Montag, 16. Mai 2011

Spaziergang auf die Stuttgarter Karlshöhe


Die Karlshöhe - ein Hügel nahe der Stuttgarter Innenstadt zwischen den Stadtbezirken Stuttgart-West und Stuttgart-Süd - steht im Zentrum der Aktivitäten zum 150jährigen Jubiläum des Verschönerungsvereins Stuttgart. 

Die Parkanlage an den oberen Hängen und auf dem Gipfel des Hügels befindet sich im Eigentum des Vereins. Im Frühjahr 2011 wurden Teile der Parkanlage renoviert und vom übermäßigen Bewuchs freigeschnitten. So bietet sich jetzt für die Besucher ein neues Bild auf dem Gipfel der Karlshöhe. Am 6. Mai 2011 wurde der sich auf der Nordseite der Karlshöhe befindende Pallas-Athene-Brunnen nach einer umfangreichen Restaurierung wiedereröffnet.

Dies sollte Anlass sein, der Karlshöhe mal wieder einen Besuch abzustatten. Ausgangspunkt für den hier vorgeschlagenen Spaziergang zur Karlshöhe ist der S-Bahnhaltepunkt Feuersee in Stuttgart-West. Man verlässt den unterirdischen Haltepunkt auf der stadtauswärtigen Seite und gelangt in der Rotebühlstraße an die Oberfläche. Man folgt der Rotebühlstraße noch wenige Meter stadtauswärts. Dann biegt man nach links in die Senefelderstraße ein. Die Senefelderstraße endet bei der Reinsburgstraße unmittelbar vor der Karlshöhe. Hier biegt man nach rechts in die Reinsburgstraße ein. Bereits nach wenigen Metern führt nach links aufwärts ein Weg in die Parkanlage Karlshöhe hinein. Der Weg führt in Serpentinen aufwärts und mündet bei einer kleinen Aussichtsplattform. Dort befindet sich der Pallas-Athene-Brunnen.

Der Pallas-Athene-Brunnen befindet sich im ehemaligen Garten der Fabrikantengattin Julie Siegle auf der Karlshöhe. Der im Jahr 1911 errichtete Brunnen bezieht sich auf die griechische Sagenwelt. Es sind vier Figuren abgebildet: rechts sitzt die Pandora mit ihrer Büchse, links ist Prometheus. Athene wird aus dem Kopf des Zeus geboren.
Nach über 60 trockenen Jahren ist seit der Renovierung wieder Wasser im Pallas-Athene-Brunnen.
Vom Pallas-Athene-Brunnen geht man vollends auf den Gipfel der Karlshöhe hinauf. Hierzu bieten sich mehrere breite und schmale Wege an. Die schmalen Wege führen durch den ehemaligen Garten. Auf dem höchsten Punkt der Karlshöhe meint man vor einem Krater zu stehen. Dies ist ein ehemaliger Steinbruch, in dem der als Baustein begehrte harte Schilfsandstein abgebaut wurde. Der Schilfsandstein auf dem Gipfel ist es auch, der die Karlshöhe bis heute vor der Abtragung durch Wasser und Frost bewahrt hat. 

Man kann nun auf dem Gipfel die verschiedenen Wege ausprobieren. Man kann einmal um den ehemaligen Steinbruch herumgehen und auch auf den Grund des Steinbruchs hinabsteigen.

Auf dem Grund des ehemaligen Steinbruchs auf der Karlshöhe befindet sich diese historische Tafel.
Der Spielplatz im ehemaligen Steinbruch der Karlshöhe nutzt geschickt die Geländeverhältnisse aus.
Am Rand des ehemaligen Steinbruchs auf der Karlshöhe stößt man auf Reste von Flakstellungen aus dem Zweiten Weltkrieg.
Vom Gipfel der Karlshöhe geht man in Richtung Nordosten am Biergarten und am Rand des Weinbergs mit einer schönen Sicht auf einen Teil der Stuttgarter Innenstadt vorbei. Beim Weinberg hält man sich an den nächstmöglichen nach links abzweigenden Weg. Man kommt zurück zum Pallas-Athene-Brunnen und kann von dort zur S-Bahnhaltestelle Feuersee zurückgehen.

Die Wegstrecke ab/bis S-Bahnhaltestelle Feuersee ist ca. 2 Kilometer lang. Hierbei ist ein Höhenunterschied von 70 Meter im An- und Abstieg zu bewältigen.

Hier gibt es eine Übersicht über den Stadtbezirk Stuttgart-Süd. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Stadtbezirk Stuttgart-Süd befassen, verlinkt.

Hier gibt es eine Übersicht über den Stadtbezirk Stuttgart-West. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Stadtbezirk Stuttgart-West befassen, verlinkt.

Ziele ganz in der Nähe:
Aussichtspunkt Hasenberg im Post vom 02.03.2011 in diesem Blog
Über die Oskar-Heiler-Staffel zur Karlshöhe im Post vom 18.01.2011 
Durch die Grünanlage bei der untersten Hasenbergsteige im Post vom 13.12.2010
Aussichtspunkt Hasenbergsteige bei Stuttgart-West im Post vom 06.12.2010
Durch das Städtische Lapidarium Stuttgart im Post vom 24.05.2010
Durch den Schwabtunnel und über den Berg zurück im Post vom 18.02.2010
Willy-Reichert-Staffel in S-Süd im Post vom 17.10.2009
 

Kommentare:

  1. Die Karlshöhe ist wirklich ein schönes Ausflugsziel, gerade jetzt wo es wärmer ist. Der Spielplatz ist sehr toll geworden nach dem Umbau und die Rutsche fetzt richtig.
    Die wurde nämlich letzte Woche von meinem Sohn und mir ausprobiert :-).

    Schöner Artikel allgemein gefällt mir ihr Blog sehr wie ich ihnen ja schon einmal schrieb. Ich freue mich auf weitere Artikel.
    LG Anja

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  2. Soweit bekannt, sind das keine Reste von Flakstellungen, sondern die Fundamente von Masten und Erdrolle der damaligen Seil- und Ballonsperren.
    http://www.schutzbauten-stuttgart.de/en-us/geschichte2wk/luftschutzinstuttgart2weltkrieg/ballonsperrenseilsperren.aspx

    Viele Grüße,
    Andy

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  3. Schöner Bericht und interessante Info von Andy. Danke

    http://www.stuttgarter-staeffelestour.de/

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