Samstag, 29. Juni 2019

Der Schlenklinsbrunnen in Stuttgart-Süd - der älteste Brunnen Stuttgarts?

In der neuen Brunnenbroschüre, die die Landeshauptstadt Stuttgart im Frühjahr 2019 herausgegeben hat, wird der Schlenklinsbrunnen im Stadtbezirk Stuttgart-Süd als der vermutlich älteste Brunnen Stuttgarts bezeichnet.

Der Schlenklinsbrunnen dürfte nur Wenigen bekannt sein. Der Brunnen befindet sich an einer abgelegenen Stelle am Hang des Hasenbergs über dem Nesenbachtal im Stadtbezirk Stuttgart-Süd und im Stadtteil Heslach. 

Gemäß der Brunnenbroschüre der Landeshauptstadt Stuttgart wurde der Schlenklinsbrunnen bereits im Jahr 1343 im Zinsbuch des Esslinger Spitals aufgeführt. Seinen heutigen Standort hat der Brunnen allerdings erst im Jahr 1985 erhalten. 

Bis zum Jahr 1882 diente der Schlenklinsbrunnen mit sechs weiteren Brunnen der Wasserversorgung Heslachs. Heslach war bis zum Jahr 1860 eine eigenständige Gemeinde. Noch bis ca. 1965 wurde das Wasser des Schlenklinsbrunnens von der benachbarten und heute noch bestehenden Brauerei genutzt. 

Mittwoch, 26. Juni 2019

Neue Wanderkarte 1:25.000 Blatt W220 Welzheim

Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung LGL hat im April 2019 die neue Wanderkarte W220 Welzheim im Maßstab 1:25.000 herausgebracht.

Der Titel "Welzheim" der Karte mag etwas missverständlich sein. Denn zur Hauptsache bildet die Karte das Remstal zwischen Remseck und Lorch ab. Das ist auch ein Grund, weshalb die Karte im Frühjahr 2019 veröffentlicht worden ist. Denn die Karte zeigt auch bereits das neue Wanderwegenetz, das zur Remstal Gartenschau 2019 eingerichtet worden ist.

Dazu gehören der neue Weitwanderweg RemstalWeg sowie zahlreiche neue örtliche Wanderwege in den 16 Kommunen (z.B. Weinstadt und Winterbach) die die Remstal Gartenschau veranstalten.

Die beidseitig bedruckte Karte, die in Zusammenarbeit mit dem Schwäbischen Albverein entstanden ist, hat die ISBN 978-3-86398-446-5. 

Im Osten reicht das Kartenbild bis zum Ortsrand von Schwäbisch Gmünd, im Westen bis Stuttgart-Bad Cannstatt, im Norden bis Allmersbach im Tal und im Süden bis Weinstadt-Strümpfelbach.

Dienstag, 25. Juni 2019

"Qualitätswege Wanderbares Deutschland" in der Region Stuttgart


Mit Stand Juni 2019 gibt es in der Region Stuttgart 20 Wanderwege, die vom Deutschen Wanderverband mit dem Prädikat "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" ausgezeichnet worden sind.

Der Deutsche Wanderverband unterscheidet zwischen kurzen und langen Qualitätswegen. Kurze Qualitätswege haben eine Länge von bis zu 20 Kilometern. Lange Qualitätswege sind länger als 20 Kilometer und können eintägige oder mehrtägige Wanderwege sein.

Im heutigen Post in diesem Blog sind die in der Region Stuttgart liegenden Qualitätswege Wanderbares Deutschland aufgelistet. Artikel in diesem Blog bzw. im Blog "Die Schwäbische Alb und ihre Natur", die sich mit einzelnen Qualitätswegen befassen, sind vom heutigen Post aus verlinkt. Der heutige Post ist auch von der rechten Spalte des Blogs direkt verlinkt.

1. Lange Qualitätswege
1.1 Albsteig (Schwäbische Alb-Nordrand-Weg)
Dieser Weg verläuft nur zu einem Teil in der Region Stuttgart.
Im Blog "Die Schwäbische Alb und ihre Natur" gibt es eine Übersicht über den Albsteig. Von dort sind alle Artikel, die sich mit dem Albsteig befassen, verlinkt.  

Sonntag, 23. Juni 2019

Der Turmberg-Rundweg - ein Rundwanderweg bei Aichelberg auf der Göppinger Alb

Der Turmberg-Rundweg ist einer von zwei Rundwanderwegen bei Aichelberg auf der Göppinger Alb, die im Rahmen der neuen Freizeitwegekonzeption im Landkreis Göppingen in den Jahren 2017/18 angelegt worden sind.

Der Turmberg-Rundweg beschreibt eine Runde östlich des Turmbergs zwischen dem Ort Aichelberg und dem zu Bad Boll gehörenden Ort Eckwälden. Der Name des Wegs mag etwas missverständlich sein. Der Turmberg-Rundweg führt nicht um den Turmberg herum und er führt auch nicht auf den Gipfel des Turmbergs.

Steckbrief
Name: Turmberg-Rundweg
Wegegruppe: Rundwanderwege im Landkreis Göppingen
Wegekategorie: Rundweg
Weglänge: 3,9 Kilometer
Höhenunterschied: ca. 80 Höhenmeter im Auf- und Abstieg
Landkreis: Göppingen
Gemeinden: Aichelberg, Zell unter Aichelberg, Bad Boll
Großlandschaft: Schwäbisches Keuper-Lias-Land
Naturraum: Mittleres Albvorland

Start- und Zielpunkt
Der Start- und Zielpunkt des Turmberg-Rundwegs befindet sich beim Rathaus von Aichelberg. Dort folgt man dem Wegweiser in Richtung Eckwälden. Nach wenigen Metern kommt man zum Wegweiserstandort Hinterbergstr. / Boller Str., 482 m (NN). Dort beginnt der eigentliche Rundweg.

Donnerstag, 20. Juni 2019

Rundwanderwege bei Aichelberg auf der Göppinger Alb

Die Gemeinde Aichelberg auf der Göppinger Alb verfügt über zwei einheitlich markierte Rundwanderwege.

Die Rundwanderwege wurden im Rahmen der Umsetzung der neuen Freizeitwegekonzeption des Landkreises Göppingen in den Jahren 2017/2018 neu eingerichtet.

Im heutigen Post in diesem Blog sind die Rundwanderwege bei Aichelberg mit einigen Daten aufgelistet. Posts in diesem Blog, die sich mit einzelnen Rundwanderwegen befassen, sind vom heutigen Post aus verlinkt.

Die Wege im Einzelnen:
1. Turmberg-Rundweg
Länge: 3,9 Kilometer
Höhenunterschied: ca. 80 Höhenmeter
Gehzeit: 1 h
Start- und Endpunkt: beim Rathaus
Der Turmberg-Rundweg - ein Rundwanderweg bei Aichelberg auf der Göppinger Alb im Post vom 23.06.2019

2. Igel-Weg
Länge: 7,3 Kilometer
Höhenunterschied: ca. 150 Höhenmeter
Gehzeit: ca. 2 h
Start- und Endpunkt: beim Rathaus 

Montag, 17. Juni 2019

Zum Klinglerstein bei Waldenbuch im Naturpark Schönbuch

Der Klinglerstein ist ein Gedenkstein und Kleindenkmal im Naturpark Schönbuch nahe des Aichtals und nahe der Grenze zwischen den Landkreisen Böblingen und Esslingen.

Auf dem Gedenkstein steht die Inschrift "Hier ist Forstpraktikant Wilh. Klingler am 19. Juli 1913 im Kampf mit Wilderern gefallen, Auf Wiedersehen". 

Eine Infotafel beim Klinglerstein bietet weitere Informationen. Demnach wurden die beiden Wilderer gefasst und zu längeren Zuchthausstrafen verurteilt. Im Jahr 1848 wurde die herrschaftliche Jagd im Schönbuch abgeschafft. Noch lange nach diesem Zeitpunkt kam es im Schönbuch jedoch zu Auseinandersetzungen zwischen Wilderern und dem Forstpersonal.

Wie kommt man hin?
Der Großparkplatz bei der Burkhardtsmühle ist der nächstgelegene Startpunkt für einen Spaziergang zum Klinglerstein. Die Burkhardtsmühle steht bei der Mündung des Siebenmühlentals in das Aichtal. Die von Filderstadt-Plattenhardt kommende L 1209 mündet hier in die L 1185 Waldenbuch-Aichtal. 

Freitag, 14. Juni 2019

Der Naturpark Schönbuch - einer von drei Naturparks der Region Stuttgart

Der Naturpark Schönbuch ist einer von sieben Naturparks in Baden-Württemberg und einer von drei Naturparks, an denen die Region Stuttgart Anteil hat.

Im heutigen Post in diesem Blog wird der Naturpark Schönbuch kurz vorgestellt. Alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Naturpark Schönbuch befassen, sind vom heutigen Post aus verlinkt. Der heutige Post ist auch von der rechten Spalte des Blogs direkt verlinkt.

Der Naturpark Schönbuch erstreckt sich auch über die Landkreise Reutlingen und Tübingen, die zur Region Neckar-Alb gehören. Zukünftig wollen wir hier in diesem Blog den gesamten Naturpark Schönbuch berücksichtigen, unabhängig von der jeweiligen Region.

Steckbrief
Name: Naturpark Schönbuch
Fläche: 15.507 Hektar
Landkreise: Böblingen (Region Stuttgart), Esslingen (Region Stuttgart), Reutlingen (Region Neckar-Alb, Tübingen (Region Neckar-Alb)
Verordnungen: 1961 (Landkreis Reutlingen), 1967 (Landkreis Tübingen)
Gründung: 27. März 1972

Der Naturpark Schönbuch ist der älteste Naturpark in Baden-Württemberg. Der Naturpark Schönbuch unterscheidet sich von den anderen Naturparks in Baden-Württemberg durch seine vergleichsweise kleine Größe sowie durch den hohen Waldanteil.

Dienstag, 11. Juni 2019

Denkmal für Lina Hähnle und Thementafel "Lina Hähnle" im Stuttgarter Kräherwald

Im Stuttgarter Kräherwald (Stadtbezirk Stuttgart-West) befindet sich das Denkmal für Lina Hähnle. Neben dem Denkmal hat die Forstverwaltung eine Thementafel zu Lina Hähnle aufgestellt.

Gemäß der Thementafel war Lina Hähnle (03.02.1851 - 01.02.1941) eine Stuttgarter Naturschützerin sowie die Gründerin des Bundes für Vogelschutz (der heutige NABU).

Lina Hähnle gründete am 01.02.1899 zusammen mit namhaften Wissenschaftlern und Personen des öffentlichen Lebens in Stuttgart den Bund für Vogelschutz. Lina Hähnle stand dem Bund für Vogelschutz fast vier Jahrzehnte vor. Sitz der Geschäftsstelle des Bunds für Vogelschutz war die Villa Hähnle in der Jägerstraße 34. Heute steht dort das Gebäude der IHK. 

Das Steinrelief mit dem Familienwappen der Hähnles blieb bei den Kriegszerstörungen unversehrt. Lina Hähnles Bruder hat dieses Steinrelief im Jahr 1951 im Kräherwald aufgestellt.

Samstag, 8. Juni 2019

HYSOLAR-Institut der Universität Stuttgart unter Denkmalschutz gestellt

Das beim Regierungspräsidium Stuttgart angesiedelte Landesamt für Denkmalschutz hat das HYSOLAR-Institut der Universität Stuttgart im Stadtbezirk Stuttgart-Vaihingen unter Denkmalschutz gestellt.

Das gab die Behörde in einer Pressemitteilung vom 19.03.2019 bekannt. Das Gebäude wurde im Jahr 1987 errichtet. Das HYSOLAR-Institut ist das erste Universitätsgebäude in Baden-Württemberg aus den 1980er Jahren, das unter Denkmalschutz gestellt worden ist. Der Baustil wird Dekonstruktivismus genannt.

Im Gebäude ist heute das Visualisierungsinstitut der Hochschule untergebracht.

Wie kommt man hin?
Mit der S-Bahn fährt man zum Haltepunkt Universität. Man verlässt den unterirdisch gelegenen Haltepunkt auf der Seite Innenstadt. An der Oberfläche angekommen wendet man sich in westliche Richtung und folgt dem Fußgängerbereich bis zur Straße Pfaffenwaldring.

Mittwoch, 5. Juni 2019

Leonberger Stadtpark unter Denkmalschutz gestellt

Das beim Regierungspräsidium Stuttgart angesiedelte Landesamt für Denkmalschutz hat den Leonberger Stadtpark unter Denkmalschutz gestellt. Das gab das RP Stuttgart in einer Pressemitteilung vom 04.12.2018 bekannt.

Mit dem Leonberger Stadtpark wurde zum ersten Mal eine in den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts geschaffene Parkanlage in Baden-Württemberg unter Denkmalschutz gestellt. Das Gebiet des heutigen Stadtparks war zuvor ein Gipswerk. Der Leonberger Stadtpark als Gewerbekonversion repräsentiert die Ideen des Garten- und Landschaftsbaus des späten 20. Jahrhunderts.

Interessant sind die noch original erhaltenen Ausstattungsdetails des Leonberger Stadtparks wie z.B. die Kugelleuchten oder die Sitzbänke. Bestandteile des Landschaftsparks sind auch der See mit der Felswand sowie der Sprudlerberg mit seinem markanten Wasserlauf. Der Leonberger Stadtpark ist ein Bestandteil der Neuen Mitte Leonbergs um das Leo-Center zwischen der Altstadt und Eltingen.

Leonberg besitzt mit dem Stadtpark einen der jüngsten Gärten im Land. Mit dem Pomenranzengarten aus dem 17. Jahrhundert gibt es auch einen der ältesten Gärten des Landes in Leonberg. Der Pomeranzengarten steht selbstverständlich ebenfalls unter Denkmalschutz.

Dienstag, 4. Juni 2019

Rundwanderwege im Landkreis Göppingen


Die Gemeinden des Landkreises Göppingen haben im Rahmen der neuen Freizeitwegekonzeption in den Jahren 2017/2018 zahlreiche neue Rundwanderwege eingerichtet.

Im heutigen Post in diesem Blog sind alle Gemeinden des Landkreises Göppingen aufgelistet. Artikel in diesem Blog, die sich mit den Rundwanderwegen in einzelnen Gemeinden befassen, sind vom heutigen Post aus verlinkt. Nach und nach wird es in diesem Blog weitere Artikel zu einzelnen Gemeinden geben. Der heutige Post ist auch von der rechten Spalte des Blogs direkt verlinkt.

An der Spitze der Rundwanderwege im Landkreis Göppingen stehen die 15 Löwenpfade. Sie wurden vom Deutschen Wanderverband als Qualitätswege Wanderbares Deutschland zertifiziert. Darüber hinaus wurden viele weitere Rundwanderwege eingerichtet.

Die Gemeinden im Landkreis Göppingen im Einzelnen: 

Adelberg (Naturraum: Schurwald und Welzheimer Wald)

Aichelberg (Naturraum: Mittleres Albvorland)
Rundwanderwege bei Aichelberg im Post vom 20.06.2019

Albershausen (Naturraum: Mittleres Albvorland)

Sonntag, 2. Juni 2019

Der historische Stadtrundgang in Herrenberg, Teil 5 von 5

Dies ist der fünfte von fünf hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zum Historischen Stadtrundgang in Herrenberg, einer Fachwerkstadt an der Deutschen Fachwerkstraße.

Im ersten Post der kleinen Reihe gab es einige allgemeine Informationen zu diesem Stadtspaziergang. Im vorangegangenen Post sind wir bis zur Station 19 des Rundgangs gekommen. Heute schließen wir den Historischen Stadtrundgang ab.

Nun ändert sich der Charakter des Historischen Stadtrundgangs. Es gilt nun, am Schlossberg ein Stück hinaufzusteigen. Dieser Weg ist vergleichsweise steil. 

Die Station 20 sind die Wohnhäuser der Geistlichkeit. Bei der Station 19 (Vogtei und Oberamt) geht es die Stufen bzw. den steilen Weg (Kirchgasse) hinauf. Das nächste Gebäude auf der rechten Wegseite ist die Station 20. Auf der Bergseite dieses Gebäudes zweigt die Straße Am Burgrain nach rechts ab. Hier befindet sich auch eine Infotafel, die allerdings nicht im ansonsten vorhandenen einheitlichen Stil der Infotafeln gehalten ist (Titel: Helferatsgebäude oder Diakonatshaus).

Die Station 21 ist die Deutsche Knaben- und Mädchenschule. Gleich gegenüber der Einmündung der Straße Am Burgrain in die Kirchgasse steht die Station 21, ein schönes Fachwerkhaus (Kirchgasse 5). Eine Infotafel ist ebenfalls vorhanden. 

Samstag, 1. Juni 2019

Der Historische Stadtrundgang in Herrenberg, Teil 4 von 5

Dies ist der vierte von fünf hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zum Historischen Stadtrundgang in Herrenberg, einer Fachwerkstadt an der Deutschen Fachwerkstraße.

Im ersten Post der kleinen Reihe gab es einige allgemeine Informationen zu diesem Stadtspaziergang. Im vorangegangenen Post sind wir mit dem Rundgang bis zur Station 14 gekommen. Heute setzen wir den Rundgang fort.

Die Station 15 ist das Geburtshaus Wilhelm Schickardts. Man folgt von der Station 14 weiter der Tübinger Straße und biegt dann bei erster Gelegenheit nach rechts ab. Nach wenigen Metern stößt man wieder auf die Straße Auf dem Graben. Dort ist die Station 15 mit Infotafel.

Die Station 16 ist der Fruchtkasten. Man folgt der Straße Auf dem Graben wenige Meter ostwärts und steht dann vor dem nicht zu übersehenden großen Gebäude des Fruchtkastens. Gleich hier an der ersten Ecke des Gebäudes hängt die Infotafel.