarter Markthallen" auf. Es handelt sich hierbei jedoch nur um eine Halle bzw. ein Gebäude.

Das heute noch bestehende Markthallengebäude wurde 1911-14 errichtet. Als eines von ganz wenigen Gebäuden überstand die Markthalle den Zweiten Weltkrieg ohne größere Schäden. Anfang der Siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts war die Markthalle vom Abriss bedroht. Massive Proteste von Bürgern verhinderten den Abriss - zum Glück, wie heute allgemein anerkannt ist. Das bestätigt unter anderem und nicht zuletzt die Wahl der Stuttgarter Markthalle unter die TOP 100-Sehenswürdigkeiten Deutschlands.

Das Umfeld der Markthalle wurde im Jahr 2017 durch das neue Dorotheenquartier maßgeblich aufgewertet. In den kommenden beiden Jahren sollen gemäß einem Gemeinderatsbeschluss auch die direkt am Gebäude noch vorhandenen Stellplätze entfallen, so dass die Markthalle noch besser in den erlebbaren Stadtraum eingebunden werden wird.

Die Stuttgarter Markthalle befindet sich im Stadtbezirk Stuttgart-Mitte. Hier gibt es eine Übersicht über den Stadtbezirk Stuttgart-Mitte. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit diesem Stadtbezirk befassen, verlinkt.

Gebäudeseite der Stuttgarter Markthalle an der Dorotheenstraße: Diese Seite befindet sich gegenüber dem Alten Schloss. Sie wird deshalb auch die Fürstliche Seite genannt.
Wandmalereien an der Seite Dorotheenstraße der Markthalle
Gebäudeseite der Markthalle gegenüber dem früheren Hotel König von England: Diese Seite wird als die Hinterhofseite der Markthalle bezeichnet.
Gebäudeseite der Markthalle am Dorotheenplatz: Diese Seite zeigt in Richtung Rathaus und Marktplatz. Sie wird deshalb auch als die Bürgerliche Seite der Markthalle bezeichnet.
Gebäudeseite der Markthalle an der Münzstraße: Diese Seite ist durch Türme, Arkaden und eine Trutzmauer gekennzeichnet. Man bezeichnet diese Seite deshalb auch als die Stadtseite der Markthalle.
  

Samstag, 26. August 2017

Die Stauferstele und der sanierte Klostersee beim Kloster Denkendorf

Die ehemalige Klosterkirche des Klosters Denkendorf gehört zu den herausgehobenen Baudenkmälern in der Region Stuttgart.

Im heutigen Post in diesem Blog sind der im Jahr 2017 sanierte Klostersee beim Kloster Denkendorf sowie die dort im Jahr 2015 aufgestellte Stauferstele das Thema.

Der Klostersee beim Kloster Denkendorf wurde von April bis Juli 2017 gründlich saniert und für Besucher besser zugänglich gemacht. Das kostete 260.000 Euro. Davon kamen 160.000 Euro Zuschuss vom Land Baden-Württemberg. Der See wurde während der Sanierung  abgelassen. Das organische Material wurde entfernt. Der Rundweg um den See wurde instandgesetzt und mit Stegen und Plattformen ausgestattet.

Eigentlich handelt es sich hier nicht um einen See, sondern um einen Weiher (See = natürliches Gewässer, Weiher = aufgestautes Gewässer). Fast alle Klöster haben früher Weiher in der näheren oder weiteren Umgebung angelegt. Darin wurden Fische gezüchtet. Fische waren als Nahrungsmittel während der Fastenzeiten von Bedeutung.

Montag, 21. August 2017

Aussicht vom Württemberg bei Stuttgart-Untertürkheim

Auf dem Württemberg bei Stuttgart-Untertürkheim befindet sich die Grabkapelle, eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Stuttgarts.

Auch die Aussicht vom Württemberg ist überaus lohnend. Im Gegensatz zur Grabkapelle muss man für die Aussicht zudem keine Eintrittsgebühr bezahlen. Der Gipfel des Württemberg ist frei zugänglich.

Die Aussicht vom Württemberg ist facettenreich. Man überblickt große Teile des Stuttgarter und Fellbacher Weinanbaugebiets. Dann breitet sich das stark industrialisierte Neckartal zwischen Obertürkheim und Bad Cannstatt aus. Schließlich überblickt man einige der Keuperhöhen um Stuttgart, z.B. den Hohen Bopser mit dem Fernsehturm, die Wangener Höhe, den Kappelberg bei Fellbach oder den Burgholzhof nördlich von Bad Cannstatt. Am Horizont erhebt sich bei klarer Sicht die "blaue Mauer" der Schwäbischen Alb.

Die Stuttgarter Innenstadt sowie der Stuttgarter Talkessel sind jedoch durch Höhenzüge verdeckt und kaum sichtbar.

Freitag, 18. August 2017

Die Grabkapelle auf dem Württemberg mit Priesterhaus und Psalmistenhaus

Die Grabkapelle auf dem Württemberg bei Stuttgart-Untertürkheim gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Stuttgarts. Zudem ist die Grabkapelle eines der wichtigsten Zeugnisse des Klassizismus in Württemberg.

Die Bergkuppe heißt seit dem Jahr 1907 Württemberg, auf Geheiß von König Wilhelm II. Vorher hieß sie Rotenberg. Rotenberg heißt heute der der Bergkuppe benachbarte Stadtteil des Stadtbezirks Stuttgart-Untertürkheim. 

Im Jahr 2016 wurde die Sanierung des nahegelegenen Priesterhauses und des Psalmistenhauses abgeschlossen. Seitdem ist die Grabkapelle Teil eines für die Besucher erlebbaren Gebäudeensembles.

Die Grabkapelle auf dem Württemberg wurde 1820-1824 nach einem Entwurf von Giovanni Salucci im Auftrag des württembergischen Königs Wilhelm I. erbaut. Die Grabkapelle wurde als letzte Ruhestätte für die im Jahr 1819 sehr früh verstorbene Königin Katharina erbaut. Später wurden dort auch König Wilhelm I. sowie die ältere Tochter Marie Gräfin Neipperg beigesetzt.

Das Priesterhaus, das wenige Höhenmeter südlich unterhalb des Gipfels des Württemberg liegt, wurde im Jahr 1821 fertiggestellt. Es diente als Wohngebäude für einen griechischen Geistlichen, der die alleinige Aufgabe hatte, für das Seelenheil von Königin Katharina zu beten.

Das gleich nebem dem Priesterhaus stehende Psalmistenhaus wurde ebenfalls 1821 erbaut. Es diente als Wohngebäude für zwei Sänger, die jeden Tag für das Seelenheil von Königin Katharina zu singen hatten.

Sonntag, 13. August 2017

Stuttgarter Rundwanderweg von der Weinsteige zum Waldeck

Heute erwandern wir die zweite Etappe des Stuttgarter Rundwanderwegs. Sie führt mit einer Länge von 4,7 Kilometern von der Stadtbahnhaltestelle Weinsteige bis zur Stadtbahnhaltestelle Waldeck und verläuft hierbei in den Stadtbezirken Süd und Degerloch.

Der Stuttgarter Rundwanderweg (auch: Rössleweg) verläuft mit einer Gesamtlänge von 54 Kilometern und 12 Etappen rund um die inneren Stuttgarter Stadtbezirke bzw. auf Teilabschnitten auch entlang der Stuttgarter Stadtgrenze.

Die heutige Wanderung hat einen aktuellen Anlass. Denn am 23. Juni 2017 wurde der Fritz-von-Keller-Gedenkstein, der sich im Verlauf der zweiten Etappe des Stuttgarter Rundwanderwegs befindet, nach einer gründlichen Sanierung ein zweites Mal eingeweiht. Fritz von Keller war ein langjähriger Vorsitzender des Verschönerungsvereins Stuttgart e.V., der zusammen mit dem Schwäbischen Albverein den Stuttgarter Rundwanderweg eingerichtet hat.

Dienstag, 8. August 2017

Der neue Veielbrunnenpark - ein Quartierspark im Neubaugebiet NeckarPark in Stuttgart

Am 07. Juli 2017 wurde der neue Veielbrunnenpark im Neubaugebiet NeckarPark im Stuttgarter Stadtbezirk Bad Cannstatt eröffnet.

Der Park, der auch Quartierspark Grüne Mitte genannt wird, befindet sich mit Stand Sommer 2017 inmitten einer Brachfläche. Denn mit dem Bau der Gebäude, die den Veielbrunnenpark dereinst auf allen Seiten begrenzen sollen, wird erst in den kommenden Monaten und Jahren nach und nach begonnen.

Ein Besuch des neuen, ca. 10.000 m² großen Veielbrunnenparks ist somit vielleicht gerade jetzt im Jahr 2017 ein besonderes Erlebnis. Denn wo sonst kann man schon einen Park erleben, der eigentlich um Jahre zu früh gebaut wurde und der jetzt einfach mal so in der Gegend herumliegt. Die frühe Fertigstellung dieses Parks kann jedoch für die zukünftigen Nachbarn auch von Vorteil sein. Denn wenn in einigen Jahren die angrenzenden Gebäude bezogen werden, haben die Bäume des Parks schon eine gewisse Höhe erreicht.

Der Park beherbergt auf drei Spielplätzen auch Spielgeräte, Slackline- und Tischtenniseinrichtungen. Ein Teil der Wiesen dient als Spielfeld und wird regelmäßig gemäht. Ca. 8.000 m² Parkfläche sind unversiegelt. Der neue Veielbrunnenpark kostete ca. 2,23 Mio. Euro. Davon kamen 1,25 Mio. Euro aus dem Landessanierungsprogramm.

Donnerstag, 3. August 2017

Haus Lamparter in Vaihingen/Enz ist Denkmal des Monats Juli 2017

Die Denkmalstiftung Baden-Württemberg hat das Haus Lamparter in Vaihingen/Enz zum Denkmal des Monats Juli 2017 ernannt.

Gemäß einer Tafel am Gebäude hat das Haus bereits im Jahr 2000 den Denkmalschutzpreis der Württemberger Hypo des Schwäbischen Heimatbundes, des Landesvereins Badische Heimat und der Denkmalstiftung Baden-Württemberg erhalten.

Das Gebäude hat die Adresse Mühlstraße 21 in Vaihingen/Enz. Es wird nach den langjährigen Vorbesitzern Lamparter-Haus genannt. Eine weitere Infotafel an der Hauswand erklärt, dass das Gebäude im Jahr 1617 erbaut worden ist. 1997-2000 wurde das Gebäude durch die Familie Hitschler umfassend renoviert. Die Infotafel zeigt auch eine lateinische Inschrift mit deutscher Übersetzung.