Sonntag, 5. Mai 2013

Fachwerkpfad in Herrenberg, Teil 3

Dies ist der dritte von drei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zum Fachwerkpfad in Herrenberg, einer Fachwerkstadt an der Deutschen Fachwerkstraße.

Der Fachwerkpfad verbindet 23 ausgewählte Fachwerkhäuser, an denen sich jeweils eine Informationstafel befindet. Bisher haben wir 14 Gebäude besucht. Neun Gebäude stehen jetzt noch aus.

Im vorangegangenen Post in diesem Blog sind wir bis zum Marktplatz gekommen. Und auf dem Marktplatz geht die Tour im Verlauf des Fachwerkpfads weiter. Auf dem Marktplatz gilt es, die Fassaden der Gebäude Marktplatz  1, Marktplatz 2, Marktplatz 3, Marktplatz 4 und Marktplatz 6 zu besichtigen. Dann geht man die vom Marktplatz wegführende Stuttgarter Straße entlang. Dort befinden sich Informationstafeln an den Gebäuden Stuttgarter Straße 15, Stuttgarter Straße 18 und Stuttgarter Straße 22. Schließlich biegt man von der Stuttgarter Straße nach links ab, geht an einem Einkaufszentrum vorbei, überquert die Seestraße mit Hilfe einer Fußgängerbrücke und kommt zum Gebäude Seestraße 31. Dort endet der Fachwerkpfad. 


Man kann nun in die Altstadt von Herrenberg zurückkehren und noch weitere Gebäude besichtigen. Vom Marktplatz kann man zur erhöht gelegenen Stiftskirche ansteigen. Von dort sind ausgedehnte Spaziergänge am Rand des Schönbuchs möglich.

Herrenberg ist eine Fachwerkstadt an der Deutschen Fachwerkstraße. Hier gibt es eine Übersicht über die Deutsche Fachwerkstraße. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Fachwerkstädten befassen, verlinkt. 

Gebäude Marktplatz 1: Ockerfarben gestrichenes Fachwerk war von 1550 bis 1650 zeittypisch.
Gebäude Marktplatz 2:  Symmetrische Anordnung des Fachwerks am Giebel mit Ladelucke oben
Gebäude Marktplatz 3:  Die geschweiften Streben nennt man Feuerlilien.
Gebäude Marktplatz 4: Zierfachwerk aus der Zeit des Historismus
Gebäude Marktplatz 6: Die farbig gefassten Keilbögen werden im Volksmund als Eselsrücken bezeichnet.
Gebäude Stuttgarter Straße 15: Figürliche Darstellung im Balkengefüge aus der Renaissancezeit, der hier dargestellte Narr mit Spiegel symbolisiert Gottesferne und die Vergänglichkeit menschlichen Daseins.
Gebäude Stuttgarter Straße 18: Schwellung wird die über das ganze Stockwerk durchlaufende schräge Strebe genannt. Sie kreuzt hierbei den Hauptstützbalken. 
Gebäude Stuttgarter Straße 22: Von Verblattung spicht man, wenn Streben und Ständer jeweils so tief eingeschnitten sind, dass sie an der Fassade auf der gleichen Ebene übereinander zu liegen kommen. Diese Konstruktionsart war bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts üblich.
Gebäude Seestraße 31: Im 19. Jahrhundert wurde das Fachwerk im Historismus wieder modern.

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