Samstag, 20. Juli 2013

Von S-Obertürkheim auf den Esslinger Ailenberg

Der Ailenberg ist der der Stuttgarter Gemarkung am nächsten liegende Berg Esslingens am Rand des Neckartals. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass der günstigste Ausgangspunkt für einen Besuch des Ailenbergs der S-Bahnhaltepunkt Stuttgart-Obertürkheim ist.

Auf dem Ailenberg befindet sich ein Turm. Wahlweise nennt man den Turm Ailenberg-Turm, Melacturm oder auch Schlurger. Am Turm befindet sich eine Informationstafel. Darauf wird der Ailenberg-Turm als Lusthäuschen bezeichnet, das 1575 vom Esslinger Armenkasten in der Form eines Turmes erbaut worden ist. Auch die anderen Bezeichnungen für diesen Turm werden auf der Tafel erklärt.

So ganz ist diese harmlose Geschichte des Ailenberg-Turms nicht zu glauben. Immerhin wurde die ehemals Freie Reichsstadt Esslingen vielfach von Württembergischen Truppen angegriffen - und diese Truppen kamen aus Richtung Obertürkheim. Da war es für die Esslinger bestimmt von Vorteil, wenn es auf dem Ailenberg einen Wachturm gab. Schließlich konnte man damals noch keine Drohnen fliegen lassen und ein Internet, das man hätte durchforsten können, gab es auch noch nicht.


Ein Besuch des Ailenbergs lohnt sich vor allem wegen des idyllischen Anstiegswegs durch Gärten und Obstbaumwiesen. Der Turm selbst ist nicht zugänglich. Eine richtige Aussichtsplattform auf dem Ailenberg gibt es leider nicht. Jedoch erhält man von verschiedenen Punkten schöne Blicke ins Neckartal und bis zur Schwäbischen Alb.

Wie kommt man hin?
Vom S-Bahnhaltepunkt Obertürkheim (Linie S1) folgt man der Asangstraße wenige Meter in Richtung Uhlbach und biegt dann halbrechts auf die Rüderner Straße ab. Dieser Straße folgt man aufwärts bis zu ihrem Ende. Die Fortsetzung der Rüderner Straße ist zunächst ein Feldweg und dann ein Treppenweg. Es geht immer geradeaus aufwärts, bis man den Verbindungsgrat zwischen dem Ailenberg (rechts) und der Schurwaldhochfläche (links) erreicht. 

Dort wendet man sich nach rechts und kommt mit einem kleinen Höhenverlust zum Gipfel des Ailenbergs. Am Gipfel ist jeglicher Weg zu Ende. Rundum ist Privatgelände. Es bleibt nach einer ausgiebigen Rast somit nichts anderes übrig, als wieder auf demselben Weg nach Obertürkheim zurückzugehen. 

Die Entfernung vom S-Bahnhaltepunkt Obertürkheim bis zum Gipfel des Ailenbergs ist ca. 1 Kilometer. Hierbei muss man einen Höhenunterschied von ca. 110 Metern überwinden.  

Blick vom Anstieg auf den Ailenberg auf die höhergelegenen Teile von S-Obertürkheim mit der Petruskirche
Der Anstieg von S-Obertürkheim zum Ailenberg verläuft zum Teil über idyllische Treppenwege.
Der Ailenberg-Turm könnte ein Wachturm gewesen sein - auch wenn die Informationstafel am Turm davon nichts wissen will.
Blick vom Ailenberg auf das Neckartal mit dem Stuttgarter Neckarhafen
Blick vom Ailenberg auf S-Hedelfingen: Auf den Waldhöhen sieht man den Stuttgarter Fernsehturm.
Blick vom Ailenberg neckartalaufwärts auf den Esslinger Stadtteil Mettingen
      

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