Freitag, 6. Mai 2011

Oberamtsstein und Gabeleiche im Schönbuch


Vom Jahr 1758 bis zum Jahr 1934 war Württemberg in sogenannte Oberämter gegliedert. Die Oberämter waren die Vorgänger der heutigen Landkreise. Es gab seinerzeit wesentlich mehr Oberämter als heute Landkreise. Im Westen von Stuttgart gab es zum Beispiel die Oberämter Böblingen und Herrenberg.

Die Grenzen zwischen den Oberämtern markierten vielfach Grenzsteine. Die heute noch erhaltenen Grenzsteine sind alle als Kleindenkmale ausgewiesen. In den Weiten des Schönbuchs haben sich mehr Grenzsteine erhalten als anderswo. Im heutigen Post besuchen wir einen ehemaligen Oberamtsgrenzstein an der ehemaligen Grenze zwischen den Oberämtern Böblingen und Herrenberg. Gleich daneben steht die Gabeleiche, ein Naturdenkmal.

Ausgangspunkt für den Waldspaziergang ist der Parkplatz "Kohltor" südlich von Hildrizhausen am Waldrand und Rand des Naturparks Schönbuch. Hildrizhausen hat eine eigene Anschlusstelle an die Autobahn A 81 zwischen Böblingen und Herrenberg. Von der Anschlussstelle Hildrizhausen folgt man der Kreisstraße K 1000 nach Hildrizhausen. In Hildrizhausen biegt man nach rechts auf die Landesstraße L 1184, die Herrenberger Starße ein. Bei der Kreisverkehrsanlage am Ortsende biegt man nach Süden auf die Straße "Waldhaus" ab. Sie führt südwärts zum Waldrand. Der Parkplatz befindet sich im Wald ca. 200 Meter hinter dem Waldrand.

Nun muss man auf den Forstweg gelangen, der sich Tübinger Weg nennt. Hierzu geht man vom Parkplatz zurück bis fast bis zum Waldrand und biegt dort auf den in Richtung Südosten führenden Forstweg ab. Ein Schild weist diesen Weg bald darauf als Tübinger Weg aus. Man folgt nun immer dem Hauptweg. Auf einer Kuppe beschreibt dieser Weg eine Biegung nach rechts. Dann erreicht man den Eselstritt genannten Kreuzungspunkt mehrerer Wege. Hier befinden sich der Oberamtsstein sowie die Gabeleiche. 

Der Grenzstein zwischen den ehemaligen Oberämtern Böblingen und Herrenberg ist leicht nach vorne gekippt. Vor Jahrzehnten hat man ein wenig unsensibel eine Wanderwegmarkierung auf dem Stein angebracht.
Die Gabeleiche ist passend benannt. Dieses Naturdenkmal ist nur wenige Meter vom Oberamtsstein beim Esesltritt entfernt.
Ebenfalls nur wenige Meter vom Oberamtsstein entfernt befindet sich das Schönbuchgatter. Dieser riesige Zaun umgrenzt den Zentralbereich des Schönbuch und soll die dortige Rotwildpopulation vom Weitwandern abhalten.
Nachdem man alles - den Oberamtsstein, die Gabeleiche, das Schönbuchgatter und auch noch einen Gedenkstein zum 800 jährigen Bestehen der Gemeinde Altdort - gesehen hat und vielleicht auch die Stille des Schönbuchs noch ein wenig genossen hat, heißt es an den Rückweg zu denken. Der Abwechslung halber könnte man den Rückweg zum Parkplatz Kohltor etwas anders gestalten als den Hinweg. 

Beim Hinweg sind wir an der Rückseite des Oberamtssteins vorbeigekommen. Der Rückweg verläuft in spitzem Winkel zum Hinweg an der Vorderseite des Oberamtssteins vorbei. Wegweiser zeigen später die Ziele "Lausterereiche" und "Kohltor" an. Bei einer doppelten Weggabelung hält man sich geradeaus an den rechten Wegast. Bei der nächsten Wegkreuzung geht man nach Westen (geradeaus) weiter. Bei der Wegkreuzung der Lausterereiche biegt man nach rechts ab und ist nach wenigen hundert Metern wieder beim Parkplatz.

Die Länge der kleinen Rundwanderung ist 4,5 Kilometer.
Die Koordinaten des Parkplatzes Kohltor sind: 48 61 43 N / 8 96 73 E
Die Koordinaten des Oberamtssteins sind: 48 60 43 N / 8 98 72 E              

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