Dienstag, 26. September 2017

Historischer Stadtrundgang in Owen, Teil 2 von 2

Dies ist der zweite von zwei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog über den Historischen Stadtrundgang in Owen.

Im vorangegangenen Post gab es einige allgemeine Informationen zu diesem Rundgang. Wir sind im vorangegangenen Post auch schon im Verlauf des Rundgangs durch Owen gegangen und hierbei bis zur Station 10 gekommen. Heute setzen wir den Rundgang fort.

Gleich gegenüber der Station 10 befindet sich die Station 11, das Feuerwehr- und Bürgerschaftshaus mit der Adresse Rathausstraße 3.

Es geht nun die Teckstraße weiter aufwärts. Auf der linken Straßenseite sind die Häuser von Station 12, die älteste Häuserzeile Owens in der Teckstraße 17-19.

Samstag, 23. September 2017

Historischer Stadtrundgang in Owen, Teil 1 von 2

Der Historische Stadtrundgang in Owen umfasst 18 Stationen bei historischen Gebäuden und Mauern.

Owen ist eine Landstadt im Landkreis Esslingen am Fuß der Schwäbischen Alb im Lenninger Tal. Owen ist in der Region Stuttgart vor allem als Tor zur Esslinger Alb bekannt. Bekannte Ausflugsziele wie die Burg Teck, die Burgruine Neuffen, das Lenninger Tal, das Biosphärengebiet Schwäbische Alb und der Kurort Beuren sind von Owen aus zu erreichen.

Owen ist einer der ganz seltenen Orts- und Flurnamen, der bis heute seine mittelalterliche Schreibweise beibehalten hat (Owen = Auen). Man spricht wörtlich nicht "Owen", sondern "Auen".  

Der historische Stadtrundgang Owen wurde vom Alt-Owen Förderkreis e.V. und von der Stadt Owen errichtet. An jeder der 18 Stationen des Historischen Stadtrundgangs Owen befindet sich eine Infotafel. Die Qualität der Infotafeln sowie die Vollständigkeit der Tafeln sind überdurchschnittlich. Die Tafeln beinhalten unter anderem die Nummer der Station (1-18), den Titel der Station, die Örtlichkeit und einen ausführlichen Text.

Montag, 18. September 2017

Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle mit Berliner Platz und Platz der Deutschen Einheit

Das Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle in Stuttgart-Mitte besteht aus der Liederhalle und dem Erweiterungsbau des Kongresszentrums. Das Umfeld des Gebäudeensembles wurde mit der Umgestaltung des benachbarten Berliner Platzes sowie der Neuschaffung des Platzes der Deutschen Einheit aufgewertet.

Die Liederhalle wird zu den bedeutendsten Kulturbauten der Nachkriegszeit in Deutschland gezählt. Die Liederhalle ist zudem einer von elf Bauten im Stadtbezirk Stuttgart-Mitte mit Baujahr 1945-60, die unter Denkmalschutz gestellt worden sind.

Die Liederhalle wurde 1954-56 erbaut, am 29.07.1956 eingeweiht und 1991-93 totalsaniert. Das Gebäude steht an der Stelle des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Alten Konzerthauses. Die Liederhalle umfasst drei Saalbauten, die unterschiedlich groß sind und außen vollkommen unterschiedlich gestaltet sind. Das sind der Beethovensaal (2000 Sitzplätze), der Mozartsaal (750 Plätze) und der Silchersaal (350 Plätze). An zentraler Stelle zwischen den drei Sälen befindet sich ein Foyer, zu dem der Haupteingang mit einer Betonüberdachung führt, sowie Büros, Nebenräume und ein Restaurant.

Trotz des Lobs, das die Liederhalle aus der Fachwelt vielfach erhält, entspricht dieser aus den Fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts stammende Gebäudekomplex und seine Umgebung nicht den Anforderungen und Vorstellungen von Urbanität und Stadtgestaltung, wie sie heute bestehen.

Mittwoch, 13. September 2017

Gartenschauen in der Region Stuttgart


Seit dem Zweiten Weltkrieg fanden bisher zehn Gartenschauen in der Region Stuttgart statt. Eine weitere Gartenschau ist geplant.

Im heutigen Post sind die Gartenschauen in der Region Stuttgart nach dem Zweiten Weltkrieg aufgelistet. Artikel in diesem Blog, die sich mit den Parkflächen dieser Gartenschauen befassen, sind vom heutigen Post aus verlinkt. Der heutige Post ist auch von der rechten Spalte des Blogs direkt verlinkt.

Gartenschauen sind einerseits Ausstellungen zum Gartenbau und zur Landschaftsarchitektur sowie Leistungsschauen zum Garten- und Landschaftsbau, andererseits auch Stadtsanierungsprojekte, die einen dauerhaften Mehrwert für die beteiligten Städte und Gemeinden bilden.

Freitag, 8. September 2017

Aussichtsturm Luftikus bei Rechberghausen

Der Aussichtsturm Luftikus bei Rechberghausen im Landkreis Göppingen ist ein Überbleibsel der sogenannten kleinen Landesgartenschau im Jahr 2009 und eines neues Wahrzeichen der Schurwaldgemeinde.

Die kleine Landesgartenschau in Rechberghausen umfasste eine Fläche von 16 Hektar und fand vom 29. Mai bis 20. September 2009 statt. Es kamen 240.000 Besucher. Rechberghausen ist die bisher kleinste Gemeinde in Baden-Württemberg, in der eine Landesgartenschau stattfand. In Baden-Württemberg finden im zweijährigen Wechsel jeweils eine große und eine kleine Landesgartenschau statt. 

Das auch Aussichtsturm Rechberghausen genannte Bauwerk ist 12,30 Meter hoch. Der Turm befindet sich auf dem Höhenrücken Hungerboll im neuen Landschaftspark am östlichen Ortsrand von Rechberghausen. Der im Grundriss kreisförmige Turm mit einem mittleren Durchmesser von 4,50 Metern ist durch seine konkave Form und eine moderne Holzbauweise charakterisiert.

Sonntag, 3. September 2017

Im Siebenmühlental zwischen Burkhardtsmühle und Kochenmühle

Das Siebenmühlental an der Schnittstelle zwischen dem Schönbuch und der Filderebene ist seit dem Jahr 2010 Naturschutzgebiet sowie eines der beliebesten Naherholungsziele der Region Stuttgart.

Die Spazier- und Wandermöglichkeiten im Siebenmühlental sind vielfältig. Heute spazieren wir durch den südlichen, unteren Teil des Naturschutzgebiets zwischen der Burkhardtsmühle und der Kochenmühle.

Die Burkhardtsmühle befindet sich am südlichen Ende des Siebenmühlentals an der Stelle, wo der durch das Siebenmühlental fließende Reichenbach in die Aich mündet. Es gibt bzw. gab übrigens mehr als sieben Mühlen im Siebenmühlental. Die Burkhardtsmühle ist die elfte Mühle des Tals. Direkt an der Trasse der ehemaligen Siebenmühlentalbahn bei der Burkhardtsmühle befindet sich ein sehr beliebter Biergarten. Der Biergarten hat von März bis November täglich geöffnet.

Die Kochenmühle ist die achte Mühle im Siebenmühlental. Auch bei der Kochenmühle befindet sich ein Biergarten. Der Biergarten ist donnerstags und freitags ab 15 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags ab 10 Uhr geöffnet.

Donnerstag, 31. August 2017

Stuttgarter Markthalle wurde zu den TOP 100 Sehenswürdigkeiten Deutschlands im Jahr 2017 gewählt


Die Stuttgarter Markthalle im Stadtbezirk Stuttgart-Mitte wurde für das Jahr 2017 im Rahmen der jährlich von der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) unter den internationalen Gästen Deutschlands durchgeführten Umfrage unter die 100 beliebtesten Reiseziele Deutschlands (TOP 100 Sehenswürdigkeiten Deutschlands) gewählt.

Die Stuttgarter Markthalle kam auf Platz 98 der Rangliste. An der Umfrage nahmen diesmal 32.000 Deutschland-Reisende aus über 60 Ländern teil. Die Stuttgarter Markthalle ist im Jahr 2017 die einzige Sehenswürdigkeit der Region Stuttgart, die es unter die TOP 100 Deutschlands geschafft hat.

Die Website der DZT führt die Stuttgarter Sehenswürdigkeit nicht ganz korrekt unter dem Begriff "Stuttgarter Markthallen" auf. Es handelt sich hierbei jedoch nur um eine Halle bzw. ein Gebäude.

Das heute noch bestehende Markthallengebäude wurde 1911-14 errichtet. Als eines von ganz wenigen Gebäuden überstand die Markthalle den Zweiten Weltkrieg ohne größere Schäden. Anfang der Siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts war die Markthalle vom Abriss bedroht. Massive Proteste von Bürgern verhinderten den Abriss - zum Glück, wie heute allgemein anerkannt ist. Das bestätigt unter anderem und nicht zuletzt die Wahl der Stuttgarter Markthalle unter die TOP 100-Sehenswürdigkeiten Deutschlands.

Das Umfeld der Markthalle wurde im Jahr 2017 durch das neue Dorotheenquartier maßgeblich aufgewertet. In den kommenden beiden Jahren sollen gemäß einem Gemeinderatsbeschluss auch die direkt am Gebäude noch vorhandenen Stellplätze entfallen, so dass die Markthalle noch besser in den erlebbaren Stadtraum eingebunden werden wird.

Die Stuttgarter Markthalle befindet sich im Stadtbezirk Stuttgart-Mitte. Hier gibt es eine Übersicht über den Stadtbezirk Stuttgart-Mitte. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit diesem Stadtbezirk befassen, verlinkt.

Gebäudeseite der Stuttgarter Markthalle an der Dorotheenstraße: Diese Seite befindet sich gegenüber dem Alten Schloss. Sie wird deshalb auch die Fürstliche Seite genannt.
Wandmalereien an der Seite Dorotheenstraße der Markthalle
Gebäudeseite der Markthalle gegenüber dem früheren Hotel König von England: Diese Seite wird als die Hinterhofseite der Markthalle bezeichnet.
Gebäudeseite der Markthalle am Dorotheenplatz: Diese Seite zeigt in Richtung Rathaus und Marktplatz. Sie wird deshalb auch als die Bürgerliche Seite der Markthalle bezeichnet.
Gebäudeseite der Markthalle an der Münzstraße: Diese Seite ist durch Türme, Arkaden und eine Trutzmauer gekennzeichnet. Man bezeichnet diese Seite deshalb auch als die Stadtseite der Markthalle.
  

Samstag, 26. August 2017

Die Stauferstele und der sanierte Klostersee beim Kloster Denkendorf

Die ehemalige Klosterkirche des Klosters Denkendorf gehört zu den herausgehobenen Baudenkmälern in der Region Stuttgart.

Im heutigen Post in diesem Blog sind der im Jahr 2017 sanierte Klostersee beim Kloster Denkendorf sowie die dort im Jahr 2015 aufgestellte Stauferstele das Thema.

Der Klostersee beim Kloster Denkendorf wurde von April bis Juli 2017 gründlich saniert und für Besucher besser zugänglich gemacht. Das kostete 260.000 Euro. Davon kamen 160.000 Euro Zuschuss vom Land Baden-Württemberg. Der See wurde während der Sanierung  abgelassen. Das organische Material wurde entfernt. Der Rundweg um den See wurde instandgesetzt und mit Stegen und Plattformen ausgestattet.

Eigentlich handelt es sich hier nicht um einen See, sondern um einen Weiher (See = natürliches Gewässer, Weiher = aufgestautes Gewässer). Fast alle Klöster haben früher Weiher in der näheren oder weiteren Umgebung angelegt. Darin wurden Fische gezüchtet. Fische waren als Nahrungsmittel während der Fastenzeiten von Bedeutung.

Montag, 21. August 2017

Aussicht vom Württemberg bei Stuttgart-Untertürkheim

Auf dem Württemberg bei Stuttgart-Untertürkheim befindet sich die Grabkapelle, eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Stuttgarts.

Auch die Aussicht vom Württemberg ist überaus lohnend. Im Gegensatz zur Grabkapelle muss man für die Aussicht zudem keine Eintrittsgebühr bezahlen. Der Gipfel des Württemberg ist frei zugänglich.

Die Aussicht vom Württemberg ist facettenreich. Man überblickt große Teile des Stuttgarter und Fellbacher Weinanbaugebiets. Dann breitet sich das stark industrialisierte Neckartal zwischen Obertürkheim und Bad Cannstatt aus. Schließlich überblickt man einige der Keuperhöhen um Stuttgart, z.B. den Hohen Bopser mit dem Fernsehturm, die Wangener Höhe, den Kappelberg bei Fellbach oder den Burgholzhof nördlich von Bad Cannstatt. Am Horizont erhebt sich bei klarer Sicht die "blaue Mauer" der Schwäbischen Alb.

Die Stuttgarter Innenstadt sowie der Stuttgarter Talkessel sind jedoch durch Höhenzüge verdeckt und kaum sichtbar.

Freitag, 18. August 2017

Die Grabkapelle auf dem Württemberg mit Priesterhaus und Psalmistenhaus

Die Grabkapelle auf dem Württemberg bei Stuttgart-Untertürkheim gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Stuttgarts. Zudem ist die Grabkapelle eines der wichtigsten Zeugnisse des Klassizismus in Württemberg.

Die Bergkuppe heißt seit dem Jahr 1907 Württemberg, auf Geheiß von König Wilhelm II. Vorher hieß sie Rotenberg. Rotenberg heißt heute der der Bergkuppe benachbarte Stadtteil des Stadtbezirks Stuttgart-Untertürkheim. 

Im Jahr 2016 wurde die Sanierung des nahegelegenen Priesterhauses und des Psalmistenhauses abgeschlossen. Seitdem ist die Grabkapelle Teil eines für die Besucher erlebbaren Gebäudeensembles.

Die Grabkapelle auf dem Württemberg wurde 1820-1824 nach einem Entwurf von Giovanni Salucci im Auftrag des württembergischen Königs Wilhelm I. erbaut. Die Grabkapelle wurde als letzte Ruhestätte für die im Jahr 1819 sehr früh verstorbene Königin Katharina erbaut. Später wurden dort auch König Wilhelm I. sowie die ältere Tochter Marie Gräfin Neipperg beigesetzt.

Das Priesterhaus, das wenige Höhenmeter südlich unterhalb des Gipfels des Württemberg liegt, wurde im Jahr 1821 fertiggestellt. Es diente als Wohngebäude für einen griechischen Geistlichen, der die alleinige Aufgabe hatte, für das Seelenheil von Königin Katharina zu beten.

Das gleich nebem dem Priesterhaus stehende Psalmistenhaus wurde ebenfalls 1821 erbaut. Es diente als Wohngebäude für zwei Sänger, die jeden Tag für das Seelenheil von Königin Katharina zu singen hatten.