Samstag, 10. April 2010

Durch die Fußgängerzone von Kirchheim unter Teck


Mit dem Post über einen Spaziergang durch die Fußgängerzone von Kirchheim unter Teck startet in diesem Blog ein neues Label, das Label "Fußgängerzonen". Viele Städte und Gemeinden in der Region Stuttgart haben mehr oder weniger ausgedehnte Fußgängerzonen. Dieses Thema ist so groß und vielfältig, dass es durchaus ein eigenes Label neben dem bereits vorhandenen Label "Stadtwege" rechtfertigt.

Die Große Kreisstadt Kirchheim unter Teck hat ca. 40.000 Einwohner. Sie befindet sich im Landkreis Esslingen am Fuß der Schwäbischen Alb. Die Stadt liegt überaus verkehrsgünstig direkt an der Autobahn A8. Sie ist zudem Endpunkt der Linie S1 der Stuttgarter S-Bahn.

Die Innenstadt von Kirchheim unter Teck blieb von großen Kriegszerstörungen verschont. Deshalb gibt es dort heute noch eine große Zahl historischer Gebäude, darunter viele Fachwerkhäuser.


Vom Bahnhof Kirchheim unter Teck (S-Bahnlinie S1) ist der Weg zur Innenstadt ausgeschildert. Man benötigt ca. 10 Minuten, um vom Bahnhof zur Innenstadt zu gelangen. Beim Bahnhof überquert man die Schöllkopfstraße mit einer Fußgänger-Lichtsignalanlage. Dahinter folgt man geradeaus der Kolbstraße, bis nach rechts die Max-Eyth-Straße abzweigt. Der Max-Eyth-Straße folgt man bis zur Alleenstraße. Die Alleenstraße führt im Kreis um die Altstadt von Kirchheim unter Teck herum. Man überquert die Alleenstraße mit Hilfe einer Fußgänger-Lichtsignalanlage. Dahinter beginnt bereits die Fußgängerzone.

Die Max-Eyth-Straße setzt sich als Fußgängerzone fort. Links befindet sich das 1538 erbaute Max-Eyth-Haus. Das Haus wurde nach dem hier im Jahr 1836 geborenen Ingenieur und Dichter Max-Eyth benannt. Hinter dem Max-Eyth-Haus steht ebenfalls links der Max-Eyth-Straße das 1541 erbaute wuchtige Kornhaus. Bald darauf erreicht man das Zentrum von Kirchheim unter Teck mit dem Rathaus. Von dort aus folgt man der Max-Eyth-Straße weiter in Richtung Osten bis zum Ende der Altstadt. Dort sieht man das ehemalige Mönchshaus.

Nun geht man die Max-Eyth-Straße zurück bis zum Rathaus. Dort quert die Marktstraße, die den wichtigsten Teil der Fußgängerzone bildet. Man biegt zunächst nach rechts ab, um zum Widerholtplatz hinter dem Rathaus zu gelangen. Dort endet die Fußgängerzone. Von dort geht man im Verlauf der Marktstraße zurück und weiter geradeaus im Verlauf der Marktstraße, bis sich nach rechts der Marktplatz öffnet. Vom Marktplatz geht man zurück zur Marktstraße und folgt ihr weiter nach Süden, bis man erneut die Alleenstraße erreicht.

Dort sieht man das Wachthaus, eines von vier ehemaligen Wachthäusern, die bei den vier Stadttoren standen. Geradeaus setzt sich die Fußgängerzone mit der Dettinger Straße fort. In dieser Straße fließt in den Sommermonaten ein Bachlein.

Bald endet die Fußgängerzone. Man könnte jetzt auf demselben Weg zum Bahnhof zurückgehen oder auch auf einem schnelleren Weg, wenn man die Himmelsrichtung des Bahnhofs ungefährt weiß. Man könnte auch noch einen Bummel durch die zahlreichen Geschäfte anschließen oder eines der Restaurants oder Cafes aufsuchen.

Fazit: eine schöne kompakte Stadt und eine schöne Fußgängerzone zum Wohlfühlen.

Siehe auch:
Entlang der renaturierten Lindach in Kirchheim/Teck im Post vom 12.06.2012 in diesem Blog  
Jakobsweg von Kirchheim unter Teck-Ötlingen nach Frickenhausen im Post vom 23.08.2011
Jakobsweg von Wernau nach Kirchheim unter Teck-Ötlingen im Post vom 07.04.2011

Kirchheim unter Teck ist eine Fachwerkstadt an der Deutschen Fachwerkstraße. Hier gibt es eine Übersicht über die Deutsche Fachwerkstraße. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Fachwerkstädten der Region Stuttgart an der Deutschen Fachwerkstraße befassen, verlinkt.   

Am Beginn der Fußgängerzone zeigen Tafeln die Straßen der Innenstadt, die wichtigsten historischen Gebäude sowie den Verlauf der Fußgängerzone. An den historischen Gebäuden befinden sich Tafeln, die Auskunft zur Geschichte der Gebäude geben. 
Blick von der Alleenstraße in Richtung Fußgängerzone Max-Eyth-Straße mit dem Rathaus im Hintergrund

Das Max-Eyth-Haus ist eines der vielen historischen Fachwerkhäuser von Kirchheim unter Teck.
Im Kornhaus befindet sich heute ein Museum und die städtische Galerie. 
Das 1722 erbaute Rathaus von Kirchheim unter Teck folgt noch heute seiner Zweckbestimmung. Es gehört zu den schönsten Fachwerk-Rathäusern ganz Süddeutschlands. Eine Besonderheit ist die Mondphasenuhr. Sie befindet sich unterhalb der Zeituhr (auf dem Bild links unterhalb des Lampenschirms).
Am Ende der Max-Eyth-Straße befindet sich das ehemalige Mönchshaus (Fachwerkhaus rechts im Bild). Es wurde um 1700 erbaut, war zunächst adeliger Freisitz und befindet sich 1828 im Besitz des Staates.

 Blickfang auf dem Marktplatz ist der Stadtbrunnen aus dem Jahr 1776.

Im westlichen Bereich des Marktplatzes von Kirchheim unter Teck befindet sich ein weiterer historischer Brunnen vor schöner Fachwerkkulisse.
In der Marktstraße befinden sich viele Geschäfte.
An der Ecke Marktstraße und Alleenstraße befindet sich das Wachthaus. Dies ist das einzige noch erhaltene von ursprünglich vier Wachthäusern, die bei jedem der vier früheren Stadttore standen.
In der Fußgängerzone Dettinger Straße fließt ein munteres Bächlein.

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