Mittwoch, 28. Mai 2014

Grünanlage Hungerberg in Ludwigsburg-Hoheneck

An der Stelle, wo sich heute die Grünanlage Hungerberg erstreckt, befand sich vor einigen Jahren noch ein Steinbruch. 

Im Rahmen des Vorhabens "Landschaftspark Neckar" wurde aus dem Steinbruch eine 17 Hektar große Grünanlage. Die Kosten betrugen ca. 550.000 Euro. Das Projekt wurde mit Mitteln des Verbands Region Stuttgart gefördert.

Die in den Jahren 2005 und 2006 modellierte Grünanlage Hungerberg ermöglicht nun eine durchgehende Grünverbindung in Ludwigsburg zwischen den bestehenden Parks (Favoritepark, Schlosspark) und den Neckarauen beim Stadtteil Hoheneck. Die Grünanlage Hungerberg verfügt über ein Wegenetz. Es gibt dort auch geologische Aufschlüsse, Feuchtbiotope, ein Bildungszentrum, eine Bolzwiese und einen Spielplatz. Das Zentrum der neuen Grünanlage ist die sogenannte Arena mit der Sonnenuhr und den dahinter liegenden terrasierten Hängen.


Wie kommt man hin?
Mit dem Stadtbus Ludwigsburg fährt man z.B. vom Bahnhof Ludwigsburg zur Haltestelle Neckarbrücke. Von der Bushaltestelle geht man durch die Fußgängerunterführung auf die Nordseite der stark befahrenen Marbacher Straße. Nun folgt man der Marbacher Straße kurze Zeit zurück in Richtung der Innenstadt von Ludwigsburg. Rechts der Straße befindet sich das Gewerbegebiet Hungerberg. Man biegt nun unmittelbar hinter der Aldi-Filiale nach rechts in eine namenlose Straße ab. Am Ende dieser Straße beginnt die Grünanlage Hungerberg. Die Entfernung von der Bushaltestelle bis zur Grünanlage ist ca. 400 Meter.

In der Grünanlage Hungerberg unterwegs
Die Grünanlage Hungerberg kann man in einen unteren und in einen oberen Bereich unterteilen. Wenige Meter hinter dem Eingang kommt man beim Bildungszentrum zu einer Wegkreuzung. Man kann nun einen Rundweg gehen, indem man an der Wegkreuzung nach links geht.

Man kommt nach kurzer Zeit zur sogenannten Arena mit der Sonnenuhr. Von dort steigt man auf schmalen Treppen an den Steilhängen empor bis man die Hochfläche erreicht hat.
Auf der Hochfläche wendet man sich nach rechts und geht in der Nähe der Abbruchkante des ehemaligen Steinbruchs in Richtung Nordosten und Osten. Hier kommt man an Obstbaumwiesen und an einem Spielplatz vorbei. Nach einiger Zeit zweigt nach rechts ein Pfad ab, der zu einem geologischen Aufschluss (Lösswand) führt. Schließlich zweigt ein Weg nach rechts ab, mit dessen Hilfe man wieder zum Bildungszentrum zurückkommt.

Beim Bildungszentrum lohnt noch ein Abstecher in Richtung Osten (nördlich am Gebäude vorbei) zu einem geologischen Aufschluss mit Informationstafel.  

Hier gibt es eine Übersicht über die Stadt Ludwigsburg. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit Ludwigsburg befassen, verlinkt.

In der neuen Grünanlage Hungerberg in Ludwigsburg
Das Zentrum der Grünanlage Hungerberg ist die sogenannte Arena mit einer Sonnenuhr aus großen Steinmonolithen. Dahinter steigt der terrassierte Hang an.
Kiesweg entlang des terrassierten Hangs in der Grünanlage Hungerberg in Ludwigsburg
Treppe im terrassierten Hang oberhalb der Arena in der Grünanlage Hungerberg in Ludwigsburg: Im Hintergrund sieht man den Ludwigsburger Stadtteil Neckarweihingen.
Geologischer Aufschluss in der Grünanlage Hungerberg in Ludwigsburg: Ein Pfad führt direkt an einer Lösswand vorbei.
Die Stele in der Grünanlage Hungerberg hat der Verband Region Stuttgart aufgestellt. Eine solche Stele steht überall, wo der Verband Region Stuttgart Grünanlagen im Rahmen des Landschaftsparks Neckar bezuschusst hat. Rechts im Bild sieht man einen Teil des Bildungszentrums.
Geologisches Fenster mit Informationstafel in der Grünanlage Hungerberg in Ludwigsburg: Hier sind Lössschichten, Flussschotter sowie Muschelkalkschichten aufgeschlossen. 

Kommentare:

  1. Guten Morgen,
    wieder ein sehr schöner und lehrreicher Beitrag. Mich würde noch interessieren was im ehemaligen Steinbruch abgebaut wurde.
    Gruss Jörg

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    1. In dem Steinbruch wurde Muschelkalk abgebaut. Der Muschelkalk steht hier unter der Lössschicht an. Der Muschelkalk ist innerhalb der südwestdeutschen Schichtstufenlandschaft ein bedeutendes Gestein. Er steht in einem Streifen von Nordost bis Südwest durch ganz BW an. In diesem Streifen befindet sich auch Ludwigsburg.

      Der Muschelkalk wird u.a. als Straßenschotter und für die Zementherstellung benutzt. Entsprechend viele und auch große Steinbrüche im Muschelkalk gibt es in ganz BW. Man könnte sagen, dass der Beton der halben Metropolregion Stuttgart aus dem Muschelkalk kommt.

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  2. Das liegt lediglich einen Spaziergang weit von meinem Haus entfernt - und trotzdem war ich unglaublicherweise noch nie dort, obwohl ich oft, gerne und lange draußen bin (allerdings meist westlich der Stadt).
    Diese schöne und ungewöhnliche Grünanlage muss ich mir doch bald einmal "live" anschauen!

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  3. Es ist wirklich Wunderschön, sehr zu empfehlen.

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  4. Die landschaft ist der Hammer die Bilder sind Top geworden es sieht traumhaft aus .Viel erfolg!

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  5. Eine echt beeindruckende Landschaft. Wirklich sehr schön und die Fotos sind auch toll geworden! :)



    http://www.autoankaufberlin24.de

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